Die Italiener, die Spanier, die Schweden rc. 423
da er schon von 14 Jahren zu See ging. Humboldt be-merkt (a. a. O. II 249):
„Der Sohn ist geheimnißvoll und behutsam, sobald es sich um Eltern, Geburtund Jugend seines Vaters handelt",
was sich sehr leicht daraus erklärt, daß der „Sohn" ebennichts davon wußte, wogegen Büdinger, Akten zu ColumbusGeschichte von 1473—1492 die Autorschaft des Sohnes an-nimmt, dem Werke aber große Entstellung zum Zwecke derWahrung der vermeintlichen Rechte der Familie zuschreibt;Humboldt und auch noch Peschel haben nur die entstelltenBriefe gekannt.
Der richtige Wortlaut der betreffenden Stelle steht beiSophus Rüge, Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen,Berlin 1861, S. 228. Lange vor Toscanelli haben übrigensvon der Möglichkeit, Indien durch Schiffahrt nach Westen zuerreichen, Aristoteles und Strabon gesprochen, die Stellen sindgesammelt in Humboldts Kritischen Untersuchungen u. s. w.,Teil I, S. 119. Das bewunderungswürdige bei Columbusist nicht ein neuer Gedanke, sondern seine Willenskraft. Wiegewöhnlich wurde ihm mit Undank gelohnt, so daß er vonseiner dritten Reise nach Amerika in Ketten zurückgebrachtwurde; daß er jedoch in solchen in Granada vor Ferdinandund Jsabella erschienen, ist eine „romantische Ausschmückung".Ebensowenig sind sie ihm ins Grab mitgegeben worden; seinenGebeinen ist es übrigens wie denen eines Heiligen gegangen;sie ruhen sowohl in der Kathedrale von Havanna, als auchin der von Sän Domingo, wo sie 10. September 1877 bei-gesetzt worden sind.
„Jedes Schulkind weiß heute, daß Columbus Amerikaentdeckt hat, aber er selbst hat es nie gewußt"; als er starb,glaubte er nach wie vor ein Stück von Asien erreicht zuhaben; Haiti hat er für Japan gehalten; mit dem Glauben andie Kugelgestalt der Erde war er ausgezogen, — am Abendeseines Lebens glaubte er, die Erde wäre birnförmig. An