Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
281
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D e u t n o m.

Deurechom oder Doerechum, (Johannund Lucas), Gebrüder, Knpferätzer aus einemStädtchen dieses Namens in Zütpfcn gebürtig.Man findet von 'Johann in O-ür/i/ ?IüE--o schoneLandtafeln, und von Lucas Historien. Eben sokennt man von beyden eine große 1585. zu Brüssel gestochene Frist in 32. Blättern, welche das Lei-chenbegängniß Kais. Karl V. vorstellen, und zurAufschrift führen: ^mplissimo Koo sppsrstu eto.I'ompa Lunebris klruxoliis a ltalatio s<l 0. 6u-«lulls: Pomplnm proL6Z8lt, cum ik. ttmp. ?üi-lippus Larolo V. 1!. f. ?arenti m<r-8tt88lmu8jusirc 8olvit; übrigens aber, seltsam , //ü,-. (7ocLmv. 1559. und wieder AÜMMSL K

/)cntcc,rm kecit, signirt sind. und /Mc.Christ führt diese Künstler S. >99. und 243. an.Duad schreibet ihnen irrig die Erfindung desKupferätzens zu. Von Lucas dann insbesondezs,will noch: Eine Folge von 14. Blättern ausdem N. Testamente nach N. Groening, und etlicheandre, ebenfalls biblischen Gegenstands nach Helnr.Palidanus kennen.

(Johann und Baptista), desObigen ältern Johanns Söhne, sollen, ebenfallsals Kupferstecher, zu Harlem gearbeitet, und 1614mehrere Blätter zu Iofi. Lynschoren's Reisen ge-stochen haben. //. und

Deuron. Dieser Künstlername findet sich aufeiner alten Paste (im Kabinette des Grafen vonLhoms im Haag), welch? vier vierspänige Magen,die um das Ziel eines Cirkus laufen, vorstellt./«üe/»r, Desor. üs stierres ^rNt'äes. p. 468. '

Deutschkander, ( ). So nennt L

einen schwedischen Maler, nach welchem er einPaar von C. Dergquist gestochene Bildnisse anfährt.

Dervailli, (Carl),^Malcr, Zeichner undBaumeister, geb. zu Paris i?zo. Sein Meisterwar sein natürliches Talent, welches er dann inRom zu vervollkommnen gieng. Dort malte er inGouache verschiedene Architckturarbeit, und selbsteinige Kirchen - Plafonds. Daneben gab er Ent-würfe für öffentliche und besondre Gebäude' Wiees scheint als Nebenarbeit zu seinem Vergnügen,kennt man auch ein bey Huguier erschienenes Heftvon 12.^ Vasen nach seiner Erfindung, vofi 'ihmselbst geätzt. Er lebte noch 1789 und gab damalsdie crsteJdee zu Errichtung eines Instituts, weiches,unter dem Titel der Gesellschaft der Kunst-freunde, dieselben sowohl als die Künstler selberzu gegenseitiger Unterstützung vereinigen sollte;eine Anstalt, welche noch auf den heutigen Tag bs-stcht, und wovon Landon (Annal.1. 19698)einen vollständigen Begriff giebt ,,'und den Stifterderselben einen berühmten Architekt heißt. In dem(llmsnacü ä?8 Lsaux-^rtü von iZoz. erscheint erunter den damals in Paris lebenden Künstlern nichtmehr; er müßte denn (woran wir aber des Altersund der Kunstgattung wegen zweifeln) der nachfol-gende seyn.

( ) vielleicht des obigen Sohn, dec.

in crmeldtem Almanach unttr den Landschafts-Marine- und Architektur-Malern, so wie auchunter denjenigen genannt wird, welche für dasNatioualmuseum der Natyrgeschichke arbeiteten,und den besondern Auftrag hatten, die berühmtePflanzen-Vogel-Insekten-Fische - und Thier-Ab-bildungen, unter dem bekannte»Namen OoUeotionüeOnston, Duo cl'0rloan3. fortzusetzen. In dieserlctztcrn Stelle war er Nachfolger von Marechal.,und hatte in dieser Eigenschaft (i8of) wesent-lichen Antheil an dem Prachtwerke der Menagerie<ln Klu8eum nscional cl'blmtoirs naturelle; ouI)s3cription et blistvlrs äes ^.rümaux gur ^vivear» c>u gui c>nt vecu» yar ülül. h,acepe<le,stuvier et 6eoffroi, die von Miger gestochen, undeben von u»serm Dewailli nach dem Leben ausge-malt wurden.

* Oewer, ( ) malte vortrefliche historische

Dhaulland. 281

und poetische Gegenstände. L. v. N). Vermuth-lich ist es der D- de verri des Lexikons, ^c.

Deyer, (R.). So nennt einen Maler,nach welchem P. Nolpe das Bildniß von Jak.Liras gestochen habe.

Deyle, (Johann), ein Bildniß- undEeschichtsrMaler, arbeitete um 1785. zu Augsburg .

* Dexnu»n oder De »n»m, (Joh BaptO.Unter diesem letzter« Namen sagt L von ihm,nach C. de Bie, daß er um 1651. m seinemVaterland die Hauptmannssielle einer Bürgercom-pagnid bekleidet habe. Nach ihm hat C. Wau-manns sein Bildniß gestochen.

Devsart oder Deyserr, (A.). Ein deut-scher Kupferstecher, der um 1710. zu Halle lebte,und einige Bildnisse, neben,andern (171z.) das von'M. Ernst Christ. Philippi, gestochen hat.

Depsinger, ( ) ssach diesem Maler hat

I. G. Hayd eine H. Familie in Schwarzkunst ge-schabt. Mc.

* D epfter, (Ludwig van), einer der geschick-testen niederländischen Künstler seiner Zeit. Der-selbe " (sagt ü)arelet) malte die Geschichte in einergroßen und weite« (Ku-^s) Manier, gab seinenKöpfen viel Charakter, ließ das Nackte unter denbreit wallenden Falten seiner Bekleidungen gut füh-len, hatte ein warmes und gewärtiges Colorit;-treu dem Rubenfifchen Grundsätze, häufte er seineLichter sehr,, und ließ seine Schatten nur schwachglasiren, so daß. man darinn überall den kaltenEindruck des Schutkgelben und des Gummi sah.Die Zauberkraft des Helldunkels hatte er ganz inne,,und brachte durch große Aufopferungen große Wir-kungen hervor (?). Alles ist a» seinen Merken inBewegung; und obschon dieselben mjt vieler Leich-tigkeit gemalt scheinen, so arbeitete er doch nichtsehr pronzpt, und nichts, ohne mehrere Einwürfevon dem nämlichen Gegenstände geyrgcht, und.denEntwurf corrckt auf die Leinwand gezeichnet znhaben; alsdann fieng er sogleich zu malen an.Uebrigens hatte er die unglückliche Neigung, sei-nen Fleiß in mehrern Künsten versuchen zu wollen:Er baute Orgeln, Klaviere, Violine, Wand- undTaschenuhren. Diese Zerstreuungen raubten ihmviele Zeit, schadeten seinem Glück, und zerstörtenes endlich, so daß er, um leben zu können, sichzuletzt genöthigt sah, seine Gemälde.bloß hinzu-werfen." Von seinen selbst geätzten Blätternkannten //. und Rost VI. 270. bloß.vier artige Land-schaften, welcher letztrcr sehr selten nennt. Da-gegen zählt' der äusserst kundige Bartfch in seinem^eintro öraveur P. V. 4556l. derselben achte,von denen aber eines mit dem Grabstichel gestochen,und zwey ohne Namen find, hält von ihrem Wer-the nicht viel besonderes, und bemerkt (sehr gut),ihre Seltenheit möge wohl daher rühren , daß manwenig darauf geachtet habe. Schwarzkunstblättervon diesem Künstler (deren auch das Lexikon er-mähnt) hat Barrsch, aller Nachforschungen unge-achtet , keines auffinden können.

- Dherbelot, ( )- Im Almanach äes

keaux-^rts von iZoZ- wird ein Künstler diesesNamens unter die damals zu Paris lebenden Bau-meister gezählt.

- DheuHand, (Wilhelm), geb. um 1700. undgest. zu Paris um I7?c>. Eine Handschrift meinessei. Vaters nennt ihn einen Architektur-Kupfer-stecher, der seiner festen Radirnadel und der schö-nen Farbe seiner Abdrücke wegen berühmt war.Dem Katalog von S. Ie Clerc (II. 150 ) zufolgearbeitete er Vieles in die Iüemc>irs8 äs

kennt von ihm einen Plan von Paris , nacheiner, wie man glaubt, zu Franz I. Zeiten gemach-ten Handzeichnmig mit der Feder, die sich auf derBibliothek von St. Viktor zu Paris , Dfieullandserwähnte Platte aber, nebst etlichen andern, aufdem dortigen Rathhause befinden sott.