Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
279
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Desrai.

Staaten in Europa die Unkosten gemeinschaftlichtragen sollen." Redendem aber soll er (wir sagenes auf Gefahr des erwähnten flüchtigen Reiseberschreibers hin) ein erbärmlicher Historien- undMarinemaler seyn. Uebrigens bleibt es nun demLeser durch Vergleichung aller dieser mannigfal-tigen Notizzen überlassen, zu beurtheilen, ob unsreVermuthung der Identität des Gegenstands der-selben nicht begründet seyn dürfte? Das Peinliche,dem Leser, ohne eigene Schuld, so viel Verwor-renes vorzutragen, kennt man nur aus Er-fahrung.

Desrai, (I. B-). So neuntes, einen Künst-ler, von dem er vermuthet, daß er mit einemandern, den er frühcrhin Joh. Baptist Derrcynannte, Eine Person seyn möchte. Letztrer indessen(s. oben) scheint bloß Kupferstecher, und zwar vonganz andern Gegenständen gewesen zu seyn. NachDesrai nun führt er Bildnisse des Pabsts Clemens XIV . Kaiser Joseph II. u. s. f. von le Beau,dann Galanteriestücke von Berthe (?), Denys,Letellier (von diesem: 1 s Nombsa» 6s Voltairsfonüro^s) und Mixelle (?) an, und bemerkt end-lich, daß er hinwieder selbst, gemeinschaftlich mitDenys, einen guten Theil der von Grasset de6t. Tauveur edirten Lostumes sisils et actuslg6e tous les peuplss connus gestochen habe. S.unten auch Desruis.

Desrochers, (Franz). So nennt Füßli (Il.46.), wie wir denke», keinen andern, alsnach-stehnden Stephan Johandier, einen Künstler, der(in kleinerm Formale, als Bartolozzi und Duchange)aber mit einer besonders zarten und zierlichen Be-handlungsart in punktirter Manier Jupiter im Ge-nusse der Jo (wahrscheinlich nach Duchange) gesto-chen habe.

* (Stephan Johandier). Lschreibt Johaudier. Derselbe war von Lyon ge-bürtig Auch als Kupferstecher war er nicht ganzohne Verdienst, und arbeitete Einiges, selbst nachberühmten Meistern, das bey /?. angeführt ist.Was ihn aber vornämlich mehr bekannt als be-rühmt machte / ist sein in über zoo. Blättern derstchnder ftssneilÜLS Dorcrairg 6s?ersonne8, gui86 sont 6i8tiu^nss8 taut 6a»8 1e3 -zrms3 gneüa»8 >68 6sll68-l.sttre8 st Is8 ^rt.8 , comms s»88ii» Lamills fto^als 6e I'ranse et autrs8 Eoura

etrsrixörs8, welche er theils selbst, theils eineMenge junger Künstler, ohne Beysetzung ihresNamens, für seinen Verlag gestochen haben, undfreylich nachwärts durch ein ähnliches Unternehmenvon ganz andern» Gehalte (Ddieuvre's) in deröffentlichen Meinung (des guten Geschmacks näm-lich) wie billig, verdrängt wurden. Bey A. findetman übrigens das alphabetische Verzeichnis desganzen erwähnten Recueils, und noch Mehreres,nicht eigentlich darein Gehörendes, auf 17 Oktav-seiten eingetragen. S. auch den gleich vorstehndenArtikel.

Desrouledes, ( ). So wird im AI-

wsnach 6s8 6esux-Hrt8 von »ZoZ- ein damals>n Paris lebender Baumeister genannt.

Desruis, ( ). So nennt die Handschrift

meines sel. Vaters (vermuthlich irrig) den schonoben angeführten I. B. Desrai, nach welchemMftelle c?) in kemms trompee, und la ksminsvevZee, gestochen habe.

Dessale, (Madame), eine französische Künst-en»» der neuesten Zeit, wie es scheintSchülerü, vonN^g»ault, welche in dem Salon vom I. XII. vonihren Arbeiten ausgestellt hatte. Fiorillo III. 506.

Dessein, ( ) ein Baumeister, arbeitete

um »700. zu Stockholm . Imhof III. 94z.

Desseiue, (F.). So nennt einen Künst->tr, der: In I)s8sriptlon 6s l'ansisnns st 6s lanvuvells Home, avss 6e8 planslie8, ^raveegp»r 5. 2 Vol. ^r. »n-kol. pnblizirt(?)

Detournelle» 2^

Dessiennes, (A.). So nennt LandonAnnal. I. 289. einen, uns sonst unbekannten,französ. Künstler, der um rZor. das erste Heft vonnach der Natur gezeichneten Ltu6e8 6'Hrbres gab,welches als ein nützliches Werk für Schulen undangehnde Landschaftszeichner gerühmt, und vonNoel, Massole und Madame Lefevre in Crayon-Manier gestochen wurde.

Deßler, (Johann), ein Bildnißmaler zu Ak-tors bey Nürnberg um 1670. Doppelmayr S.119. Anmerk. cs.

Dessore, (Jakob). So nennt einenKünstler, nach welchem M. T. Roussel die vierTagsstunden, in Figuren vorgestellt, gestochenhabe.

Destouches, (Lorenz), ein Baumeister, ar-beitete zu Paris um 1745.

Desrours, (Mademois.), eine Künstlerinvon Paris , soll, nach )V. neben anderm vierLandschaften (anderwärts heißt es: auch Marinen)nach Hovel (wir wollen hoffe» Huel) gestochenhaben.

Desrriches, ( ). So wird im ^Ima-

nack 6e8 öeaux - )l.rt8 von »8oZ. ein damals inParis lebender Baumeister genannt.

Derournelle, (Athanasius ), Baumeisterzu Paris , Mitglied der dortigen ehemaligen Ge-sellschaft der Künste, geb. zu Paris »766 Vonseiner Jugendgeschichte ist uns nichts bekannt. Mansagt, daß ihn vornämlich der Direktor Carnot ge-hoben habe. Im I. I V. bearbeitete er, gemein-schaftlich init dem Maler Laraffe, einen Plan zueinem für den Eintrachtsplatz zu Paris bestimmtenDenkmale, wovon sich die Beschreibung und Ab-bildung im Umrisse bey Lands»! l. 2Z7. so wie(ebenda!. S. 265.) diejenige des Entwurfes voneinem für die Stadt Chartres bestimmten Denkmalezu Ehren der Vaterlands-Vertheidiger findet, wo-mit er unter zehn Concurrenten den dritten Preiserhielt. Ueberhaupt aber war dieser Künstler bis-dahin weniger noch durch seine Bauten, als durchverschiedene architektonische Werke von mehr undniinderm Belange bekannt. Zu den frühesten ge-hörten: Cüarpsnte 6s püi/ip/»e ste ^rcül^

teste vivsnt au rnilisu 6u XVI. 8iecls, ou-vra§s renn8 au jour 252. ans aprsa 8vn inven-tiori, »Zoo. und in dem nämlichen Jahr: Journalcl'^rsültecture, ?einturs st 8sulpturs, von wel-chem wir nicht wissen, daß solches fortgesetzt wor-den sey. Bald hernach hob er zwey wichtigereUnternehmungen an. Schon vor mehrern Jahrenhatte nämlich der Baumeister prieur eine Samm-lung aller Werke, die bey der Akademie der Bau-kunst den Preis erhielten (und womit dann iminepein Platz in der französ. Kunstschule zu Rom ver-knüpft war), ans Licht gestellt. Die Revolutionunterbrach dieses nützliche Werk, welches nunmehrDerournelles , in Gemeinschaft mit Allais undvaudoyer, nach einem vollkommnern Plan, undmit besser gearbeiteten Kupferstichen, unter demTitel: 6rau68 krix 6'/zrskitssture et autrssprc>6ustioli8 6e cet art, cc>uronrie3 psr l'Inatitutnational 6s?rancs, et par 6es 4ur^8 6u sftoix6e3 arti8tes et 6u Aouvsrnsmsnt fortsetzte, Wo-von bis »Zo-s. bereits 17. Hefte erschiene»« waren,deren jedes sechs Blätter um den äusserst mäßigenPreis von 5. Fr. (getuscht dann freylich für 25. Fr.)enthielt. Von ihm selbst sah man im 6. oder?. Heftdieser Sammlung den Entwurf einer Halle. Umdieselbe Zeit unternahin er gemeinschaftlich mitAllais, sslorinand und Tierry (den Stecherndesselben) ein zweytes Werk, welches unter demTitel: ftecueil 6'^rckltscturs allerley Entwürfebekannter französischer Baumeister, und nachund nach zwanzig Hefte zu sechs Blättern enthaltensollte, wovon bis iflo-s- ungefähr die Hälfte, umähnliche Preise, wie das erstre Werk, erschienenwar. In letztgenanntem Jahr endlich gab er: ls