Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
297
JPEG-Download
 

Dossi.

Maler, aber, wie Lanzi II. 2. szz. bemerkt,ganz von keiner Bedeutung, so baß seiner Arbeitnirgends namentlich Erwähnung geschieht.

* Dossi, (Johann Baptist), Dosso'sBruder,dessen im Lexikon unter des letzter» Namen Erwäh-nung geschieht, starb 1545. In Figuren blieb erunter dem Mittelmäßigen, und verdarb damit nichtselten die Meisterwerke seines Bruders, dem er beygroßen Arbeiten, oft gegen dessen Willen, behülf-lich war, so daß er darüber mit ihm öftersin Streit gerieth; wie ihn die Geschichte malt,überhaupt ein verschrobener Kerl an Leib und Seele;bann aber doch, wenn man Lomazzo glaubensoll, ein guter Landschaft - und Zierrathen-Maler,der sich in diesem Fache mit den Lotto , Gauden-zio, und selbst mit Giorgione und Litian messendurfte. Einige Proben seiner diesfälligen Kunstsollen sich noch im Pallaste der Legation zu Bologna und in der Villa Belriguardo befinden, /.ansi

II. s. 2Z0.

* (Thomas). Starb im ss. I. seinesAlters r?zo. Hkc.

* Dossier, (Michel), geb. zn Paris 1634.Derselbe war ein guter Stecher mit dem Grab-stichel, und sein Styl hatte Aehnlichkeit mit dem-jenigen der Drevets. Einige seiner Bildnisse so-wohl als historische Blatter, das erste von 1701.die letzten von 1742. datirt, führt Rost VIII.47-43. an. Sein Todesjahr ist uns unbekannt.

* ( ) der Bildhauer. Seine Statue

des Feuers, deren das Lexikon gedenkt, hat S.Thomaffin (in dessen Sammlung 93-) ge-stochen.

Dor, (R.). Wenn wir dem Katalog vonBrandes glauben sollen, so hätte dieser Malerauch gestochen; da er nämlich von ihm eine H.Familie, lediglich mit: R. vuäot kec. bezeichnet,anführt.

Dorekum. S- Deurekom.

*Doti oder Dorrt, (Franz). Er bauteauch um 1770. die Porta Roman« zu Bologna .

* Dorro, (Vincenz). Nach seiner Zeichnung

wurde um 1607. im Pallaste del Capitano zu Padua die schöne, mit ionischen Säulen verzierte Stiegegebaut, welche lange für das Weck des Palladiogehalten wurde. Und ebenfalls von ihm war derRiß zu dem Monte di Pieta , der an erwähntenPallast anstoßend ist. L-t. tr^-r. 151.

Doublet, (Ludwig), ein Kunstliebhaber, derum i7zr. lebte, und mehrere Bildnisse, neben an-dern! dasjenige von de Troy dem Vater, gestochenhat. Lasarr sec. Lrt.

(Mademois.). Unter den nach ihrgestochenen Bildnissen, führt die Handschrift mei-nes sel. Vaters diejenigen des Arztes Camille Fal-conets von Caylus, und des Abbe Crozats, beyMariette verlegt, an; dann eines des Grafen vonCaylus selber, ohne Namen des Stechers (woraussich ungefähr ihre Blüthczeit entnehmen läßr), fer-ner eines des Sekret. M. Doublets, welches sieselber gestochen hätte, und endlich dasjenige desMalers Franz de Troy, von Bachaumont, welcheletzt» beyde bey uns den Zweifel erregen, ob nichtetwa gar unsre Künstlerin mit dem vorstehndenLudwig Doublet Eine Person seyn, und wel-cher Irrthum etwa dabey walten mögte? Nochmüssen wir bemerken, daß der Gantkatalog vonBrandes zwey Blätter: lo Kaiser äe I'Hmourund ls Kaiser cie l'ümitie kennt, welche Janinet,nach einem Namens Doublet in Farben gesto-chen hat.

Doucer-Surrny, (Mad.). So wurde imAlmanach lies Keaux-Xrts von l8oz. eine da-mals in Paris lebende Miniatur- oder Emailma-lerin genannt.

Doux. 297

Dougrhy, (W.), ein englischer Künstler,der die Bildnisse von Sam. Johnson und Wilh.Mason, dann eine AriaVne, und ein schlafendesKind, Alles nach Reynolds, in Schwarzkunst ge-schabt hat. Tlksc.

Doustan. S. Dunstan.

* Douvens, (Johann Franz). Sein für dieGalerie zu Florenz selbst gemaltes Bildniß hat P.A. Pazzi gestochen.

-7- (I. A. v.). So nennt die Handschriftmeines sel. Vaters einen Maler, nach welchem M»Bernigeroth die Bildnisse verschiedener fürstlicherPersonen vom Hause Anhalt, und dann dasjenigedes Gottesgelehrten Bart. Bottsack gestochen habe.

* Douw, (Gerard).Die Idee einer kost-baren und gesuchten Vollendung" (sagt Warsler,neben Anderm von ihm) konnte in seinem Geistesich von der Idee der Vollkommenheit nicht abson,dern; er folgte ihr in seinen Werken stets, und esist wahrscheinlich, daß er in der Dunkelheit würdegeblieben seyn, wenn er eine leichte und geschwindeManier gesucht hätte. Dieser Künstler, dessenGemälde selten mehr als einen Fuß in der Höhehielten, hatte zuweilen fünf Lage nöthig, um eineHand zu verfertigen, und er gestand Sandrarten,daß ihm ein Besenstiel drey Tage Arbeit gekostethabe." (Von seiner Sorgfalt, daß solche, wederwahrend, noch nach Vollendung derselben keinenSchaden nehmen könne, spricht schon das Lexikon). Alles malte er nach der Natur. Um den Umrissender Gegenstände zu folgen, und ihre Verhältnissemit mehr Pünktlichkeit darzustellen, berrachtete er siedurch ein aus Seide gewebtes Gitterwerk von einergewissen Zahl von Vierecken; und die nämlicheZahl derselben zog er dann auf die Leinwand.Andremale bediente er sich eines Hohlspiegels,der ihm einen ähnlichen Dienst leistete. Anfangsmalte er Bildnisse nach dem Leben; aber seine aus-serordcntliche Langsamkeit machte die Sitzendenungeduldig. Er selbst ward es eben so müde, seinenFleiß zugleich mit der Aehnlichkeit, und mit derzierlichen Ausführung zu beschäftigen. Sein vor-trefliches Colorit ward indessen wie Descamp»bemerkt) nie durch die Arbeit zermartert; ein zu-gleich muntrer und kunstvoller Zug verbarg die mühe-samste Sorgfalt, und seine Werke hatten eben soviele Lebhaftigkeit in der Nähe als in der Ferne.Einzig begreift man, nachdem was wir gesagthaben, wohl, daß man bey ihm keine Wärmesuchen muß. Ein und dreyfflg nach ihm gestocheneBlatter (meist niederländische Costumestücke aus demgemeinen Leben) führen der Wmklersche und derBrandes'sche Katalog an, welche englische, nie-derländische, französische und deutsche Meister nachihm theils gestochen, theils in Schwarzkunst ge-schabt haben, von welchen letzter«: Oount ^Val-lenstine etc. von I. R Smith, und die Sourri-ciere von N. Verkoke, so wie von den erster,! dieveviäeuse (Douw's Mutter) von Wille, und desMalers eigenes Bildniß von Jngouf mit zu denschönsten gehören. Gute Beschreibungen von einDutzend seiner vorzüglichsten Gemälde, mit elen-den Abbildungen derselben im Umrisse, finden sich indem Nanuei äu klusee krsn<;ois dio. 6.

Dourven, (Heinrich), wird von Daurv S.izc». unter den Malern, die an dem Königl. Hofezu Koppenhagen gearbeitet, angeführt.

Doux, (C- L. le), ein Baumeister zu Parks.Nach dem siebenjährigen Kriege wurde er als Pen-sronnair nach Rom geschickt, und fand an der da-maligen Favoritin des Königes, Mad Dubarry,eine eifrige Gönnerin. Nach seiner Rückkehr wurdeder für sie gebaute sogenannte Pavillon de Luciennebey St. Germain, (auch, vielleicht sarcastuch, Lou-veclenne genannt) welches ungeheure Summenkostete, und den bizarren Geschmack des Künstlersvon Aussen mit den ausschweifenden Einfällen einerBnhlerin an den innern Verzierungen vereinigte.