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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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245
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Die Deutschen. 245

„Diese Mädchen," sagt Verächter, „waren die schönsten der Stadt Antwerpen,beinahe ganz nackt und nur mit einer „ckunrro saso Llsecking" bedeckt."

Das war damals eine Ehre für die Mädchen, wie heutedas weißgekleidete Jungfrauentum. Was bei Makarts Bildauf seine eigene Rechnung kommt, ist danach leicht zu ermessen.

Ein anderes bekanntes „historisches" Gemälde von Pro-fessor Becker (in Berlin, in der Nationalgalerie befindlich)stellt dar, wie Kaiser Karl V. von dem reichen KaufmannFugger in Augsburg empfangen wird. Da der Kaiser,wie berichtet wird, über Kälte klagte, brennt im Kamin einFeuer, man erzählt von Sandelholz und Fugger wirft dieSchuldverschreibung des Kaisers über das zum Zuge nachTunis vorgestreckte Geld vor den Augen desselben ins Feuer,während seine schöne Tochter dem hohen Herrn einen Pokalkredenzt. Nach dem Geschichtsforscher Dippold (gestorben1811 in Danzig) muß jedoch die Wahrheit dieser Scene ausverschiedenen Gründen auf das Stärkste angezweifelt werden.„In keiner einzigen der sämtlichen gleichzeitigen Geschichts-guellen findet sich eine Andeutung jener Erzählung." DerKamin wird noch (1893) in Augsburg im Hotel zu den dreiMohren, das bis in den Anfang des vorigen Jahrhundertsin Besitz der Fugger war, gezeigt; er stammt aber sicherlichnicht aus der Zeit Karls V., sondern ist um ein Jahrhundertjünger; die erwähnte Scene scheint geradezu die Erfindungeines schlauen Gasthofsbesitzers zu sein. (Gartenlaube von1874 Nr. 13.)

Auch fehlt ihr das Verdienst der Ursprünglichkeit. Derdurch seine Katze und das zurückrufende Läuten der Glocken(Zow K<M):

bekannte Whittington soll dem König Heinrich V. (1413—1422)ein Fest gegeben und dabei Schuldverschreibungen im Betrage