Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
311
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D u m o u l i ii.

chenr Charpentier und Dupin gestochen haben,^rc.

Dumoulin, ( ) ein französischer Kupfer-

stecher; arbeitete an der Voya^s pittoreskeä Itslis. So z. B. gemeinschaftlich mit Dambrunund Racine: Die Entdeckung von Pompeij, denAusbruch des Vulkans bey Puzzuoli (1538 ) undeine Ansicht von Neapel , vom Schlosse St. Elmo;das zuerst genannte Blakt nach der Zeichnung vonDesprez . Mrc. (So, wie wir eben einsehen, offen-bar der nämliche Künstler, den wir oben, zu-folge, bereits unter dem Namen Desmoulins (I. B. S. F.) angeführt haben).

Duning, (Hermann). So nennt die Hand-schrift meines sel. Vaters, ohne weitere Notiz;,einen Kupferstecher.

Dunkarton, (Robert, geb. zu London .Basan (L6. See.) nennt ihn irrig Iones; einenglischer Maler und Schwarzkunsistecher um 1770-8z. der nach großen Meistern, wie z. B. nach I.

F. Barbieri, E Edwards, F. Parson, W- Pethers,

G. Romney, und B. West vortrefliche Blätter lie-ferte, von welchen namentlich die Gantkatalogevon Brandes und N)inkler seine Jünger vonEmaus, dann vier Blatter aus der GeschichteJosephs, alle nach Guercino ; ferner: 8isters con-templatlnA c>n lVlortaliry , nach Romney ; Arriaund Pätus und das Bildniß Lord Lyttletons, nachWest; dasjenige von Jon-Hanway, nach Edwards,». s. f. sehr schön nennen; wobey zugleich zu be-merken ist, daß hinwieder W Humphrey nach ihmdas Bildniß Dr. Arne's, mit Musik in der Hand,in Schwarzkunst geschabt habe.

* Dunker, (Balthasar Anton), nicht B.Adrian, wie das Supplement zum Ley. sagt,geb. zu Saal, einem Dorfe unweit Stralsnnd>7^6. lernte anfangs daselbst bey dem nachwärtsso berühmten Jak. Ph. Hackert, mit dem er als-dann (1765.) nach Paris gieng, und dort, zu-erst von Vie», dann von Halle Unterricht erhielt.Anfänglich wiedmete er sich dem Studium der Ge-schichtsmalerey, welches er aber, aus Mangelder von seinem durch Mißgeschick heruntergekom-menen Hause bisher genossenen Unterstützung , ver-ließ, und sich von da an bloß auf die Landschaftlegte. Endlich gab ihm Aliamet die erste Anleitungzum Kupferatzen, welches seither, nebst der Hand-zeichnung, sein eigentliches Fach blieb. In die-sem arbeitete er für Basan, Huquier, Mariette,Wille und andere; hierauf einige Zeit (1772.) zuBasel bey Ehr. von Mechel an der Düsseldorfer-Galerie , und endlich zu Bern bey Aberli an dessenSchweizer - Prospekten. Hier verheirathete er sichund erhielt (1775.) die Erlaubniß zu Erwerbungeines Bürgerrechts in dasigem Kanton. Dieses istdas Wesentliche der historischen Umstände aus deriu.füßll V. 13151. enthaltenen gutgeschriebenenSelbstbiographie dieses Künstlers, welche beson-ders in der Stelle (S. i4547) nachgelesen zuwerden verdient, wo der Verfasser dasTropfschlä-Sige einer ausschließenden Liebhaberey gewisserKunstdilettanten an bloßen Scizzen, nach Verdie-nen rüget; so wie hinwieder die schöne Elegie amSchlüsse auf Hallers Tod aller Ehren werth ist;da nämlich unser Künstlet schon früher auch an Ver-kochen in der Dichtkunst Geschmack gewonnen hatte.Mit Freudenberger unternahm er jetzt verschiedenetypographische Werke, und zumal, nach den Zeich-nungen desselben, das schöne: Heptamöron I'ran-

yois, 011 les dlouveUes <le hlarZuerits, Ueinsöe l^svsrre. Z Vol. 8- Karls 78182. und neueAusgabe körne 792. Eben so den Versuch einerweyen Übersetzung desselben, unter dem Titel:Romantische Erzählungen der Ronigin Mar-llritha von zJavarra (von Pros. Werthes) mits? Kpf.u.zz. Vign-8-Bern7y i. Der Name seinerpostumes lies moeurs et 6e l'esprit cles kran^oisuv»nt Ig kevolntion, ^ravees en carricaturs^96. Blatter) 4. ftyon (kerne) 791 hienachst>var freylich bloß seinen Kupfern zu Merciers Ge-

Dunouy. zrr

mälde von Paris , von dem Verleger als einneuer Titel umgehängt. Dann gab er: krmc-ipss

«ln Oessin cles pgysa^es, avec 6. planckss LI'ean forte, pol. kerne 792. und in neuern Tagenseinen: politischen Courier (oder Figuren-Zeirung) in Rupfern, gezeichnet und'geätztvonDunker, lo Hefte, mit 4».Kupf. 4. Bern7^8-8oo. welche aber leider das Thier dieserjämmerlichen Zeit an der Stirne wagen. Zuseinen übrigen beßten Arbeiten gehören: Ein Heftvon zwölf Blättern, mit der Amschrift: kivre 6stlikkersns sujets äs fi§nres st ä'^mmaux 6'apres

H. koos , van 6er lWes et aurres; dann 6.Blätter Aussichten von Rom , 12. von Sizilien und4. von Livorno , und r. Vus cle l'L^lise 6e 8t.Pierre 6e Home, prise cie konte Nolls, nachJ.PH. Hackert, von ihm geätzt, u. letztres von Volspato, die Aussichten von Livorno aber von Sich-lern mit dem Grabstichel beendigt; ähnlich mit Eich,lern gemeinschaftlich bearbeitet: ls petite kamills8ulsse, nach Freudenberger, und endlich das vor,züglich schön colorirte Blatt: Edaine ües /Upes,vus äepnis les environs 6e 6 rne, Nach Studer.Noch einige einzele Blatter von ihm finden sichbey Rost (II. 28687.), mehrere aber nach P.Breughel, duJardin, G. Metzu, Ostade , Power,Stalbent, Teniers und Wouwermanns, in einerHandschrift meines sel. Vaters verzeichnet, so wiehinwieder Geyser, Masquellier und Schellenbergeiniges, doch nicht sehr Bedeutendes, nach ihmgestochen haben Er lebte noch in Bern ,306. wovon Zeit zu Zeit neue Arbeiten von ihm das Ge-präge seiner geistvollen Jugend trugen SeineRadirnadcl zumal, wird immerhin unter die leben-digsten und wärmsten neuerer Kunst gezählt wer-den. Dieser Künstler machte sich endlich auch alsSchriftsteller bekannt. So hat man von ihm ; B.Z. Bändchen kleinw launigter Schriften, 8. Bern78285. betitelt: Schriften B-A. D-der dritte:Doktor Luther auf dem Abtritte; ein In-termezzo; was uns freylich nicht als so witzigerschien, wie seine Einladung eines Bauer - Herrnan einen Künstler, um seine Familie zu malen, diSsich mit dem köstlichen Suinmarum-schließt:

ZZald hätt' ich es vergessen:

Er kann auch mit mir essen.

Alle drey sind mit, von ihm selbst gezeichnet - undgestochenen Vignetten geziert. Um 1791. gedachteer auch eine Uebersetznng von ich HorazischenOden, mit Verzierungen nach antiken Steinen11. s. f ans Licht zu stellen, welche aber, so wenigals seine in 1736. angekündigte Prachtausgabevon Hallers Gedichten niemals erschienen war.Dagegen gab er 1796. den kurzen historisch topo-graphischen Text zu den vonS-Weibel geätzten ichAussichten im Oberlande. Ueber die obcrzähltenund andre seiner mannigfaltigen Kunstproduktefinden sich lescnswerthe Nokizzen in MeuselsMuseum II. 27-29. »nd 4546 dann im MMus.427-62 (allzu-ausführlich) überseinHep-tameron, und das Umfassendste in der Kürze, inden lsl. Miscell. V. 54955- Noch andres end-lich ilN Journal k. bilüenlle Xünste II. 14652.

Dunker, ( ) geb. zu Wien , arbeitete um

i?85. als Hofbildhauer zu St. Petersburg , undwar zugleich ein geschickter Musiv-Arbeiter. InMeusels Miscell. XI. 276. heißt es von ihm:» Derselbe hak für die neuen Gebäude der KaiserinElisabeth zu Sarascoeselo und Peterhof u. s f. alleBildhauer-Verzierungen gut modellirt, und danndurch russische Untermeister ausführen lassen, selbstaber wenig oder nichts ausgearbeitet." Bernouillr(V. r8l.) kennt ihn schon um 177Y. in Russisch -Kaiser!. Diensten, nennt ihn aber schlechtweg einen Bildschnitzler.

Dunouy, ( ). Ein Künstler dieses Ha-

mens wird im Hlm-mack lies Kesux-/Zrts voni8oz. unter die damals in Paris lebenden Land-schaftsmaler gezählt. Schöne Arbeit von ihm sahman auf der dortigen Kunstausstellung vom J. IX.