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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Deutschen.

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mit dem müßten sie unterhandeln." (Dropsen; Gustav Adolf, Leipzig 1869, I.S. W0.)

Die Bemerkung dagegen Stralsund, (von dem er später,24. Juli 1628, abziehen mußte): „müsse herunter und wennes mit Ketten an den Himmel gebunden wäre" ist nachRanke, Geschichte Wallensteins 1869, S. 124 nicht ge-nügend beglaubigt (doch hat Jrmer (H. G. von Arnim, alskaiserlicher Heerführer in Pommern; „Forschungen" XIX 273)nachgewiesen, daß diese Ausdrücke sich in gleichzeitigen Flug-schriften finden); ebenso wenig sicher sind die drei zugespitztenAntworten der stralsundischen Gesandten auf seine Forderungen1) die Stadt zu übergeben: „dat do wi nich", 2) eine Kontri-bution zu zahlen: „dat hewwe wi nich" und 3) als ihm daraufeinige unwillige Ausdrücke entfahren: „dat sind wi nich".

Aus Jrmer, die Verhandlungen Schwedens und seinerVerbündeten mit Wallenstein und dem Kaiser von 1631—1634, Teil I, Leipzig 1888 (Publikationen aus den k.preußischen Staatsarchiven, Band 35) erwähnen wir noch,daß die zeitgenössischen Geschichtsschreiber aller Parteien anWallensteins Schuld geglaubt haben.

(Einleitung S. XV.) „Dazu kommt, daß einer der Unterhändler Wallensteins,Jaroslav Sezhma RaSin von Riescntmrg über die geheimen Verhandlungen, welcheer in dessen Auftrage mit Schweden, Knrsachscn und den böhmischen Emigranten inden Jahren 163t, 163» und 1631 geführt hatte, die überraschendsten Enthüllungenveröffentlicht hat. Wollte mau seinen Angabe» vollkommen Glauben beiincssen, sowürde man in Wallenstein einen der schwärzesten Verräter zu sehen haben, den dieGeschichte kennt, einen Mann, der i» allcrfrivolstcr Weise mit Treue und Glaubenumgegangen ist und das Vertrauen seines Herrn in gröbster Weise gemißbraucht hat.

Aber die Glaubwürdigkeit Sczpma Rasins konnte schon auS dem Grunde nichtunbestritten bleiben, weil es feststand, daß der Verfasser seine Schrift im AuftragedeS Kaisers abgefaßt und durch die Prcisgebung seiner Geheimnisse sichseine böhmischen Güter wieder erkauft hat. Dazu kommt, daß dieser Kron-zeuge in der Beurteilung seiner Vertrauensstellung zu Wallenstein, weil wir dieselbenur aus seiner eigenen Erzählung bisher gekannt haben, wesentlich überschätzt wordenist ... . Trotzdem ist der „gründliche Bericht" bis zu unserem Jahrhundert imwesentliche» die Grundlage aller späteren Biographien Wallensteins geblieben."

Weiter wird erwähnt, wie Schiller, obgleich er den Wallen-stein in seiner „Geschichte des dreißigjährigen Krieges" nochganz im Sinne des Ratzinschen Berichtes darstellt, in seinerWallenstein-Trilogie „ein anderes Bild" des gewaltigen