Drabot.
St. Roch) in Kreidenmanier von Bonner , und end-lich ein Paar Bildnisse der Dichter Cyr. Bergerac,und Prosp. Iol. Crebillon's , letztres von Vradelgestochen,
Dvabot, ( ^). Ein Künstler dieses Namens
wird im Llmsnach' 6e8 Deaux - ^rt8 von iZoz.unter dex Rubrik der damals in Paris lebendenZeichner, ohne dessen Gattung zu benennen, an-geführt.
Drücke, (Nathariael), ein Maler zu London um 1750. Nach ihm hat R. Houston das Bild-nißvvn Arthur Wentwoort of Bnlmer, und Val.Grecn le Vielllarä en reöin^otte gestochen.
Draco) ( ^ ) ein italienischer Künstler. Mitig. großen Gemälden von ihm sah Gerning (»797)den üauptfaal der Königl. Bibliothek vossNeapelgeziert.
*Draghi, (JohannBaptist . Derselbe warein Schüler des Dominic Piola, von dem er einehurtige Manier lernte. „Nlebrigens war er" (sagtLanzi I. ZZy.) „der Urheber eines eigenen neuenStyls,. den er sich, ich weiß nicht in welchemLande zu eigen machte, öfters aber zu Parma , undam meisten zu Piacenza übte, wo er lange gelebt,ünd auch dort im I. 1772. 55 Jahr alt verstorbenwar. In seinen Werken entdeckte man Spurender bolognesischen sowohl als der parmesanischenManier; in den Köpfen aber , und in seiner Far-benausspendung, etwas durch aus Charakteristisches;und wenn er gleich schnell arbeitete, kann man ihmdeswegen keine Nachiaßigkeit vorwerfen. Miteiner, freylich bizarren, aber äussersten anziehndenLebhaftigkeit vereinigte er, hauptsächlich in seinen.Oclgemaiden, ein Studium von Zeichnung, vonLolvrit und von einem Relief, das von wirklicherMeisterhand zeugte." In Piacenza sieht man Meh-reres von ihm; wie z, B. seine Ermordung von St..Jakob bey den Franziskanern. seine St. Agnes imDome, zu St. Lorenz die Abbildung dieses Hei-lige», und dann ein sehr großes Werk, welches dieverschiedenen geistlichen -Orden von St AugustinsRegel vorstellt. Eine Arbeit im Pallaste Pallavi-cino zu Bnffato wird sehr gerühmt. In seinemGeburtsorte, Genua selber, arbeitete er höchstensfür einige Private.
Dr-usch, (Valentin), ein Edelsteinschneidecvon Augsburg ; arbeitete im XVII. Jahrhundertan dem bayerschen Hofe zu München , von StertenS. -sg6.
Drda, (Joseph), ein junger Künstler vonPrag , der im I. izo-f. für die Copie einer Zeich-nung des Direktor Berglers nach Raphael , vonder dortigen Gesellschaft patriotischer Kunstfreundeden dritten Schulpreis erlangt hatte. MenselArchiv IV. 19z.
. Drebbe! oder Drebber , (Cornelius),em Kupferstecher; arbeitete nach Heinrich Eolziusneben anderm: Sieben Blatter, die sieben freyenKünste, und eine Frau, welche zwey Knaben lesenlehrt. chkc.
Drebber , (A), ein Kupferstecher; arbeiteteum 1590. ebenfalls nach Zeichnungen von HeinrichGolsius. Man findet sein Monogramm bey ChristS 82. Fast aber vermuthen wir, daß er mitObi-Sem Einer und Derselbe seyn dürfte. A 7 §r.
* Drechsel, (Wolf). Sein Bilbniß vonAlbr. Dürer datirt sich von 1526.
Drechsler, (Johann), Blumenmaler undkeil 1787. Professor der Manufaktur-Zeichnungs-lchule zri Wien , anfangs Porzellanmaler, der abernachrvärts mit dem glücklichsten Erfolge nach Huy->unl und in dessen Manier arbeitete. Von letzten»finden sich Beweise in der Fürstl. LichtensteinischcnGalerie zu Wien ; von ersterm ebendas. in derSammlung des Kaufmanns Woelfel. Meus. II,
Drevet. 299
Dventwee, (Balduin), der Stammvaterdieses berühmten Geschlechts; ein künstlicher Gold-schmied in großer Arbeit; harte an mehrern Höfen,besonders an dem Marggräfl. Badischen, Vieles zuverfertigen.
* — — — (Philipp Jakob), der Aeltere,dessen im Lexikon unter dem Art. Abraham Drenttwet's gedacht wird, starb 1652.
Dreppe, ( ) ein Historien - und Seestück-
maler; Defrance, Historienmaler und Direktor,Aubee, Jagdenmaler und Direktor, Larour,Erwarb, Melürre, d'Artois, Tompay alleBildhauer, waren um 1730 Mitglieder der neuer-richteten Künstler - Akademie zu Lüttich .
— — ( ) des obigen Bruder, übte die
Kupferstecherkunst.
Dressier, (Johann Traugott), ein gebornecDresdner , bildete sich in der Schule des ProfessorsSchenau zum Miniaturmaler, und verfertigte,theils wohlgleichende Bildnisse, theils Kopien nachden Gemälden der Churfürst!. Galerie. In 1788.befand er sich auf Reisen. Nach seiner Zurückkunstsah man von ihm auf der Dresdner - Kunstausstel-lung von 1794. zwey gute Kopieen nach Pouffin;dann einen Amor, nach einem Pastelle von Mengs,welcher artig behandelt,, aber verzeichnet war, und«inPaar Bildnisse von ungleichem Werthe. Bellenund Mensel M Mus. 258 Von seinen spater»Schicksalen und Arbeiten ist uns^ weiter nichtsbekannt.
Drever, (Adrian van), ein niederländischerLandschaftsmaler, geb. um 1660. arbeitete in Eng-land. Man findet eine Winter-Landschaft von ihmin der KK. Bildergalerie zu Wien ; wahrscheinlichdieselbe, welche I. Boydel gestochen hat. Zweyandre Blatter nach ihm von I. Ph. le Bas: Aus-fichten von den beyden holländischen Dörfer»Santvliet (ebenfalls ein Winter, mir Schlittschuh-gängern) und Schevelingen, führt der winkler-sche Katalog an.
Dreves, ( ) zeichnete, in Gesellschaft
von Havne, die Kupfer zu dem prächtigen botani-schen Werke: . Okoix 668 plante« äe 1 'Kurope,5. Pom. svec 125. planekes, welches zu Anfangdes XIX. Jahrh, erschien, und 25. Rthlr. kostete.
* Drever, (Claudius), ein Bruderssoh»Peter Drevets des jüngern, dessen im Lexikon unterdem Namen der beyden Perers Erwähnung ge-schieht, geb. zu Lyon 171«. und gest. zu Paris 1763. nach andern erst r?8c>. was vielleicht dasrichtigere Datum ist, da es anderswo heißt, dasssein Kunstkabinet in 1782. öffentlich versteigertwurde. Derselbe hatte sich ebenfalls im Kupfer-stechen durch eine fleissige Behandlung ausgezeich-net. Rost VIII. ic>. führt von ihm etliche seinerBildnisse, meist nach Rigaud an. Eine Handschriftmeines sel. Vaters aber kennt, nebst mehrern der-selben , auch einige historische Blätter; wie z. B.ein Kruzifix in einer Landschaft nach le Brun, undeinen mit Dornen gekrönten Christ nach va» Dyck.
— (Peter), der Vater. Gest. zu Paris 17^9. (nicht 17-19. wie das Lexikon sagt). „Erwürde" (heißt es bey wareler, mit eben so vielWahrheit als Witze) „der Künstler seyn, der dasPortrait mit dem meisten Charakter, Leben undWildbeir" (wie Hevdenreich fir-nö wild genugübersetzt) „ aber zugleich in der feinsten und an-genehmsten Manier gestochen hatte, wofern ihn sei»Sohn nicht würde überkroffen haben " Rost VIII.5—5 führt 25. seiner vorzüglichsten Bildnisse, dannvon historischen Blattern einen Einzug Christi zuJerusalem nach Ant. Dien, und einen Heiland amKreuze (im Hintergrund die erwähnte Stadt) ohneNamen des Malers an. Zu seinen Meisterstückenunter den erstem werden gezahlt sei» Ludwig X I V. und Ludwig XV. (erstrer zumal), beyde in ganzer