Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
270
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? 7 <> Delfiori.

* Delfiori, (Markus). S. Fiori, odervielmehr Nuzzi.

* Delfos, (A.), hieß Abraham, und warzeb. zu Leyden 1751. der Sohn eines ^Buchhänd-lers; auch arbeitete er viel für Buchhändler, da-neben aber nach mehrern niederländischen Künstlernund nach eigenen Zeichnungen etliche Blätter,von welchen eine : Inkeliciras publica in Hell-dunkel, einen Antipater und Polieuctes, ein Denk-mal zu Boerhave's Ehren, ein andres eines Herrnvan der Bergh (1757 ), und endlich auch dasjenigeanführt, was sein Schüler Peter de Mare nachihm geätzt hat, und, nebst ein Paar Bildnissen, ineinem Zeichenbuche von 3s. Blättern besteht. DieArbeiten von beyden finden sich bey den Buch-händlern Carl und Peter Delfos, Buchhändlernzu Leyden, vielleicht Abrahams Brudern oderSöhnen.

* Delft , auch Delff und Delphins,(Cornel, oderCornelJakob), des unten folg.Jakobdes altern Sohn, dessen im Lex. unter s. Vaters Art.Erwähnung geschieht. Dort befindet sich Z. 9. einDruckerfehler, wo es nämlich heissen sollte, daß«r des Cornelius Cornelisz Schüler gewesen sey.Mrc.

(Jakob), deraltere, den das Lexikon einen sehr guten Bildniß-maler um 1600. nennt, st. nach Vermander i6c>i,nach Houbracken hingegen schon 1577. Cornelund Rochus die Maler, und der unten folgendeWilhelm, der Stecher, warm dessen Söhne, sowie der gleich folgende Jakob sein Sohnssohn. Ls.

» der jüngere, des unten fol-genden Wilhelm« Sohn (also nicht Jakob Wil-helm, wie Rost V. 310- sagt), Maler und Kupfer-stecher. In beyden Künsten ward er (anfänglichwenigstens) von feinem Vater unterrichtet, undahmte dessen Manier so vollkommen nach, daßman oft beyder Werke mit einander verwechselt.Indessen eignet man fast allgemein dem Sohne eineFolge von Bildnissen königlicher und fürstlicherPersonen zu, welche, ohne Namen des Malersund Stechers, in der Manier des Vaters gearbeitetsind, und wovon Rost (l. «-.) und ^ 5 . 13. Blätter(ersirer sagt, die vorzüglichsten?) anführen.

-- (Joh. van), genannt Langjan, wirdvon Vermander unter die Schüler von CorneliusCornelisz gezahlt. Er zeigte eine große Anlage zurMalerey, starb aber sehr jung. Aksc.

(Niklaus Cornelisz). So nenntnach Vermander den Sohn des oben erwähntenCornelius Jakob, einen Glasmaler.

(Wilhelm), Jakob des ältern dritterSohn, geb. zu Delft 1530. (woraus Houbracke'soben angeführter Irrthum des frühern Todesjahrsfeines Vaters erhellet), lernte die Anfangsgründeder Kunst im väterlichen Hause; und wurde, un-geachtet er (nach Rost VIII 307.) selbst ein guterBildnißmaler war, dennoch mehr als Stecher,durch diejenigen bekannt, welche er nach seinemSchwiegervater M. Mireveld u. a. dann auch nachseinen eigenen Zeichnungen gestochen hatte, vonwelchen noch mehr Rost i. c. 30310. undam Beßten der Winklersche Katalog eine ziem-liche Anzahl verzeichnen. Als ein richtiger Zeichnerführte er den Grabstichel mit vieler Leichtigkeit,und seine meisten Blätter sind mit großer Nettig-keit ausgeführt. Ungeachtet er den Titel einesKupferstechers des Königes von England trug,glaubt man dennoch nicht, daß er selbst in Eng-land gewesen sey.

Delgorgue, ( ) ein Kupferstecher, der

für das X VIII. oder XIX. Heft des Lours bisto-rlgue et elementsir? cle keinture van Dycks Dild-niß, nach ihm selbst, gestochen hat. Im )Ums-nsel, «Zes Leaux-^rts von 1803. wird derselbeunter den damals in Paris lebenden Kupferstechernnicht genannt.

Delobel.

Delgrado, (Johann). So nennt einenspanischen Maler, der zu Madrid gearbeitet, undnach welchem Duchange eine kleine Madonna diPieta, ganzer Statur gestochen habe.

Deliberarore, (Niklaus). Ein alter Malervon Foligno . Im XXV. Th. der ^ntickitä piceneliest man, daß ehemals (jetzt vermuthlich nichtmehr) zu St. Francesco von Cagli eine sehr schöne,in iM. für uz. Golddukaten, von LNPererdiMazzaforre und M. Niklaus Deliberarorevon Foligno gemalte Tafel gestanden habe.Auchzu St. Venanzio von Camcrino" (sagt Lanzi I.361.)steht eine große Altartafel ganz auf Gold-grund, worinn Christus am Kreuze zwischen ver-schiedenen Heiligen abgebildet ist, nebst drey kleinenBeywerken von evangelische» Geschichten, mit derJnnschrift: Opus Mco/ar 1^80. den ich

für den nämlichen kslikl. Deliberarore oder diLiberarore halte. Der Styl darin» ist den letztenGiottischen ähnlich; und kaum ist es zweifelhaft,daß erwähnte zwey Künstler zu Florenz Unterrichterhielten," n. s. f.

Delignon, (Johann Ludwig), Stecher mitder Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Paris i? 55 . ein Schüler von Delaunay dem Aeltern,welcher mehrere Blätter für das Kabinet vonPoullain, die Galerie des Palais Royal , dieVo^sM pittoreske öe 1 a 6 reee, und die Oes-eription ^eu erale et partieuliere üe la krance, nebsteiner Menge Vignetten nach Marillier , Moreau, u. a.gestochen ^hat. Rost Vlll. 342. wo etliche einzeleseiner Blätter für die Galerie des Palais Royal angeführt sind. Ob es noch derselbe ist, der inneuern Tagen für das XXIII. Heft des IVluseekraueiois: Timocles vor Alexander, nach Domi-nichino's Gemälde und Molinchons Zeichnung ge-liefert hat, ist uns unbekannt. Im -Umauacb <lesLeaux-^rts von 1803. ist überhaupt kein Künstlerdieses Namens unter den damals zu Paris leben-den Kupferstechern verzeichnet.

Deligny, (Franz). So nennt L einen fransKupferstecher, der nach Casp.Dughet, Francisqueu. a. gearbeitet habe.

DeIinus, (Felix). Und so einen Baumeister,der in Diensten der Königin Christina von Schwe­ den gestanden, und nach welchem Nikl. Dorigniein großes Blatt: Das Leichengerüst erwähnterKönigin, gestochen habe.

* Dellarame, (Franz). S. obenDelaram,und im Lexikon Rame.

* Dellen. S. Deelen.

Dello, (Catherina). So nennt L eine Künst»lerin, welche Blätter für ein in i6n. zu Venedig erschienenes anatomisches Werk gestochen habe-

* ( ) der alte florentinische Maler

und Bildhauer. Derselbe war, nebst Ger. Star-nina, der erste, welcher den neuern italienischenStyl nach Spanien brachte, und gleich jenem dortgroße Ehre und Reichthümer erwarb, was vielleichtdie im Lexikon angeführte seltsame Mythe von dergoldenen Schürze, in welcher- er zu arbeitenpflegte, am Beßten erklären kann. Sein Bild mgrüner Erde bey St. Maria nuova zu Florenz ,stellte die Geschichte von Jsaak vor. Man kenntaber noch andre ähnliche, wahrscheinlich ebenfallsvon ihm, in einem freylich sehr rohen Styl, welchemehr an denjenigen von Buffalmacco als an

to's erinnert. Sein größtes Verdienst indessenbestand, wie schon das Lex. bemerkt, in kleinen Ge-mälden zu Zimerverzierungen,». s.f. /-a-r-Lr l. 44 ' 45 '

D elmleurrner, (I. P.). So nenntden Stecher eines Bildnisses Georg Wilhelms,Marggrafen von Brandenburg , zu Pferde.

* Delobel, (Niklaus). N führt nach ihmein Paar Bildnisse von R. Gaillard und Lardie»dem Sohn, und dann ein großes Blatt: Das wirFrankreich vereinigte Lothringen , von C. N- Cocymgestochen, an.