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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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331
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Die Franzosen.

331

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In Wirklichkeit hat er aber zur Seite des Fenstersgeschrieben:

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Man hat nun später erklären wollen, wo denn die Fenster-scheibe, die doch nie existiert, geblieben sei und hat sich erzählt,daß Ludwig VIX. sie der Lavallidre zu Liebe habe vernichtenlassen, weil er damals noch an die Ewigkeit der Liebeglaubte!! So erzeugt manchmal ein Treppenwitz der Geschichteden andern. — Es wird berichtet, daß Diana von Poitiers, dieGeliebte sowohl Franz I. als seines Sohnes Heinrichs II.gewesen sein soll; diese ekelhafte Geschichte ist glücklicherweisenicht wahr. Franz I. hat mit ihr in keinen intimen Be-ziehungen gestanden. — Kaiser Karl V. hatte den Königgebeten, sich durch Frankreich nach den Niederlanden begebenzu dürfen. Als er in Paris erwartet wurde, soll Franz seinemNarren, Triboulet, in einem Winkel schreibend bemerkt haben.Befragt was er thue, soll Triboulet erwidert haben, er hätteden Narrenkalender und schriebe eben den Namen des Kaisershinein, weil er sich so in die Hände des Königs gebe; —»wenn ich ihn nun aber ruhig ziehen lasse", soll der Königgemeint haben: „Dann", hätte der Narr gesagt, „werde ichseinen Namen ausstreichen und Deinen an dessen Stellesetzen". Diese hübsche Geschichte kann leider nicht wahr sein,indem erstens Triboulet ein wirklicher Narr, also zu einerso geistvollen Antwort viel zu dumm war und zweitens, indemer schon fünf Jahre tot war, als der Kaiser 1540 durchFrankreich reiste. Auch fehlt der Erzählung das Verdienstder Originalität; sie ist einer ähnlichen Anekdote nachgebildet,deren Held ein König Alphons gewesen ist. Eine anderesalsche Anekdote betreffs Königs Franz I. ist besonders durch

»historisches Bild" in Umlauf gekommen. Leonardo da