Desmarest.
bekannten Lord Bristol verfertigte er ein gräßlichesBild in Lebensgroße, den sterbenden Cato, der sichdie Eingeweide aus dem Leibe reißt, und jetzt nachdem Tode des Lords dem Künstler geblieben ist,der noch in seinen beßten Jahren im I. rZc>3 zuFlorenz lebte, und dessen gebildeten Geist, und —seine bey einem sonst ernsten Charakter, übrigensäusserst lebhafte Unterhaltung, der obcrwahnteKunstrichter eben so, wie sein Knnsttalent nichtgenug rühmen konnte. Allein zu Ende des ge-nannten Jahrs 1803- riß in Toscana ihn ein frühzei-tiger Tod dahin. FlorlHo III. 427. der von ihm, alssein beßtes in Rom gearbeitetes Gemälde, einenin dem Armen des schönen Theoxenus sterbendenPiudarus halt.
Desmarest, auch Dumareft, ( )
ebenfalls ein französischer Kupferstecher dieses Na-mens der neuesten Zeit, von welchem wir zwarnichts anzuführen wissen, der aber doch von be-deutendem Rufe seyn muß, da derselbe, öffentlichenBlattern zufolge, durch das Dekret der fränkischenRegierung vorn 2z. Jan 180z. z»m Mitgliede dervierten Klasse (der Schönen Künste) vierter Sektion(der Kupferstecherkunst) des National-Jnstituts zuParis erwählt wurde.
* Desmarreaup, auch Demarreau(Egidius), der Aeltere, Stecher in Crayon- undPastell-Manier, geb. zu Lüttich 1722. und gest.zu Paris , am Schlagfiusse 1776. als Pensionnairdes Königs. Im I. 1767. oder 6g. ward er,auf ein Blatt nach Cochin hin, das den Tod desbey einem Aufruhre verwundeten Lykurgs vorstellt,zum Mitgliede der Königl. Akademie der Malereyaufgenommen. Wie schon das Lexikon bemerkt,gehört er unter diejenigen, welche sich die Erfin-dung des Stechens in Zeichnungs-Manier zueig-neten ; und sicher gebührt ihm wenigstens der Ruhm,diese Kunst vervollkommnet zu haben. Er war einso fleissiger Künstler, daß sein Werk über 560.Blatter enthalt, von welchen Rost Vlll. 194—95.die vorzüglichsten anführt, die sowohl Bildnisse,als Geschichte, und selbst Landschaften in erwähn-ter und andern Manieren, nach Boucher, Cochin,Doyen, Houel, Stellaert und I. B. M. Pierre,zum Gegenstand haben, das erwähnte Receptions-stück seines Lykurgus aber immer sein Hauptblattblieb.
Despeches. 27^
zuerst soll erhoben haben (letztres Blatt v. Embrun be-endigt),gestochenhat. //. u.Mn. S. auchDumoirlm.
Desmouklns, ( ). So nennt auch
einen Maler, nach welchem G. Rousselet das Bild-niß von Lanequil le Fevre, und Bonnet theilseinzele Blatter von Thieren, theils ganze Hefte vonHunden, Katzen, Pferden, Eseln, Hahnen undVögeln sott gestochen haben.
Desnos. S. Denos.
Desnoyers, (August), einer der ersten (1306)zu Paris lebenden, und noch sehr jungen, Zeichnerund Kupferstecher, der bereits um iZoi. einenPreis in seiner Kunst erhielt. Von ihm kannteman schon vor ein Paar Jahren: Dadalus undJcarus nach Landon; die Hoffnung, die den Un-glücklichen bis zum Grab unterstützt, in punkrirterManier, nach Caraffe; Venus, welche den Amorentwaffnet, nach Robert Lefevre ; und les peniblesHclienx nach Hilaire le Dru , ebenfalls in punk-tirter Manier — ein Blatt, welches theils seinesinnern Werthes, theils der Zeitumstände wegen sehrviel Glück machte, und von Land on (AnnalenI. 287—89 ) ausführlich beschriebe» wird. Seitder Zeit indessen hat er sich an weit Höheres ge-wagt. Nach seinen und Jsabeys Zeichnungen er-schienen nämlich nicht nur 1805. die Bildnisse desKaisers Napoleons und dessen Familie in derHistoirs llu Lourormement , sondern von ihm istauch hauptsächlich das vortrcfiicheBlatt: I-, Vierte,ülts 1a belle jarcliniöre, nach Raphael, mit einemGeist und einer Kunst gestochen, welche derjenigenvon Edelink und andrer der größten Meister kaumweichen darf. „Wohl ohne Vergleich" (sagt dasZüricher - Journal für Litteratur und BunstI- 77 ) »das schönste und lieblichste unter denneuesten Produkten der Stecherkunst, das man ingewissem" (wahrscheinlich in jedem) „Sinn unta-delich nennen kann. Ein glänzender, kräftiger undzugleich in den feinern Theilen sehr zarter Grab-stichel, eine mannigfaltige u. doch harmonische Ab-wechslung der Töne, und eine liebvolle Vollen-dung aller, auch der kleinsten Theile, bezeugen dasgroße Talent des Künstlers," u. s. f. Auch imXXVII. Hefte des lVIusös I'rau^ois findet manvon ihm das vortrefliche Blatt eines antiken Amors,nach der Zeichnung von Jngrö.
— — — — der Jüngere, geb. zu Lüttich ,ein Neffe und Schüler des Obigen, arbeitete voll-kommen in derselben Manier, und trug den Na-men eines Kupferstechers des Königes, von demer auch ein Jahrgeld erhielt. Derselbe hat denVerlag seines Oheims beträchtlich vermehrt, undeinen Katalog davon drucken lasten. Rost VIII.196. führt von ihm: le klaisir innocont, und:le bloutcm clierl, dann zwey Jagdstücke, undeinen liegenden Amor der weint, Alles nach Huet,in vermischter Rothstein- und Schwarzkreidenmanieran. Im Almanaoli «los Ueaux-TLrts von 180z.wird er noch unter die zu Paris lebenden Kupfer-stecher gezählt. Auch in den llouvelies lles clrtsIV. 163. (also noch i 8 » 4 -) wird von ihm einApollo von, Belvedere, nach Grangers Zeichnungangeführt.
Desmoles, (Arnold), vermuthlich ein fran-zösischer Glasmaler; verfertigte die aus 20. Tafelnbestehende Fenstergemäldeder erzbischöflichen Haupt-kirche zu Auch, der Hauptstadt in Gascogne. Diemeisten darauf gemalte Figuren sind in natürlicherGröße vorgestellt, und die Hauptgegenstände sindaus den Geschichten des alten und neuen Testa-ments entlehnt. Alle diese Stücke sind richtig ge-zeichnet und von lebhaftem Colvrike. Sie wurden'Log. beendigt, le -Vret D. I. 6. iz.
Desm 0 ulins, (I. B. S. F.), ein französi-Aer Kupferstecher, der um 1775. nach Chatelet,i H. Robert, u. a. dann auch für die Vo^u^s pir-torssqus äe Xaplss, und eine Ansicht des Cratersvon Monte nuovo, so wie sich derselbe in 1538.
Deson, (P.), ein französischer Kupferätzer.Man kennt von ihm neben Anderm einen Plan vonder Stadt Dünkirchen . M-c.
Desoria, ( ) ein Künstler dieses Namens
Wird im TVmanscli clos Ilesux --Lrts von l8oz.als ein zu Evreux wohnender Maler genannt, undvon ihm neben Anderm ein Theseus angeführt,der das Schwerdt seines Vaters entdeckt.
* Desormeaux, (Johann Bapt ), lebte zuAnfang des XVIll. Jahrhunderts. Nach ihm hatDesplaces ein Mädchen mit einem Vogel (1716.)und Duchange (i 7>8 ) eine Diana gestochen, dieden Cupido entwaffnet.
*Desove , (Jakob). S. Geve, (Jakob de).
* Despax, (I. B-). ein Maler, den M-rillo III. 289 - einen der beßten Schüler von A.Rivalz nennt. Derselbe setzte sich zu Toulouse , undwar Mitglied der dort errichteten Akademie. Fr.Baour (?) hat nach ihm (1725.) das Dildniß PeterGondelin's, eines Gascognischen Dichters, undI F. Foulquier (abermals ein unbekannter Name)zu Toulouse , den Tod der St. Monica, ein Altar-blatt, gestochen, /-ü
Despeches, (Florent). So nennt //. einenKupferstecher, der zu den Zeiten des Abt vonMarolles lebte, und nach Raphael gearbeitethaben soll.
— — — — Und eben so hieß, dem Supple-ment im Lexikon zufolge, ein französischer Land-schaftmaler, der um 1760. zu Marseille arbeitete.
Nur