Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
147
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Campagnoka.

Inhalts find, findet man bey und die vorzüg-lichsten auch bey Rost (i. c.). Beyde führen sein* Zeichen an.

* Campagnola, (Hieronymus), den dasLexikon, unter dem Art. Domlmkus C. für dessel-ben Zeitgenoß, oder gar für dessen Vater hält, warnach Lanzt (II. 94.) vielmehr dessen Großvater,und Vater des nachfolgenden Julius. Derselbeblühete im X V. Jahrhundert. Guarienti läßtihn irrig aus der Mark Treviso gebürtig seyn.

* — — —- — DerBildhauer desselben Na-mens, dessen ebenfalls im Lexikon >- c. gedachtwird. nennt ihn: Maler und Bildhauer ausder Mark Treviso, Schüler des Squarccione, dergegen das Ende des X V. Jahrhunderts geblühethabe; und verwechselt ihn dergestalt offenbar mitdem obigen Einzig möchte vielleicht die Her-kunft aus der Mark Treviso diesem letztem zuzu-eignen seyn.

* — — (Julius), mit dem Zunamen Anee-noreus, den das Lexikon (l. c.) richtig Sohn desHteronpinus (des Malers), Rost (lli. 66.» und^ wahrscheinlich irrig Bruder des Dominikusnennen, da er vielmehr desselben Vater gewesenzu seyn scheint, vasari und Tiraboboschi >,VI.792.) nennen ihn: Einen Mann von Kenntniß undGenie, der wohl in Sprachen unterrichtet war,Miniatur malte, in Kupfer atzte, und von demman einige Bilder kenne, worinn er sich demneuern Styl näherte. Dieser ist es, von welchem/x. vier Blätter (neben andern» eine Busse vonSt Chrysostomus nach Albr. Dürer) und seinMonogramm anführt, Rost aber (l. c.) nach Jlo-rennn le Court von ihm bemerkt, daß derselbevon 1507—17. gearbeitet habe, und von einemseiner Blätter: Johannes der Täufer (eine großestehnde Figur, mit einer Schale in der Hand)sagt: »Dieß Blatt ist von seinen andern Arbeitensehr verschieden. Die Figur ist stark umrissen,und mit solchen Strichen ausgeführt, welche denBlättern des Demarteau in Röthelmanier ähnlichsind. Nur Haar und Bart sind mit bloßen Stri-chen ausgedrückt."

* — — (Justus). Auch dieses Künstlers thundas Lexikon (immer unter dem Art. Dominikus)und hinwieder ^ 1 . ziemlich verschiedentlich Erwäh-nung. Letztrer nennt ihn kurz einen Maler, dergegen 1500. lebte, das Lexikon hingegen einenMaler aus der Lombardie, und glaubt denndoch, daß derselbe mit demjenigen Künstler EinePerson seyn dürfte, welchen er späterhin unter demNamen Justus de Allemania anführt, welcher um1451- malte. Fast eben so gut dürfte unser Justusdes Lexikons Giusto seyn, der um 1420. denn dochin padua lebte.

Campen, Campanus, auch Cam-pagne, <J. Jakob), ein Maler, nach welchemman (vielleicht gar nach zwey verschiedenen glei-chen Namens), einen Meerport von Custodes,dann das Bildniß des Architekt Jos. Furtenbach,von Rembold, und eines des Baumeisters Pallasdini Zabarelli) von einem Ungenannten gestochen,kennt. Dieser Künstler arbeitete vermuthlichju Ulm . M§c.

* Campana, (Andreas). Man schreibtchm ein mit /). 6. bezeichnetes Gemälde zu, welches»och heutigen Tages in der parmesanischen Villazu Colorno ersichtlich seyn, die Geschichte St. PeterMarryrs vorstellen, und theils sehr graziös, theilsschon colorirt seyn soll.

Camp an na, (Peter), derMaler von Brüssel. Er lebte an die zwanzigJahre in Italien ; „und, ob er gleich" (sagtLanzt 1 .429.) die Trockenheit seiner Geburtsschule(D nicht ganz ablegte, war er doch sehr geachtet.Neben andern» besaß der Patriarch Grimaldi zulienedig von ihm ein berühmtes Gemälde: Mag-dalena von St. Martha zum Tempel geführt, um

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Christus anzuhören, welches in neuern Tagen inden Besitz H. Slade's, eines Engländers, kam.

* Campana, (Peter), der Kupferstecher, dessen imLex. unter dem Art. Peters des Malers Erwähnunggeschieht, geb. zu Soria »727, arbeirete die meisteZeit zu Rom und Neapel . Ein Paar seiner histo-rischen Blätter, nach Prell un? Conca, fnhrtRoftIV. 176 an. Von ihm sind auch mehrere Bild-nisse im Museum von Florenz , und einiges imMuseum von Portici . Was in sparen, Lagen ausihm geworden sey, ist uns unbekannt.

, * — — (Thomas). Eines seiner Gemäldein St. Michele in Bosco stellr das Almosen derCäcilia vor. Späterhin nahm er mehr die Maniervon Guido an. Lausr II. »47.

— — (Madame), eine Malerin, wie es scheintaus dem letzten Viertheil des XVIII. Jahrhunderts.Man kennt nach ihr drey Blätter: Das Bildnißder Gräfin d'Artois, Prinzessin von Savojen, vonGaillard ; dann ein allegorisches Blatt auf die Ge-burt des Dauphins, von einem Ungenannten, undVenus, welche Amors Pfeile lenkt, von Gibelingestochen.

* Campanaro, (Peter Johann). Nebenandern» arbeitete er nach Modellen von Jakob Tatst(Sansovino ).

* Campanella, (Angelus). S. den gleichfolgenden Artikel.

* — — (Vincenz und Ferdinand). Stattdieser zwey Taufnamen im Lexikon sollte der einzeleAngelus stehen, und es von demselben hcissen:Maler und Kupferstecher, geb zu Rom um »750.in letztrer Kunst ein Schüler von Volpato, Zeitge-nosse (sagt Roft IV. 252.) von Joseph Perini.Schon um 1775. arbeitete er, mit mehre»n andernKünstlern, an Gav.Hamiltons 8c!»o!a Itslir-a. Dortist von ihm: Die Vorstellung im Tempel nach FraBarch. di St. Marco. Um »736. gab er ein Bild-niß des damals regierenden Pabstes, nach demGrafen Ronconi (?) welches sehr gerühmt wurde.Dann führt L von ihm die »2. Statuen derApostel zu St. Johann von Lateran an; undBasan Eine Bildsäule der Artemisia, die sich aufden Aschenkrng lehnt, nach Poncel; und eineHandschrift meines sei. Vaters: Blatter nach an-tiken Gemälden , nach den Zeichnungen von Mengsund Maron, die, wie man glaubte, in den Ruineneines alten Pallastes von Antonin dem Frommenentdeckt wurden. Ob dann dieser Künstler der näm-liche sey, welcher irgendwo: Ein junger italieni-scher Kupferstecher, ebenfalls Schüler des Volpato,genannt wird, der um »802. in Rom lebte, undmehrere gute Blätter nach den beßten italienischenMeistern geliefert haben soll — und der wiederanderswo: Ein italienischer Historienmaler undKupferstecher heißt, der sich noch izoz. eben auchin Rom befand, und von dem man dort verschie-dene Arbeiten sah — All' dieses ist uns unbekannt.Es dürfte aber leicht bey obigen Notizzen von einemVater und einem Sohne gleichen Namens die Redeseyn. In solchem Fall ist es wohl zuverlaßrg derSohn, der an dem » 8 c> 5 - zu Rom erschienenenPrachtwerke einer neuen dcliola Italic» »rtls pic-tarise, als Zeichner sowohl wie als Kupferstecher ,Antheil genommen hat.

Campanus, (Joh. Jakob). S. Campan.

Campbell, (Colin), ein englischer Bau-meister; schrieb ein Buch, betitelt: VitruvlusLritsnnicus, darin er seine und Anderer Entwürfegesammelt hat Es ist i?» 5 . i?i? u »721. in dreyBänden in Folio zu London gedruckt. Er starb

Campdell, (Archibald), ein englischer Offi-zier, zeichnete nach der Natur eine Aussicht vonRozeau auf der Insel St. Dominica, dann mehrerevon Fort Royal auf Guadaloupe, welche von P.

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