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dessen Landschaften in den Sammlungen elnkgerLiebhaber angetroffen werden. Nach seiner Zeich-nung hat Chedel ein großes Blatt: Den Eintrittin die Höhle, oder das Purgatorium von St. Pa-trik in Jrrland, das man für die Pforte derHölle hielt, gestochen.
Dooms, (Peter), ein Kupferstecher, der nachC. Maratti eine H. Familie mit St. PhilippusNeri, u. s. w. gearbeitet hat. 6arrckc//mr.
Doornick, (Marc). Von einem Kupferstecherdieses Namens kennt man die Eroberungen derFranzosen über die Holländer, im I 167z. 7175 c.
Doort, (Paul van der), ein Kupferstecher;arbeitete um 1602. zu Antwerpen . 7175 c
* Dopsom, (Wilhelm). Man nannte ihn denenglischen Tinkoret. 7175 c.
Dor, (Johann Franz), ein französischer Glas-maler ; lernte bey dem jünger» le Clerc. Er maltedie Fenster des kleinen Klosters der Barfüsser zuParis und lebte um 1738- 7 c ^r'ei N. I. 0 .17.
* Dorbay, (Franz). Näheres über ihn, alsdas Lexikon hat, s. in d'Argensville Vies äesHculpteurs er Arekiteetes I. 373—79.
* — — ( ) dessen IM Lexikon unter dem
Art. seines obgenannten Vaters kürzlich gedachtwird, hieß Vliclaus, wqr Ritter des Ordens vonSt. Michel, Mitglied der Akademie der Baukunst,und starb 177,2. 6 z. I. alt /. c.
Dore, ( ) ein Frauenzimmer; malte um
1767. zu Paris charakteristische Köpfe. 7175 c.
D 0 rö, ( ) ein geschickter Schlösser-Meister
ru Paris , von welchem man in der Kirche St. Roch sehr künstlich verfertigtes Gitterwerk, von Eisen undKupfer zusammengesetzt, findet, welches eine vor-trefliche Wirkung thut. 7175 c.
Dorfmeister, (Joh. Evangelist), geb. zuWien 1741. malte Landschaften. Er starb 1765.Eines seiner Gemälde wird in der KK. Bilder-Ga-lerie aufbewahrt. Derselbe war ein Anverwandterdes nachfolgenden Johann Georgs D. dessenletztrer in seiner Selbstbiographie (Me u f. Misc.XXXIV. Zzr.) seiner edlen Gesinnungen wegen mitEhren gedenkt. 7175 c.
* — — — (Johann Georg). Seine
Eltern, gleich arm an Verstand und an Vermögen,hatten ihn zum Geistlichen bestimmt; aber seineLiebe zur Kunst drang durch. Sein erster Lehrer,Leithner, war sein Schwager; alsdann studirte ermit Eifer auf der Akademie. Lange beschäftigte ersich einzig mit Heiligen-Bildern. Das Grupp,dessen das Lexikon erwähnt, war seine erste wich-tige Arbeit. Alsdann widmete er sich eine kurzeZeit dem Münzwcsen, das er aber auf den Rathseiner Freunde bald verließ, und sich von da angänzlich der Bildhauerkunst widmete. Im 1 .1765.wurde er zum Mitglied der KK. Akademie erwählt.Sein Aufnahmsstück bestand in einer Gruppe vondrey Figuren in weichem Metall, welche die Lunamit dem Amor vorstellen, wie sie den schlafendenEndymion besuchen. Wie er dreymal bey Professor-Wahlen zurückgesetzt wurde, findet man, nebst vielAndern« sehr Anziehendein, und einem Verzeichnißeiniger seiner Arbeiten bis ,785 in seiner Selbst-biographie, mit Anmerkungen von parier, in M e Il-se ls Mrscell. XXIV. 22z—55- Unter den er-wähnten Arbeiten dürften zu den vorzüglichstengehören: Seine Bildsäule von St. Paul über derPforte des Barnabiten - Klosters in der Vorstadtzu Wien : Vier andre Statuen auf der Fa^ade derdortigen Karmeliter-Kirche auf der sogenanntenLeimgrube; eine kolossalische, mit einein Kind undAdler, die Natur vorstellend (?) im KK. Theresia-mnn; das Grabmal des Grafen von Grassalkowitzzu Grädoly in Ungarn , die Figuren aus Alabaster,die Ornamente von Komposition gegossen; ein
fünf Schuh hohes Kruzifix aus Alabaster zn Steinam Anger, in der Hauskapelle des Bischofs; dieganze innere Verzierung der Schloßkapelle zu Ofenin Ungarn , mit allen Statuen, u. s. f. Uebrigensist das eigentliche Verdienst unsers Künstlers, soviel wir wissen, bisher nirgends gewürdiget wor-den. Und daß namentlich Füßl«in seinen Aunst-Annalen (und zwar in einein eigentlich der Ge-schichte der Sculptur zu Wien in DorfmeistersZeiten gewidmeten Aufsätze) II. r—zr. desselbennur keine Erwähnung thut, einer- und anderseits,daß der Ehrenmann in seiner erwähnten Selbstbio-graphie sich über Hintansetzung in Vergleichungmit Matt. Fischer und einem gewissen Zauner(den die Geschichte weit besser kennt) beschwert, er-weckt uns eben kein günstiges Vorurkheil für denachten Gehalt seiner Kunst. Doch er starb 1787.hinterließ eine Frau mit sechs Kindern, und seineAsche ruhe somit im Frieden.
Dorfme ister, ( ) ein junger deutscherMaler.Nicht unwahrscheinlich Sohn eines der vorgenann-ten Künstler, der sich im Sommer ,802. in Pisnbefand. Nach einem I. Dorfmeister (wahrschein-lich dem unsrigen) hat ein uns Unbekannter dasBildniß der Mad. Vigano, als Terpsichore, inpunktirter Manier gestochen. 7175 c.
Dorges, ( ) ein Kupferstecher, der für
die VovaZe xittoresgus sie 1a 8uisss gearbeitethat. Mc.
Dorici, (Claudius), ein Maler zu Mecheln ,wird vonvermander in Haas Fredemans Lebens-beschreibung angeführt.
* Dorigny , (Carl und Thomas). Fiorillo(III. 106.) zählt sie bloß unter die sclavischen Nach-ahmer von Primaticcio.
* — — (Ludwig), der ältere Sohn von
Michel. Die ersten Anfangsgründe seiner Kunstlernte er im väterlichen Hause. Zu Rom studirteer fleifflg vier volle Jahre. Man zeigt von ihmviele Gemälde in dem Augustiner-Kloster zu Foligno .Während einer Reise durch Deutschland arbeiteteer manches Schätzbare für den Prinz Eugen vonSavojen, was noch heut zu Tage in Wien undPrag bewundert wird. Alsdann ließ er sich bekannt-lich auf immer zu Verona nieder. Da er ununter-brochen beschäftigt wurde, so erlangte er eure großeFertigkeit in der Fresko - Malerey, worinn er die(nur allzu-) leichte Manier des Solimcna zu errei-chen strebte. Seine Figuren sind correkt; aberseinen Charakteren fehlt es oft an Grazie undHoheit. Sein Hauptwerk ziert die große Kuppelzu Trident. Auch in Venedig sieht man Mehreresvon ihm; wie z B- in der dortigen Kirche S-Sylvestro. Seine in malerischem Styl geatzteBlätter findet man bey Rost VII. 364. verzeichnet.Fiorillo III. 4?2. II. i. 216.
* — — (Michel). LOarelet sagt von ihni:„ Er verdient kaum aus einer andern Ursache ge-nannt zu werden, als weil er eine Menge Werkeseines Schwiegersvaters Dorret (mit allen ihrenFehlern) durch seine Nadel verewigte. Die meistenseiner Blätter haben Härte, und diese ist durchden übrigen Geschmack derselben nicht gutgemacht-Zwölfe der erwähnten Blätter nach Douet führtRost VII. 139 an. Ferner kennt man von seinerHand eine Folge von 6. Bacchanalen, nach seinereigenen Erfindung u. a.
*— — (Niclans), Michels jüngerer Sohn-
Seine ersten Blätter waren bloße Aezarbeike» n"teiner magern Nadel und schlechten Auswahl derGegenstände- Wie sehr er aber Alles dieses wiedergut gemacht habe, ist auch dem geringsten Kunst-kenner bekannt. „ Er ist " (sagt Wareler wohl nntvollein Rechte) „einer der größten Stecher unterdenen, welche die Nadel mit dem Grabstichel ver-einigt haben, und nach Gerard Audra» als dererste im historischen Styl zu betrachten. SeineZeichnung war sehr gut, doch nicht ganz von w