Band 
Zweyter Theil [1].
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104
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104 Boselli.

Boselli, (Matthäus), ein Maler, wird vonBaldinucci als ein Schüler von Paul Guidottiangeführt.

Bosello, (Peter), ein Bildhauer und Gießerzu Venedig , von welchem man in der Kirche St.Georgio Maggiore zwey Engel von Erzt stehet-DMKNLK 1 ) II. P. 525.

B 0 s, 0, (Anton), ein Kupferstecher zu Florenz ;arbeitete an des Probst Gori LtEco,

welches 17Z7 gedruckt ist. Man^ stehet auch vonihm einige Titelblätter u. s. w. Eandelllni führtsein Zeichen an.

* — — (Jakob). S. Boß.

— — (Johann Anton). Unter diesem Namenführt einen Kupferstecher an, und nennt vonihm das Bildniß einer venetianischen LonkünstlerinLucretia Lconora. Wir vermuthen aber, daß der-selbe, und noch mehr, der ebenfalls von Hei-necke, unterm Namen:

— — (I. A.), angeführte Kupferstecher vonVenedig , der nach verschiedenen Meistern gear-beitet, dann aber, ohne weitem Namen, als den(einigen , ein Titelblatt zu den Elegien von Loren;Grass! gestochen habe, mit obigem AnrouBostoeine und dieselbe Person sey.

— — ( ) französischer Geschichtsmaler,

Lebte noch zu Paris um 180z. Sein Tod desAnchises wird unter s. beßten Arbeiten gezählt.

Boskam, (Johann). Derselbe arbeitete,70z. und einige folgende Jahre in Berlin . Mn.

Bosman,( )ein englischer Maler, nachwelchem I. Boydell einen Mondschein gestochenhat. THrc.

Boso, ( ) Nach einem uns sonst unbe-

kannten Künstler dieses Namens ätzte der MalerHolzmann zu Dresden um iZost ein Blatt: Dereifersüchtige Türke, in Aquatinta - Manier.

Bosruchers, (H. V ), ein französischer Kup-ferstecher um 1600. Man findet von seiner Arbeitin des Odieuvre Verlage.

* Boß, Bossl'us, auch Bosius, (Jak),mit dem Zunamen Helga, geb. 1520 und (schon1550.) zu Rom ansaßig, wo er für den Verlagvon Ant. Lafreri arbeitete. Nach seinem Styl zuschließen, muß er bey einem Schüler von MarcAnton gelernt haben. „Seine Stiche" (sagt RostV. 88.>--st»d nicht ohne Verdienst; doch möchteman ihm mehr Richtigkeit der Zeichnung und weni-ger Trockenheit in der Ausführung" (d. h. das vor-nehmste) „wünschen " Etliche seiner Blatter führtgedachter Schriftsteller, und ein Bildniß vonBuonaroti an. Bey beyden findet man seineZeichen.

Bossaerr, (Johann), ein Maler, nachwelchem van der Does das Bildniß des Baronsvon Morsel zu Pferd gestochen hat.

Bossche, (Philipp van den). S. Lösche.

Bosschr's, (MagdalenaPace de). Nach einerKünstlerin dieses Namens hat A. Wesierhout einHeiligenbild gestochen.

* Bosse, (Abraham), geb. zu Tours um 1610und daselbst gestorben. Er war ein Zeitgenosse vonBella; in dem Mechanischen ahmte er Callot nach.Gleich diesem letzter» verstand er, seinen geätztenArbeiten die Festigkeit und beynahe den Glanz desGrabstichels zu geben; was übrigens (wie warelerbemerkt) eher ein Tadel als ein Lob seyn möchte.Von seiner guten Schrift über die Stecher- undAetzkunst hat Cochin eine neue Ausgabe mit dennöthigen Vermehrungen gemacht. Von der Aka-demie wurde er wieder ausgeschlossen, und endlichgar von Paris verwiesen, weil sein freyer Sinndem despotischen Charakter von ls Brun sich zu

Bossu.

widersetzen wagte. (S. hierüber ein Pamphlet:

ö»LLe su lecteur, 8ur les S3U8S8 cjii'il croitavoir ene8 äs äi8contiriller 1s cour8 äs 8esIe<;on8 ^eometrLle8 st per8psctive8 äeäsu8äemls st. äs 1» ?. et 8. et nrs8nie äs 8'sn retlrer;

was freylich mehr auf eine freywillige Verlassung,als auf Verweisung deutet. Auch lassen ihn einigein Paris sterben; nach andern hingegen gieng erin seine Geburtsstadt zurück. Seine zahlreichenBlätter stellen meist Gegenstände der Sitten- undLebensweise seiner Zeit vor. Das bisher aus-führlichste Verzcichniß dessen, was er nach seinereignen Erfindung gestochen, findet man in sowie einiges von dem, was er nach andern gear-beitet hat, bey Rost VII. 151—53- Seine ältesteArbeit scheinen 45 Blätter für das Architekturwerkdes Al. Francini von 1631 zu seyn.

Bosse, (Abraham), der jüngere. Einen sol-chen führt der Abt Marolles ebenfalls als Kup-ferstecher an, welcher nach I. Srella gearbeitethabe.

— — (L-), ein neuerer Kupferstecher diesesNamens hat nach S. Freudenberger Sittensiückedes XVIII. Jahrh., dann nach Roslin, I. B.Vanloo u. a. gestochen. und 7 IFLc.

— — ( ) ein Baumeister zu Paris um

Igaz. ein

* Bosselini, (Ludwig). So hieß dieserKünstler, und war Hofmaler des Herzogs vonModena .

Bosser, ( ) wird im Almanach äes

Kenux--zrt5 von 180z unter die damals in Paris lebenden Miniatur- und Schmelzmaler gezählt.

Bossi, (Anton), ein Miniaturmaler, gebürtigvon Venedig, hielt sich eine Zeitlang in Stockholm auf, wo er sich durch sehr schöne Bildnisse großenRuhm und die Stelle eines auswärtigen Mit-glieds der dortigen Maler- und Bildhauer-Aka-demie erwarb. Lebte noch 1799. Acerbi S. 120.

— — (A.) Ein Kupferstecher, von welchemman neben anderm ein Blatt, Cimon und Pera,kennt. ^c.

— — (Benedikt), ein Maler zu Florenz ;lernte bey Johann Bilivert. Ausgenommen einigeCopien nach seines Lehrmeisters Gemälden, siehetman wenig Gutes von ihm. LaM««cci.

* — — (Benignus), Zeichner, Bosslrer undKupferstecher mit der Nadel und dem Grabstichel,geb. zu Porto d'Arcisako im Mailändischen 1727.Sein Vater nahm ihn als zehnjährigen Knaben mitsich nach Nürnberg , wo er die Anfangsgründe derZeichenkunst erlernte. Von da begaben sie sich nachDresden , wo sich der Jüngling im Zeichnen, inder Malerey und Stuccatur - Arbeit übte. Der Todseines Vaters hinderte ihn, nach Rom zu gehn.Dietrich, Hutin und Mengs beliebten ihm das Kup-ferstechen , das er von da an trieb. Indessen ver-mochte ihn der siebenjährige Krieg, 1757 nach Italien zurückzukehren. Im I. 1760 ward er am Hofedes Herzogs von Parma aufgenommen, wo er(1798 noch) ehrenvoll lebte, vertraut mit den Kün-sten und Wissenschaften, und von jedermann ge-liebt, wie er es, seiner vorireflichen Eigenschaftenwegen, verdiente. Mehrere seiner Arbeiten führtRost (IV. 174 — 75 .) an, welcher die berühmte H.Catharina im Hause St. Vitali, nach Jul. Carpioni,in der Größe des Gemäldes, sein Hauptblattnennt. Nach ihm hat C. F. Holzmann einen klei-nen Kopf in Tuschmanier gestochen.

*Bossiur, auch Bossuir, (Franz von).Bey dem (im Lexikon angeführten) nach seinenArbeiten gestochenen Werke, findet sich sein Lebenund sein Bildniß.

* Bossu, (Daniel le). So heißt der imLexikon angeführte Kupferstecher, der nach A Bour-don, H. Brandt, M. Corneille, Dominichi»,