Die Engländer.
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sich alter Freundschaft wieder erinnern würde, wie er später,in Ungnade gefallen und verurteilt die Gräfin Nottinghambittet, den Ring der Königin zuzustellen, wie die Gräfin vonihrem Gemahl beredet wird, den Ring nicht abzuliefern, wiedie Königin infolgedessen durch Essex scheinbaren Stolz be-leidigt, sein Todesurteil unterschreibt, und der Graf hinge-richtet wird, wie dann die Gräfin Nottingham auf demSterbebette dieserhalb Gewissensbisse bekommt und die Königinzu sich bitten läßt, welche, nachdem sie der Gräfin Geständnissegehört, mit der ihr eigenen Energie die Sterbende in ihremBette noch tüchtig durchschüttelt mit den Worten: „Mag GottEuch verzeihen — ich kann es nicht" und lange untröstlichbleibt — alles das zusammen giebt eine so fertige hübscheNovelle, daß es eben kaum wahr sein kann und wirklich nichtwahr ist. Daß die Königin dem Grafen Essex einen Ring ge-schenkt, ist wohl richtig; es existieren sogar noch drei Ringe,welche als das bewußte Exemplar gelten sollen. Aber die ersteErwähnung der rührenden Geschichte findet sich erst fünf-undfünfzig Jahre nach dem Tode der Königin und sie istvoller Unwahrscheinlichkeiten. So blieb Lord Nottingham, derdoch eigentlich der Hauptschuldige war, nach wie vor in ihrerGunst. Diese und noch andere Bedenklichkeiten bei Timbs,l»/" I. S. 228. — Den Sir Walter
Raleigh soll die Königin einmal gefragt haben, ob er Rauchwiegen könne. Er hatte den Tabak, den er rauchte, vorhergewogen, wog nachher die Asche und gab den Unterschied richtigals das Gewicht des Rauches an. Dieselbe Geschichte stehtschon, nur daß Holz statt des Tabaks erwähnt wird, beiLukian im Leben des Demonax. (Coulston, ta/s.?
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1887, S. 69.) — Auf ihrem eigenen Sterbebette soll dieKönigin auf die Frage, wer ihr Nachfolger sein solle, ge-antwortet haben: „Mro s/rM E cr LrnF?"
Wahrscheinlich aber hat sie nur genickt, als man den Namen