Cunego.
balena, nach Guido; einen vatikanischen Apoll,nach der Zeichnung von Tofanelli, u- a. das sichbey Rost IV. i8Z- dann bey Füßli II. 300. 355.Z59. und in dem pascalischen Verlags-Verzeich-nisse (M eusels Mus. 1. S. 46.) befindet. Istes wohl dieser, oder war es noch sein gleich fol-gender Vater, welcher als Zeichner und Kupfer-stecher an dem erst im 1 .1305- (also nach dem Todedieses letztem), in Rom erschienen Prachtwerke der8ctiola Icallca srtis pictoriss» Antheil nahm?
* Cunego, (Dominicus), Zeichner, Stechermit der Nadel und dem Grabstichel sowohl als inschwarzem Kunst. In Rom , wo er sich seit 1761.haushablich niederließ, hatte er den größten Theilvon den Blättern der in 1773- erschienenen westlichenaltern 8cliola italica des Gavinus Hamilton ge-stochen. Um 1735. ward er nach Berlin berufen, umin der Königl. Preussischen Hofkupferstich-Offizin —oder, nach einer andern Leseart, in dem Kupfer-Insti-tute zuarbeiten, welches ein Kaufmann, NamensPascal, in seinem Hause errichtet hatte. Währendseines dortigen vierjährigen Aufenthalts hatte ermehrere große Bildnisse nach Cunningham, sowohlmit dem Grabstichel als in schwarzer Kunst ge-stochen. Hierauf kehrte er, als jenes Institutwieder eingieng, 1786. nach Rom zurück, wo er1302. als ein munterer Greis noch lebte, und bisnahe an seinen bald nachher erfolgten Tod mit un-ermüdetem Fleiße fortarbeitete. Mit Volpato hatteer unternommen, die ihrem Untergänge nahendenGemälde der Sixtinischen Kapelle für die Nachweltdurch Kupferstiche zu retten. Mehrere meisterhafteBlätter von beyden lagen bereits fertig da- Alleinsie fanden nicht einmal Kostenersatz, geschweigedenn Belohnung für Kunst, Zeit und Fleiß. A!Ig.Rnnftz. m. „ Ex war" (sagt Fernorv inseinem Kulturgemälde von Rom S. 280.) »vielleichtder Verdienstvollste unter allen welschen Kupfer-stechern seiner Zeit, wenn er gleich in der Reinig-keit und Eleganz seines Stiches etlichen andernnachstehen mußte. Dafür sind seine Blatter durch-aus wohl verstanden, weil er selbst ein tüchtigerZeichner war, und die Zeichnungen zu seinen hetz-ten Arbeiten selbst verfertigte. Seine Blätter nachMichael Angel» sind das vorzüglichste von Allem,was bis jetzt nach diesem Meister gestochen worden."Auch die Schrift: LVinkelmann und sein Jahr-hundert (S. 285—86.) nennt ihn den vorzüglich-sten historischen Kupferstecher des dritten Viertheilsdes XV 11 I. Jahrhunderts , und rühmt seine leichteund malersclse Behandlungsweise, bey welcher seineArbeit weder an gefälliger Reinlichkeit, noch anWirkung einbüße. ^ 5 . führt an die vierzig Mei-ster, nach denen er gestochen hat, Rost aber (IV.I 78 — 8 Z-) und Füßli ( 1 . 24. 164. 177. II. 93.17t.235.270. 503. Zi?. III- 22.51.) seine vorzüglichstenArbeiten selber an. Vierzehn sehr schöne Blätter,die er nach Clerisseau lieferte, werden im Mink-lerschen Katalog beschrieben. S. auch MeuselsMus. I. 46. III. 32. 37—4o. wo sich allerley Nach-richten von ihm befinden, und es neben andern»heißt: „Er ist ein ansehnlicher, wohlgebildererMann, der aber keine andre Sprache als seineMuttersprache spricht." — „ Ein eifriger Katholikund übertriebener Verehrer des Pabstes, der beyseinen Arbeiten immer ein kleines elendes Klecksbildder Maria vor Augen hat." — „ In Rom konnteer, seines exemplarischen Fleisses ungeachtet, nichtso viel verdienen, um sich, und eine zahlreicheFamilie, die er von mehrern Frauen hatte, zu er-nähren. Bey seiner Abreise nach Berlin hatte erstlne jetzige junge Frau ins Kloster gethan." —»um seinen Unterhalt sicher zu verdienen, ent-schloß er sich, ganz Kupferstecher zu werden"? (dasZeschah jedoch, wie das Lexikon bemerkt, schon inEhesten Jugend). „ In Berlin gefallt ihmAlles; nur nicht die Kälte des Winters."
^7- — (Joseph), Dominicus jüngerer Sohn,Sev. zu Verona 1760, Kupferstecher, und Schülerlemes Vaters. Es scheint aber nicht, daß die«ohne die Liebe zur Arbeit besitzen, welche renen
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beseelt hat. Lehtrer hatte sogar die Kunst verlassen-und war um 1734. in den Mönchsorden des Bons-hommes getreten. Rost IV. 133-34. der von ihmvier Landschaften nach Franc. de Capo, und achtandre (1781) nach Gasparo Doussln anführt,welche sich im Pallaste Colonna in Rom befindenIndessen ist zu bemerken, daß letztre in dem pas-calischen Verlags - Verzeichnisse (MeuselsMus. I. 46 ) nicht ihm, sondern seinem BruderAlopsius zugeschrieben werden.
* Cungius, (Camillus), Zeichner, Kupfer-stecher und Kupferatzer, geb. zu Rom um 1604.Derselbe hat nach seinen Kompositionen, und nachachtzehn verschiedenen italienischen Meistern gesto-chen. Einige seiner vorzüglichsten Blatter führentheils A. theils Rost (III. 331.) letztrer auch dasMonogramm an, dessen er bisweilen — gewöhnlichaber bloß des L. e. iäc. sich bediente.
(Franz).
(Joh. Bapt.).- (Leonhard).
Von Franz insbesonders, ist nichts Näheresbekannt. Von Johann Baptist« weiß man, daßer wenigstens an die sieben Jahre bey Vasari Knechts-dienste versah. Von Leonhard rühmt dieser Schrift-steller (in dem Leben des Pierin del Vaga ), daß er,wie schon das Lexikon sagt, ein geschickter Zeichnerwar, und in der Biographie von Zuccharo führter ihn, neben seinem Mitbürger, Dmante delNero, als Arbeiter im päbstlichen Pallaste (1560.)auf. „Ihre sämtliche Manier" (sagt Lanzi I.2oo—20l.) „die man in ihren Arbeiten zu Rom schwer von andern unterscheiden kann, ist hingegenin ihrem Vaterlande, zu St Roc, bey den Obser-vantinern, u. s. f. leicht zu erkennen. Sie composninen auf eine sehr einfache Weise; ihre Gedankensind gewöhnlich aus der Natur entlehnt; und inihrem etwas dunkeln Colorite bemerkt man Stu-diums genug."
* Cuniberri, (Franz Anton). Derselbe hieltsich immer an seinem Vaterort, und in benachbar-ten Städten auf. /.cmLr II. 2. zg2.
* Lunte», (Daniel). Er endete mit der Land-schaftsmalerey. /.MIM II. 44z.
* — (Rudolf). Man hielt ihn besondersfür einen treflichen Zeichner. Er lebte noch 1650.LüMM II. 443. welcher vermuthet, derselbe undDaniel dürften Brüder, oder sonst Blutsfreundegewesen seyn.
Lunis, (Carl Taver), des nachstehnden J0H7Christophs Sohn, geb. zu Dresden 1764. SeinVater war sein erster Lehrer, und nahm ihn aufReisen überall mit sich. Hierauf übte er sich imZeichnen zu Leipzig unter Ocsern, und kam als-dann um i ?85 »ach Dresden zurück, wo er aufder Akademie fleissig studirte, und sich von da anauf Oel-Pastell- und Miniaturmalerey legte. EinsZeitlang freylich wurde er von dem Bedürfnissemeist auf Dekorations-Arbeiten geleitet, womit erdamals mehr an gutem Verdienste als an Kunstgewann. Nachher aber malte er nicht nur ebenso fieisslg Bildnisse in Pastell und besonders inMiniatur, sondern copirte auch zu gleicher Zeitsehr Vieles nach der Galerie. Auf den Kunstaus-stellungen von 1793. u. 94. sah man von ihm inMiniatur die Bildnisse der Gemahlin des PrinzenMaximilian nach Graf, und der Sängerin D.Allegrandi nach der Natur, welche, eben so wieviele die mit Fremden ins Ausland giengen, wegenihrer Aehnli'chkeit sehr gerühmt wurden, und vondiesem jungen Künstler noch Besseres — doch,weil es ihm (heißt es dann wieder) an gründlichenFundamenten fehlte, nie etwas Vorzügliches —hoffen ließen, als er 1793. (seit einem Jahre Pen-sionnair der Kurfürst!. Akademie) an einem Nerven-fieber Todes verbliech. Deutsche Lunstbl. I. RJ8. S. S-ro.