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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Deutschen.

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gewährt, was man auch darüber gefabelt hat, keine größere Übereinstimmung mit demHimmel, als das System des PtolemänS." (Apelt; die Reformation der Sternkunde;Jena 18ÜS; S. 150.)

Sodann wird auch die Todesstunde (24. Mai 1543) desgroßen Astronomen sehr dramatisch hergerichtet. Gassendi er-zählt in seinem Leben des Kopernikus, daß er aus seinemSterbebette das erste Exemplar seines die Sternkunde refor-mierenden Werkes empfangen habe und wenige Stundendarauf verschieden sei. Wie ergreifend! Leider steht aber derTodestag des großen Mannes nicht ganz fest. (Kosmos IIS. 344 u. 497 ; vergl. auch Prowe.)

Von Kopernikus wird ferner folgende, zwar nicht sehrbekannte, aber sehr hübsche Anekdote erzählt in einem Aufsatzvom Pfarrer Hein zu Allenstein, veröffentlicht 1796 im 7.Jahrgang des „Preußischen Archivs" S. 711:

In meiner jetzigen Wohnstube über dem Kamin schrieb einst Kopernikus miteigener Hand folgendes Symbol um:

Allerdings fügt er gleich hinzu, daß schon sein Amtsvor-gänger — das „Symbolum", da es fast ganz erloschen war,habe erneuern müssen und zu seiner Zeit seien nur noch dievier Löcher in der Mauer kenntlich gewesen, an welchem einstKopernikus jene Schrift mit ebenso viel Nägeln befestigt hatte.

„Die erwähnte sapphische Strophe ist nicht ein Denkspruch desKopernikus, noch weniger, wie man bis in die neuesten Zeiten hinein geglaubthat, von ihm selbst gedichtet worden. Sie ist mit ihm erst in Beziehung ge-bracht, als ein jüngerer Landsmann, Dr. Phrnesius, sie zur Unterschrift für ein Bildbon Kopernikus wählte, welches er in die Pfarrkirche St. Johann zu Thorn stiftete.Sie ist vielfach abgedruckt und übersetzt worden, indem man sie besonders gern alsoine Grabschrist ausgab, die Kopernikus sich selbst, von Reue über sein wissenschaftlichesVorgehen ersaßt, gedichtet habe. — Es ist Hiplers Verdienst, diesen letzteren Mythusverstört zu haben (im Pastoralblatt für die Diöcesc Ermland 187-t S. 3a ff.). Er hatdas Gedicht aufgespürt, dem die Strophe entnommen ist, eine 3« Strophen langeDbe, welche Acncas SylvinS Piccolomini, der spätere Papst PinS II. im Jahrelitt gedichtet hat." (Leopold Prowe a. a. O. I. 2 S. 13t f.; Prowe ch SS. Scpt. 1887.)

Das Fernrohr wurde 1608 in Holland entdeckt, wie'van erzählt, durch einen spielenden Knaben, Sohn des Brillen-händlers Lippershep, welcher durch zwei Glaslinsen in der-