Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
105
JPEG-Download
 

Bossu.

Guido, Mignard, Sourlay und lt Sueur gear-beitet hat.

Bossu, ( ) ein Baumeister zu Paris um

iZvZ. stsL

Bostard, (Franz), ein geschickter aber bisherunbekannter Künstler, nach welchem die Ehefraudes durch seine vortrcfliche Nachahmungen vonaller Gattung Handriffen berühmten I. Lh. Prestel,einen wohlgezeichneten Handriß mit der Feder,welcher die von dem Kaiser Titus bezwungeneJuden vorstellt, in Kupfer geätzt hat. Akc.

Bostoe, (Friedrich Jrby, Lord ), ein englischerKunstliebhaber, von welchem man ein mit demGrabstichel gestochenes Bildniß einer stehendenDame kennt. üft

Bosrvell, ( ) ein englischer Kupferstecher,

von welchem man ein Bildniß von Pascal Paoli nach Bembridge kennt.

* Both, (Andreas), geb. um 1609, malte an-fangs auch Landschaften, überließ dann dieses Feldganz seinem Bruder Johann, und blieb bey Figu-ren. Beyde machten zusammen eine Reise nachFrankreich und Italien, arbeiteten zu Rom undVenedig gemeinschaftlich in der vollkommenstenEintracht, und gewannen überall Beyfall. DesAndreas Styl im Aetzen hat einige Aehnlichkeit mitdemjenigen von Ostade . Eine,ziemliche Zahl vonund nach ihm gestochener Blätter führt zumTheil auch Rost >.VI. 73.) an.

* — — (Johann), der italienische Borhgenannt, geb. 1610. Hingerissen von den Werkendes Claude Lorrain , ahmte er dessen frische Manierund das schöne Verständniß seiner Farben so glück-lich nach, daß der Ruhm des letztern dadurch ver-dunkelt ward; um so mehr, da die Figuren,welche sein Bruder in seine Landschaften malte,diejenigen von Claude weit übertrafen. Beydehatten sich eine leichte und geschwinde Manier er-worben, welche durch die schönen Wirkungen desLichts sehr reizend und voll Wärme ist. DieSchrift: LVinkelmann und jein Jahrhundert(S. 186.) vergleicht ihn hauptsächlich mit Claude'seigentlichem Schüler Herm. Swanevelt, und sagtvon ihm: Er habe bey nicht geringerer Kunst undzuweilen reichern Composition ungefähr den Ge-schmack dieses letztern besessen. „In seinen Bil-dern bediente er sich gewöhnlich des Abendlichts;daher sie einen noch gelbem Schein erhalten, undungemein lieblich in die Augen fallen." EinigeSchriftsteller laffenJohann, gleich demAndreas,in Venedig sterben. Andern hingegen zufolge,kehrte er, gleich nach dem Tod dieses letztern, vonTraurigkeit überwältigt nach Utrecht zurück, undstarb dort noch in demselben Jahre. Auch vonihm kennt man einige mit viel Geschmack undEinsicht geätzte Landschaften, welche von Ken-nern sehr gesucht werden, und wovon Basan sei-ner Zeit die Platten an sich gebracht hat. Diesesowohl als einige nach ihm gestochene Blatter führtüü und Rost (VI. 79—80.) an

* Borschild. S. Borrschlld.

Borson, ( ) ein berühmter Juwelier zu

Lüttich um 1770. Er hat mit vieler Kunst undmit noch mehr Geschmack einen Theil der Diaman-ten gefaßt, die für die Erzherzogin Antoinette,nachmalige Königin in Frankreich bestimmt waren.LNeusels Misc. XV. S. 152.

* Borralla, (Johann Maria). Derselbefand an dem Kardinal Sacchetti einen thätigenGönner, und von ihm erhielt er den BeynamenRaffaellino. Er arbeitete auch zu Genua woer, neben anderm, einen Pallast von Agost. Airolo mit Bildern zierte, welche beweisen, mit welcherAnstrengung er in Rom die Farnesische Galerieund andre Meisterwerke studirt hatte. FioriUoil. 902—3.

Borr an, (Johann Baptist), ein um 1653

Böttinr. rc>^

lebender Künstler, nach welchem Seb. Jener, P.Kilian und M. Kassel einige Thesen gestochenhaben, die man in L/. verzeichnet findet.

Borrani, (Joh.), ein Bruder des gleich fol-genden, ebenfalls ein Künstler, den der ErzherzogStatthalter von Mantua , einige Monate vor demTode des letztern, zu seinem Gehülfen und Nach-folger in der Stelle eines Direktors und Lehrersder Zeichnung und Malerey an der dortigen Königl.Theresianischen Akademie berufen hatte. Meus.Misc. XXII. S- 255 -

. * — — — (Joseph). Dieser Art. im Lexikonist mit Nachfolgendem zu verbessern und zu ergänzen:Dieser Künstler lernte zu Florenz bey Anton Pug-lieschi und Vinc. Meucci; studirte hierauf mitgrößtem Fleisse nach den Antiken der Großherzog-lichcn Gallerie und nach den beßten Gemäldendes Andreas del Sarto, und gieng dann 1735 nachRom . Nachdem er dort viele Jahre seine Talentevervollkommnet, und allda in die Akademie vonSt. Luca , so wie nachher auch in den Akademienzu Florenz und Bologna zum Mitglied aufgenom-men wurde, erhielt er endlich den im Lexikon be»merkten Ruf nach Mantua , und starb daselbst 1734im 64. (nach andern im 74.) Jahr seines Alters.Wie seltsam eine Verwechselung des Namens Bar-ton- mit dem seinigen, dem letztern zum Nachtheilgereichte, ist dem Verfasser dieser Zusätze aus demMunde des sel. Wiukelmanns bekannt. Schonhakte er sich, früher als Battoni, durch mehrerevvrtrefliche Arbeiten in Rom , namentlich auch imAusland einen bedeutenden Ruf erworben, als einEngländer, der ihn dort aufsuchte, durch das Ver,sehen seines Lehnbedienten zu Battoni geführt wurde,der damals ebenfalls anfieng, seinen nachher so-wohl erworbenen Ruhm wenigstens zu verdienen.Der Engländer findet bey demselben ein meister-haftes Portrait, und bestellt das seinige; Alles wieer meint, bey dem berühmten Boctani. Durchihn wird Battoni's Preis mehrern nach und nachanlangenden Britten immer lauter verkündigt, dieWerkstätte Bottaui's vergessen und dafür diejenigevon Battoni besucht; so daß am Ende zu Anfangdes sechsten Dezenniums vorigen Jahrh, der erstrein Rom selber kaum noch dem Namen noch gekanntwar, und vollends dessen wirklich große Verdienstenur von sehr wenigen ächten Kennern forthin ge-schätzt wurden. Dazu kam die ungemeine Beschei-denheit dieses letztern, in Gegensatz mit dem Feyer-ton, in welchem hingegen Pompes Battoni sichschon durch sein Aeusseres ankündigte, der mich nieanders als im tafftcn Schlafrock, wie ein zweyterRubens empfieng, mittlerweile ich den andern imZwillich demüthig an seiner Sraftley sitzen, und anunbestellten herrlichen Werken arbeiten fand. Nebenmehrern Altarblättern in Rom und andern StädtenItaliens sieht man indessen noch immer Verschie-denes (sowohl Bildnisse als Geschichte) von ihmauch im Ausland, und zumal in England undDänemark . Wenige nach ihm gestochene Blatterführt L an.

Borrari, (Carl), ein Priester; malte für dasOratorium von St. Thomas zu Genua eine Ma-donna mit dem H. Cajetanus. 1'. 1. p. 17z.

Borren, ( ). Ein Künstler dieses Namens

Wird im Almanach stes Loaux - Arts von iFozunter den damals in Paris lebenden Edelsieinschnei-dern und Verzierungs-Bildhauern genannt.

* Borri, (Franz). Sein Vater lernte beyFranz Furini Sein von ihm selbst gemaltes Bildsniß sieht man gestochen in der Xer-re äe/ Sn L L r.

Borkiger, (I. G.) S Boerriger.

Borrini, (Jmperial), ein Maler von Porto-maurizio; lernte bey Gregorius de Ferrari. Erarbeitete zu Genua in Oel und auf frischen Kalk.

* — — (Joh. Franz und Lorenz). S- denArtikel Johann Merlini.

O