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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Deutschen.

nannt, ist es nicht. Nach dem Stadt-Archivar vr. A. Busf,wohnte Franz Weiser damals am ehemaligen Weinmarkt, jetztMaximilianstraße. Nach der Schlacht bei Mühlberg (1547)soll der Erzherzog sie beim feierlichen Einzüge Kaiser Karl V.im Erker ihres väterlichen Hauses erblickt haben; in Wirklich-keit ist er damals gar nicht in Augsburg gewesen, hatPhilippinen wohl erst 1556 und zwar nicht in Augsburgkennen gelernt und sich 1557 im geheimen mit der dreißig-jährigen trauen lassen. Im Jahre 1559 verzieh der KaiserFerdinand dem Sohne die nicht ebenbürtige Verbindung; einFußfall Philippinens und ihrer Kinder vor dem Kaiser, wieer so oft gemalt worden, hat nicht stattgefunden; wahrschein-lich hat er sie sogar niemals gesehn. (Hirn, Geschichte desErzherzogs Ferdinand; 1887.)

Ein „historisches" Gemälde von Hans Makart (ch 3. Okt.1884) machte 1879 Aufsehen, Karls V. Einzug in Ant-werpen (? wann) darstellend, bei welchem zu jeder Seitedes Kaisers zwei nackte Mädchen schreiten, ohne daß sie selbstoder sonst jemand auf dem Bilde sich besonders darüber zuwundern scheinen. Veranlaßt ist Makart zu der Anbringungder nackten weiblichen Gestalten durch eine Notiz in AlbrechtDürers Reisetagebuch, der in Antwerpen dem Einzüge bei-wohnte. Dieser erzählt, daß auf einem großen Triumph-bogen einige weibliche Gestalten in unverhüllter Schönheit ge-thront hätten; von diesem hohen Sitze auf das Pflaster derStraße herab hat jedoch lediglich Makarts Phantasie dieDamen versetzt. Die Stelle aus dem Buche „Albrecht Dürerin den Niederlanden", herausgegeben von Friedrich Verächter,Stadtarchivar, lautet (Original holländisch):

„Auch habe ich eine» Stiivcr uneben siir einen gedruckten Einzug zu Antwerpen,worin beschrieben wird, wie der König auf eine prächtige Weise empfangen ist. D aWare» die Thore schön geschmückt mit Schauspielen (Lammorspolen), großerFreude und schönen Jungfrauen, wie ich sie selten gesehen habe! ich habe einenGulden zum Zehrgeld gewechselt."

Bemerkungen des Stadt-Archivars Verächter: Oornolil (Iraplmst 6ra.tula.tioOaroli V., Imperator!», 1520, tdntrvorpiao, apUll gönn ttroovium 8".