Z2v Eckstein.
aus Mecklenburg gebürtig. Um 1775. verfertigteer zu Berlin Figuren aus einer von Wachs undandern Ingredienzien gemachten Komposition innatürlichen Farben. Neben Anderm bildete er denKönig zu Pferde, in seiner gewöhnlichen Stellungund Kleidung, in der Proportion von drey bis vierFuß hoch; dann die Auferstehung des Lazürus,u. s. f. Hienächst arbeitete er an den Modellen inder dortigen Porzellan-Fabrike. Auch siehet manvon ihm Figuren an dem neuen Schlosse zu Pots dam . Dann malte er ferner mit panischem Wachs tDie Familie des Darms vor dem Alexander. ^ Undendlich kennt man von ihm verschiedene Blatter;wie z. B. eben auch den König zu Pferde, mit derUnterschrift: krlllerlous— bello 6 t pscs IVIa^nus;dann das Bildniß des Buchdruckers Hartwick, u.a.Meusel.
* Eckstein, ( ) der Frcskomaler, bey
dessen Namen im Lexikon auf seinen Schüler G. D.Goetz verwiesen wird, arbeitete zu Nürnberg .
* Ecman oder Eckmann, (Eduard), geb.zu Mecheln 1658- Neben anderm copirte er nachCallot ein Buch von Figuren, mit der Feder zuzeichnen, von welchem eben das Lex. nach pa-pillon so viel Gutes sagt. Mit demselben Lobebelegt dieser eines seiner Blätter: Das Feuer-werk auf dem Arno, und andre seinen Fächer,beyde ebenfalls nach Callot . Rost VI. 74.
Ecuyer, ( ) Baumeister und Ritter des
Sr. Michael-Ordens; lebte um 1765. zu Paris .
* Edelink, (Geracd), geb. zu Antwerpen 1649. (nicht 1627. wie Rost VI. rZo. sagt). VonColbert ward er nach Paris berufen, wo er sich um1665. niederließ, von Ludwig X VI. eine Wohnungbey den Gobelins, nebst mehrern Gunstbezeugun-gen erhielt, und in die Maler-Akademie aufge-nommen ward. Einfach in seinen Sitten, und da-her äusserst genügsam, verlangte er, als der Hofwissen wollte, welche Belohnung er sich für dasBlatt seiner H. Familie nach Raphael wünsche?nichts, als: Küster bey seiner Pfarrkirche zuseyn. Alles Höhere gewährte ihm das bescheideneSelbstgefühl seines wohlerworbenen Rufes. Ma-reler und l'Evesque charakterisiren seine Kunst,wie folgt: » Man erkennt an ihm den Landsman»jener berühmten Stecher, welche Schüler vonRubens waren. Seine zugleich kühne und zarteArbeit (nicht zuweilen wilde und preciöse,wie es Hexdeirreich giebt) kündigt ein tiefes Ge-fühl der Farbe an.. Sein Stichel ist fleissiger, alsder von Vorsiermann und Bolswerth, ohne des-wegen minder malerisch zu seyn; aber dieser Fleißartete bey ihm nie in Kleinlichkeit aus, und brauchtenicht die Länge der Zeit, welche die Stecher vonheut zu Tage verwenden, die sie ihrer Kunst über-drüßig macht, und die Kälte zum Gefolge hat.Die Größe und die Anzahl seiner Blätter beweisenseine erstaunliche Leichtigkeit. Man werfe nur einenflüchtigen Blick auf seine büßende Magdalena(das Bildniß der Frau de la Valiere) nach leVrun, und man bewundert darin die Wirkung,den Ausdruck, die Reinlichkeit; man betrachte sieaufmerksamer, und man ist erstaunt über die Kühn-heit der Behandlung, welche eben jenen Hauch vonLeben darüber verbreitet. Dieses Geheimniß scheintfür die Stecher mit dem Grabstichel mit ihm ge-storben zu seyn. Le Brun erscheint in diesem Blattals ein großer Coloriste, und man muß gestehen,daß dieser so vortrefliche Maler in Edelinks undAudrans Uebertragungen noch Vollkommenheitenerhält, die ihm fehlten. Edelink machte nichtsMittelmäßiges; überall ist Geist und Wärme.Unter seine Meisterstücke zählt man: Die H. Fa-milie nach Raphael; die Familie des Darmsvor Alexander, die erwähnte Magdalena, unddasAreuZmir denEngeln, alle drey nach le Brun;dann die Bildnisse von Desjardin, nachRigaud;le Brun, nach Largilliere ; Rigaud und Cbam.pagne, nach ihnen; welchem letztem (1676. datirt)
Edlinger.
er selbst vor allen seinen Blättern den Vorzug gab.Seine H. Familie wird mehr gerühmt, als allesübrige, weil es das erste Werk ist, wodurch seinRuhm gegründet ward. Als nachwärls der Künstlnsich selbst übertraf, fuhr man fort, dieses Lob zuwiederholen, welches man zuerst einem Stiche bey-gelegt hat, der in der That von großer" (wir be-haupten noch jetzt, unübertroffener) »Schön-heit " (ohne Einen Mangel) »ist." Rost l- c. izg-36. führt 67. von Edelinks vorzüglichsten Blat-tern, ein Verzeichnis meines sel. Vaters aber,theils von ihm, theils von seinem Bruder undSohne 231. (die meisten jedoch von Gerard) an.Der winklersche Katalog dann enthalt und beur-theilt an die 120. seiner Bildnisse. Die histori-schen finden sich in eben demselben zahlreich, zer-streut , unter den Malern. Füßli endlich nennt (I.269 70.) unter seinen beßten Blattern ganz besondersauch diejcnigeH. Familie nach Maratti, wo Josephdem Knaben Jesus Blumen bringt, welche nach-wärts auch Frey und Bartolozzi so schön, aberkeiner so meisterhaft, wie Edeiink, gestochen hätten.
* Edelink, (Johann), Gerards jüngererBruder (wie ihn Rost nämlich, doch wahrschein-lich irrig nennt, weil er freylich, allen übrigenNachrichten entgegen, das Geburtsjahr des älternin 1627. und nun Johann's seines um i6zo. setzt),gieng von seiner Vaterstadt Antwerpen ebenfallsnach Paris , lebte mit seinem Bruder, und starbdort vor demselben. Er ward zu verschiedenenWerken gebraucht, und gab neben anderm dieStarüen im Parke zu Versailles . Gerardon suchteer zwar nachzuahmen, erreichte ihn aber nicht,weder in der Richtigkeit der Zeichnung, noch inder mechanischen Behandlung seiner Arbeit, vonwelcher Rost VI. ,89 ein schönes und seltenesBildniß des Anatomikers I. deÄiemerbrocck, nachR. de Hooghe, Maria sitzend, die den Rock Christihält (ein eben so schönes und seltenes Blatt ohneNamen des Malers), und dann besonders eineSündfluth nach Alex. Turchi, ein sehr geschätztesStück anführt, von welchem indessen behauptetwird, daß ihm sein Bruder Vieles daran geholfenhabe.
— — (I- Fr.). Mit diesem Namen ist einBildniß des Pfarrherrn R. Chapeau nach Mad.Brenet bezeichnet.
* — — (Niklaus), Gerards Sohn, geb. zuParis um 1680 Derselbe suchte ebenfalls seinemVater nachzuahmen, aber mit geringem Erfolge.Er brachte einige Zeit in Italien zu, und arbeitetenachwärts zu Paris , wo"er um 1766. (sagt Rost1802!) noch lebte, und mehrere Bildnisse und An-deres, wie z. V. eine Madonna mit dem Kinde,nach Correggio , für das Kabinet Crozat, u. s. f>(das letztgenannte Blatt zu Venedig ) gestochenhat. Rost VI. 180. M'-Me»-.
* Edesia, auch Edessa, (Andrino da).
Sein Name scheint eher auf einen fremden Ursprungzu deuten. Ihm und seiner Schule schreibt manübrigens in Pavia einige Freskogemälde in St.Martino zu, welche in keinem Übeln Geschmacke,und besser colorirt, als hingegen die Arbeiten derdamaligen Florentiner sind Lau-:- II. 589 — 9 "'Auch anderwärts sollen sich noch Spuren vonseiner Kunst finden. S. DotiLie öelle
kittnrs oto. ä'ltalia p. Hi- u. s. f. Florist» II-554. endlich vermuthet, er dürfte auch, nebenGivtto, im Pallaste des Azzo Visconti zu Mastland gearbeitet haben. Er lebte noch um iZL"'
1. c.
Edie. S. Edxe.
Edlinger oder Eglinger, (Joh Georg),Maler, gebürtig von Gratz in Stcyermark; studirleum 1770. in der Akademie zu München , und nachDemaröes Gemälden. Derselbe verdient unterden deuschen Bildnißmalern seines Zeitalters einenvorzüglichen Platz. Er arbeitete um 1730. in einem