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Die Franzosen.
Vinci nämlich ist nicht zu Fontainebleau in den Armen desKönigs gestorben, weil am 2. Mai 1519, dem Todestagedes genialen Italieners, weder er noch der König in Fontaine-bleau gewesen sind, sondern jeder von ihnen an einem andernOrte. Hinzugesetzt wird noch, daß die Hofleute über desKönigs Freundlichkeit die Nasen rümpften; was der Königihnen mit der Bemerkung verwiesen haben soll, er könne alleTage Adlige, aber Gott nur einen solchen Künstler schaffen,wie den, welchen sie zu verlieren im Begriff ständen. ÄhnlichePhrasen, die Anerkennung geistiger Größe seitens der politischenMacht enthaltend, sind das Paradepferd vieler Monarchengewesen; sie haben sie ausgesprochen oder sich in den Mundlegen lassen; bei Franz I. fällt sie natürlich mit der Haupt-anekdote. (Seitenstücke hierzu sind Kaiser Maximilian I., derdem Albrecht Dürer den Heruntergefallenen Pinsel aufhob undKaiser Kar lV., der, als er 1532 in Bologna war, den Papstzu sprechen, auch den Tizian besuchte und diesem denselbenLiebesdienst erwies. — Jsaac Disraeli, der Vater des GrafenBeaconsfield, erzählt uns London,
1818, S. 337j, der erste General Europas — Name wirdnicht genannt — hätte feinen Marsch unterbrochen, um Spinozazu besuchen, der zur Zeit seinen Lebensunterhalt in einemkleinen holländischen Dorfe durch Schleifen von Brillengläsernverdiente. Die Angabe ist erfunden.) — König Karl IX.hat nicht in der Bartholomäusnacht von seinem Fenster ausauf die Hugenotten geschossen wie Brantome und dÄubignöbehaupten, von denen jener jedoch zur Zeit überhaupt nichtin Paris war und dieser es drei Tage vorher verlassen hatte.Das betreffende Gewehr wird noch in Schloß Landsberg beiMeiningen gezeigt. Die Pariser Kommune beschloß am29. Vendemiaire des Jahres II. (20. Oktober 1793), MÄso-'« Pkaeo oä
/X. Et Dieser „Schandpfahl"
blieb längere Zeit stehen, der betreffende Teil des Louvre ist