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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Italiener, die Spanier, die Schweden rc.

der Bibel hatte er sich, wie heute viele Engländer und nament-lich Engländerinnen, dumm gelesen; durch seine Entdeckungen,sagte er, sei nur in Erfüllung gegangen, was der ProphetJesaias geweissagt (60, 9):

„Die Insel» harren aus mich und die Schiffe im Meer vorlängst her, daß siedeine Kinder von ferne herzubringen, samt ihrem Silber und Gold, dem Namen desHerrn, deines GotteS und dem Heiligen in Israel, der dich herrlich gemacht hat,"

Außerdem besaß Columbus, so unglaublich es klingt, einensehr geringen Grad nautischer Kenntnisse.

„Im Tagebuche des Columbus findet sich während der ganzen Fahrt über denOcean auch nicht eine einzige Breitenbestimmung, und die, welche er in Westindienangestellt haben will, sind so ungeheuerlich, daß sie schon seinerzeit Verdacht erregten;er giebt z. B, an der Küste von Cuba eine Breite von 42° statt 21°." A, Breusing,Zur Geschichte der Kartographie in ,F. I, Kettlers Zeitschrift für wissenschaftlicheGeographie II. 1S3.

Man weiß daher heute nicht, welches die Insel Guana-hani ist, von ihm Sän Salvador genannt, sondern nur, daßes eine der Bahama-Jnseln gewesen. Cuba hielt er für einenTeil Asiens und berechnete seine Entfernnng von Malaka auf30 Grad, während sie 180 Grade beträgt. So bleibt einZug von Abenteuerlichkeit unvertilgbar an dem Entdecker derneuen Welt hängen — -Ml scr-r-ror!

c/rcr^crila-r. — Es ist unrichtig, daß Amerigo Vespucci(1451—1512), welcher Mai 1498 mit Hojeda nach Amerikasegelte, dem neu entdeckten Kontinent absichtlich durch schlaueIntriguen den Namen Amerika verschafft hätte. Vielmehrentstand diese Benennung auf Vorschlag des Kanonikus JeanBasia zu St. Diö in Lothringen, der im Verlage des deutschenBuchhändlers Waldtzemüller (Hylacomylus) (geb. 1480)1507 die Reisen Vespuccis unter dem Titel OosinoZraxliiasintroälietio oto. aus dem Französischen ins Lateinische über-setzt herausgab. Die betreffende Stelle ist in Facsimile nach-gedruckt bei Rüge, Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen,S. 339.

Dies wurde jedoch die schnelle Verbreitung des Namensauch in Spanien und Portugal, wo man es doch besserwußte, nicht erklären. Columbus hatte jedoch auf seiner dritten