Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
259
JPEG-Download
 

Daqni n.

burtsorte. L sagt, daß sein wahrer Name unbe-kannt sey, und man mittlerweile in Italien ihnDanzcka genennek habe-

D «quill, (Philipp). Nach einem Kupfer-stecher dieses Namens kennt Gandellml Blätter,welche Gegenstände freyer und mechanischer Künstevorstellen.

D«r«ris, ( ). So nennt um 1790.

einen neuern Kupferstecher zu Paris .

Daraynes, ( ). Und so einen neuern

Maler ebendaselbst, nach welchem P. Laurent dievier Jahrszeilen gestochen, die derselbe, gemein-schaftlich mit Pierre, mit Figuren in Landschaftengemalt hatte.

* Darbe«, (Joseph Friedrich August). NachMensel II. wäre er ein geborener Kurlander. Ein-mal trug er den Titel eines Königl. PohlnischenHofraths. Nach Berlin scheint er um 1735. oder86 . gekommen zu seyn, wo er sich haushablich nie-derließ. Er war Professor und Mitglied der Königl.Akademie der Künste, wo er wenigstens in iZoc>.noch lebte.Seine Bildnisse" (heißt es in derZeitschrift Berlin I. k. 1,7 18)sollen miteben soviel Geschmack als Studium ausgeführt seyn,und jedes derselben den Kenner, die sprechendeAehnlichkeit nicht mitgerechnet, schon als Kunst-werk an und für sich interessiern. Ohne sich anirgend eine Manier zu binden, folgt er überall derNatur; und, durch eine beynahe an Peinlichkeitgränzende Ausführung, haben seine Arbeiten denVorzug, daß sie durch genaue Betrachtung in derNahe mehr gewinnen als verlieren. Er malt inOel und Pastel. Originale in natürlicher Größelaßt er sich mit io. Friedrichsd'oc, in halbnatür-licher mit 6. bezahlen. Man findet bey ihm immerCopien seiner Bildnisse des Königes und der Königl.Familie." Auf der Berliner-Kunstausstellung von,800. sah man noch von ihm diejenigen der Köni-gin, und dann des Prinzen August von England,welche sehr gerühmt wurden. Berlin I. 0. li. 5.12s. Einige dergleichen, und andre nach ihm,von Bock, Cl. Kohl zu Wien und S. Küttner ge-stochene führt /I. an.

Darcis, (Ludwig), ein französischer Kupfer-stecher arbeitete zu Paris schon um 1788- in punk-lirter Manier. So z. B. la kuse ä'^mour nachMouchet, dann nach Lavreince u. a. Va-arr -er.TL In dem TAmsnsck «los keaux-^rts voniZoz. erscheint zwar derselbe unter den damals zuParis lebenden Künstlern nicht mehr. Dennochsah man von ihm noch um 1804. oder 5 ein ge-meinschaftlich von ihm und Godefroy gestochenesBlatt von fast ungebührlicher Größe: Der Toddes Hyppolithus, nach Vcrnet dem jüngern, vonwelchem es in dem Zürcher-Journal für Litte-ratur und Kunst S. 75 heißt:Die beydenKupferstecher scheinen bey diesem Blatte alle mög-lichen Manieren angewandt zu haben, theils umdem Effekte nachzuhelfen, theils wohl auch, umdesto geschwinder fertig zu werden. Ob aber diesesAufbieten so verschiedener Kunsimittel der punk-ticten, Crayon- und Linien - Manier, auch derHarmonie zum Vortheil gereicht? Sonst ist die Be-handlung kräftig und geistreich, und ein solchesStück zu einer brillanten Ziminerdekoration vorzüg-lich geschickt."

* Dardant, (Anton). Lanzi II- 2. 18/32 - nennt ihn einen Künstler, der seine Gemäldeeben nicht sehr ausarbeitete.

-- (Joseph). So nennt die Handschriftmeines sel. Vaters einen Ornamentmaler, der zuBologna arbeitete.

(Vompejus), ein guter Bildhauer, ar-Atete Mi 1632. für vie St. Peterskirche zu Perugia .

Dardö oder D«rdel, ( ). So nennt

(1790.) einen neuern Künstler zu Paris , nach

Darnstedt.

welchem Dardon, P. F. le Grand und Turcarty incolorirter sowohl als in roth punktirter Zeichnungs«manier Mehreres gestochen haben; und namentlichder erstre (-782.) die Königin, welche Frankreich den neugeborenen Dauphin vorstellt. Ein Blatt,die epische und lyrische Poesie, ebenfalls in Zeich-nungsmanier, dürfte gar von ihm selber seyn.

Dardel, ( ) ein französischer Künstler,

(wahrscheinlich nicht der obige) erhielt im I. iZoz.eine» Entschadigungspreis für den Entwurf einesDenkmals auf den Frieden zu Amiens , im Facheder Bildhauerkunst. KemLe- xmb/.

* Darer, (Jvh.), (dessen das Lexikon unterP. Daret kürzlich Erwähnung thut) ein Maler,gebürtig von Brüssel, lebte um 1653. zu Aix in derProvence , und gab sich auch mir Stechen ab. Sokennt z. D. von ihm: Eine Folge von siebenTugenden, Loth mit seinen Töchtern nach Rubens ,und eine Thesis von 1642. Hinwieder hat A. Bossenach seinen Zeichnungen ein Titelblatt zu den: An-tiqua 8tommsta lioAis Oliristionissimi, R. Nan-teuil das Bildniß von I. Mesgrigny 1652. und N.Pitau das eines Ungenannten: 8atis beatus etc.166z. gestochen.

* (Peter), Zeichner und Kupferstecher,geb. zu Paris um 1610. (wahrscheinlich früher) undin hohem Alter gest. 1675. Im Allgemeinen ver-rathen seine Stiche mehr Nettigkeit als Geschmack.Mehrere davon sind mit einem ?. in einem O. be-zeichnet. An ein Dutzend seiner historischen Blät-tern nach berühmten italienischen und französischen Meistern finden sich bey Rost VII. 14546. Dannkennt man von ihm, von ganzen Werke», eine vonihm gemeinschaftlich mit L. Boissevin ausgefertigteFolge von mehrern hundert Bildnissen, die zumTitel führen: IVbleaux üistorignos, ou sontArsves los illustres kran^ois et LtranAers <Zsl'un et 6e l'autre sexe. Ar. 4. 165256. wovondas Verzeichnis der seinigen (gegen 120. man kanndenken, ob Meisterstücke) bey //. ausführlich zulesen ist Dann die Blätter zu einem in Paris ge-druckten Ditruv, und andre zu einer Architekturvon Mauclerc. Sein Leben Raphaels (Paris 12.1607. sehr selten) war im Grunde bloß ejne freyeUebersetzung vonvasari, und erschien 1709. neuer-dings unter dem Titel: §. Hamborn'F Lecber-ckes curieusss sur los riessins <le ou

il est yarle cie plusieurs keintros Italiens . Wirk-lich hatte Bombourg allerley Seltenes, beson-ders über Denkmäler der alten und neuen Kunst inden Kirchen zu Lyon hinzugefügt.

* D«ris, (Leo). S Aven.

Darlay, ( ). So nennt iV. einen Künst-

ler , nach welchem Th. de Leew das Bildniß Cathe-rinens von Dourbon, Schwester Heinrich IV. ge-stochen hat.

Darley oderDarby, (M.). Und so(1790)einen neuern, wahrscheinlich englischen Kupfer-stecher zu Paris , der um 177172. zwey HefteCarricaturen aus der alten und der neuen Welt,jedes von 24 Blättern (3 in die Breite), mit dem

Titel: Oric.itures - so veröl chaüies. 6ont-lemen, ^rtistes, etc. dann eine andre Folge vonTrophäen, sechs Marinen als ein Zeichenbuch, undüberdieß nach verschiedenen Meistern gestochenhat.

Darnedden, (Hans), war um die Mittedes XVII. Jahrh, fürstl. Baumeister zu Braun­ schweig .

Darnstedt , (I. G.), ein geschickter deutscher Kupferstecher der neuern Tage. Bereits auf derDresdner -Kunstausstellung von 1794. sah manvon ihm zwey gut behandelte Landschaften nachWagner. Damals schon erhielt er inMeuselsMuseum den Wink, sich ja in Acht zu nehmen,daß durch zu viele Meßarbeiten der Geist nichtverstiege, den man sonst in seinen Arbeiten wahr-L l