Band 
Zweyter Theil [1].
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Zoo

D r e v e t.

Drouais.

Statur; der Prinz von Conti und der Graf vollToulouse > behandschuht und »»behandschuht; derErzbischof von Narbonne , de Beauveau; Boileau ;die Herzogin von Nemours ; der Kardinal Fleuri;der Herzog von Dillars, vor der Veränderung inder Unterschrift; der Maler Hyac. Rigaud , unddessen Mutter. Me nach Rigaud .

* Drever, (Peter), der Sohn.Man kenntvon ihm" (heißt es bey Wareler und Levesque)ein Blatt, das er in seinem dreyzehnten Jahregestochen: Die Auferstehung, nach dem FrereAndre, welches in manchen Theilen schon vollen-dete Stecher zur Verzweiflung bringen möchte.Man kann vielleicht herzhafter und freyer arbeiten,als er; man kann im Portraite Schraffirungen an-bringen, die mehr mechanisch sind, und sich über-haupt durch eine kühnere Behandlung auszeichnen;aber an Zartheit und reinlicher Vollendung ist dieserKünstler noch nie übertreffen worden. Man kannseine berühmte Bildnisse von Bossuet und Samuel Bernard , nach Rigaud , nie ohne Bewunderungbetrachten In dem erster», welches er in einemAlter von 26 I. verfertigt hatte, findet man weisseHaare, Fleisch, Hermelin, feine Leinwand, Spi-'tzen, Moire, Sammt, Goldfranzen, Holz mitEbenistenkunst bearbeitet, Bronze, Marmor, Pa-piere, u. s. f. jedes in verschicdnem, und dem ihmeigenen Charakter gestochen. Es ist gewiß, daßdieser Künstler, üm alles, was Gegenstand seinerKunst seyn kann, mit solcher Vollkommenheit aus-zudrücken, eine große Fertigkeit des Grabstichelshaben mußte; aber niemals bemühte er sich, damitbesonders Staat zu machen , wie es so Viele thun."Ueber seine historischen Blätter scheint uns (ebenso wie Rost VIII. 7. es findet) ein Urtheil vonttochin nicht ganz richtig zu seyn, wenigstens nochweit eher auf Edelink zu passen, wo es heißt:Dieselben sind in Rücksicht der Schönheit undFeinheit der Arbeit bewundernswürdig, aber fürden historischen Styl viel zu ausgearbeitet; dieFiguren scheinen von Bronze zu seyn," u. s f. Mansehe z. B. eines seiner Hauptblätter: Die Darstel-lung Christi im Tempel nach L. de Boullogne. EinDerzeichniß seiner wichtigsten Arbeiten (doch nichtüber zo. Blätter) findet sich bey Rost >. c. 79.Ein andres, unter den Handschriften meines sel.Vaters, hak diejenigen aller drey Drevers bis auf170. Stücke gebracht. Füßli I. » 25 - beurtheiltvon einem der beyden perer ein uns unbekanntesBlatt von Raphaels Verklarung, ungefähr in derGröße desjenigen von Lhomaffi'n, und aber (dakeiner derselben Italien gesehen) bloß nach einerZeichnung, oder (noch wahrscheinlicher^ nach einemder ältern Stiche dieses berühmten Gemäldes, sehrfein und zierlich ausgeführt, dem es aber dafüran der nöthigen Energie, und dem eigentlich Cha-raktistischen zu gebrechen schien.

Dkielst, (E- van). So wird in der Hand-schrift meines sel. Vaters, ohne Weiteres, einniederländischer Landschaftsmaler genannt.

Drolling, ( ). Ein Künstler dieses Na-

mens Wird im Hlmrmacü äes öeanx - Hrts voniZoz. unter den zu Paris lebenden Bildniß- undConversations - Stücke - Malern, und zwar beyFiorillo (III. 547.) als damals einer der ersten indieser Gattung genannt; dann aber freylich hinzu-gesetzt:Er arbeitet im Geschmacke von Grenze;allein es fehlt seinen Werken an Treue, undeben so sehr an der harmonischen Zusammensetzungder Farben, die man an den Niederländern bewun-dert, und welche er umsonst durch brillanten Far-benschmuck zu ersetzen sucht." Hinwieder heißt esin den dlouve»e8 cle8 ^rt8 IV. HZ. von seinenArbeiten auf der Ausstellung des J. Xlll..Die-selben sind mit Geiste componirt, und das Coloritist angenehm und durchsichtig." In oben erwähn-tem Almanach erscheint er dann unter den Malernfür die Porzelan-Manufaktur von Sevres .

* Droogsloor oder Droech - Sloor,

( ). Derselbe hieß I. L. nach Andern Iohan.

Ein Gemäld von ihm: Die Kranken, welche sichdem Teiche Bethesda zudrängen, in dem Kabinettedes H. Fischers in Potsdam , wovon sichetwas verschiedene größere Vorstellung in der Ga-lerie zu Salzdahlen befinden soll, wird in Men-sel s lI. Mus. S. 86. beschrieben. In der KK.Bildergalerie zu Wien findet man von ihm ein1630 verfertigtes Gemäld welches einen berühmtenZweykampf (?) vorstellt, ^c.

Droschschin, (. ). So wird im Russi­ schen

Hofkalender vom I. 1804. ein damals inSt. Petersburg lebender Bildnißmaler und Akade-miker genannt.

* Drouais , (Franz oder Franz Hubert), desNachfolgenden Sohn, starb 1776. Wahrscheinlichvon ihm heißt es bey Fiorillo III. Z5Z. und auchanderswo, daß seine Bildnisse zu sehr roth und weißgeschmückt erscheinen; und wird er überhaupt einKünstler genannt, der mehr durch seinen nachfol-genden Sohn (Ioh. (öermair) berühmt wordenwar. Ein Verzeichniß meines sei. Vaters führtnach ihm an die 20. Bildnisse an, von welchen1e8 Lnksn8 rle brsnce von Beauvarlet vorzüglichzu bemerken sind.

* (H.). Derselbe hieß (nicht Heinrich,wie ihn einige nennen, sondern) Hubert, undstarb 1767. Daulle hat nach ihm ein schönesBildniß der Madame Peliffler, von der Oper»gestochen.

(Johann German). Von diesem be-rühmten, leider allzufrüh verstorbenen Künstler,geb. zu Paris i?6z. wußten um i 78 -i- die öffent-lichen Blätter noch nichts weiter zu melden, als-freylich das Hauptsächliche: Daß er ein zwanzig-jähriger reicher Maler von 20,000. Livr. Renten,und ganz außerordentlichen Talenten sey." Allemneuere, besonders aus Italien : und Deutschland von Moriz und Hirt I. rZ2. und aus FiorillsIII. 46469. geschöpfte Nachrichten, setzen uns inden Stand, von ihm folgendes Näheres zu mel-den. Derselbe war der Sohn des oben erwähntenmittelmäßigen Malers , Franz Huberts, der sichindessen durch seine schmeichelhafte Bildnisse, be-sonders bey Damen sehr beliebt gemacht, und großeSummen erworben hatte.. Von diesem erhielt«den ersten Unterricht in der Kunst. Nach einige»Jahren, die er hierauf bey dem GeschichtsmalerBrenet zubrachte, und wo er bereits große Forl-schritte machte, kam er in Davids Schule. Hierarbeitete er nach strengern Grundsätzen, und sei»Genie nahm einen neuen Schwung. Schon imZ-178Z. wurde er zum Wetlkampfe um den große»Preis bey der Malerakademie zugelassen. DerGegenstand war die Parabel von dem verschwen-derschen Sohne. Allein seine Arbeit gefiel ÜBnicht; er zerschnitt sie und doch hatte ein abge-rissenes Stück von derselben die Bewunderu»-seines Lehrers erweckt:Gefällt Ihnen meineArbeit," erwiederte der Jüngling,so bin ich Wlänglich belohnt; im nächsten Jahr hoss ich esbesser zu machen." Er hielt Wort, und liefertenämlich bey der neuen Aufgabe der Akademie »o»» 784 - sein Cananäisches Weib zu den Füßen desHeilands, eines der vorzüglichsten Gemälde, d>eman seitPoussin's und le Sueur's Zeiten in Frank­ reich erblickt hatte, und womit er sich nicht nurden Preis, sondern den allgemeinen lautesten Jubel'selbst seiner Nebenbuhler so unzweydeutig erwarb,daß er von diesen, gleichsam im Triumphe, nachdem Haus seines Lehrers geführt wurde. (Gegen-wärtig steht dieses Bild zu Versailles , und genoßdie für neuere Künstler bisher wir glauben aus-schließliche Ehre, durch den Stich von D»va>und Massard in das XXX. Heft des dlusee stän-dig aufgenommen zu werden). Aber all'Erfolg machte den jungen Künstler nicht stolz, u»oer kannte nie ein höheres Bestreben, als sich

weiter auszubilden. Obgleich wohlhabend, odervielmehr eigentlich reich durch Erbschaft seines scyolängst verstorbenen Vaters, überließ er sich «nema>