Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
321
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Edridrige.

All« von etwa 40. I. zu Augsburg ; dann für denEhurfürstl. Pfalz-Bayerschen Hof zu München ,u s. f. »Er malt" (hecht es bey Menseljssliscell. XiH. 4647.)in einem warmen vor-rresiichen Colorit, und weiß dabey die Abweichungseiner linden Schatten in ein so richtiges Verhält-niß zu setzen, daß das Hauptlicht »«gemeine Wir-kung thut." Eben so sehr werden dann dort seineDrapperien, seine Stellungen, die Aehnlichkeitseiner Bildnisse, und daneben seine Begierde, sichimmer mehr zu vervollkommnen, und endlichdie Krone alle dessen seine Bescheidenheit ge-rühmt,so daß" (liest man l. c.)der Churfürstbeym ersten Fortgehen zu ihm sagte: Er kann mehr,als Er weiß"! Er lebte noch 1739. Von seinenfernen Schicksalen ist uns nichts bekannt.

Edridrige, (Heinrich), ein (1736.) jungerenglischer Künstler, von dem uns aber nichts weiterbekannt ist, als daß derselbe damals in der Aka-demie zu London studirt und einen Zeichnungs-preis gewonnen habe.

Edeer, (Caspar), Bischöflich-Bambergischergeheimer Kanzlist, geb. zu Bamberg ; besaß imSchraffieren mit der Feder, sowohl in Bildnissenals in andern Vorstellungen, eine vorzügliche Ge-schicklichkeit. Er lebte um 1773. Mensel I.

* Edwards, (E.). Der Katalog von Bran-des nennt ihn Eduard. Nach ihm kennt maneine den Ursprung der Marine-Societät betreffendeAllegorie von Hall; dann, von ebendemselben undGrignion gemeinschaftlich, ein Blatt aus der engli-schen Geschichte; Cordelia von C. White, ein sehrschönes Bildniß Jonas Hanway's , Esq. von R.Dunkarton geschabt, hauptsächlich aber: DieZusammenkunft Heinrich VlII. und Franz I. zuPferde auf dem Champ d'Or, im Jun. 1520.nach einem alten, wie es scheint von Edwardscopirken Gemälde in Wiudsor-Castle, gestochen vonI-Basire, welches, beyläufig zusagen, das größtebisherige Blatt seyn soll, das jemals auf EinerKupfertafel erschienen ist. Der Ritter JosephAgloffe begleitete dasselbe mit einer Beschreibungvon 45. S. 4 t». Sranäe! und IHn.

Edpe oder Ed ie, (I. W). So nenntBasan (L<j. See.) einen englischen Maler undKupferstecher, den er für einen Schüler von Pol-iard hält, und welcher in desselben Manier Ma-rinen geätzt habe.

Eelsen oder Evelsen, (I. E.). Wir hal-ten Evelsen für den richtigern Namen. Ein eng-sicher Maler, nach welchem F A. Aveline: 1smusieieu espaAnol gestochen hat.

* Eerion. S. Aenon. Zufolge des VII.Epigr. vom Theokrit soll derselbe nämlich «inenAesculap aus Cedernholz geschnitzt haben.

Egel!, (Augustin), vermuthlich Paul EgellsSohn; arbeitete um i?75. in gleicher Kunst andem Churpfalzischen Hofe. Er malte auch zu sei-nem Vergnügen historische Gegenstände. D/rc.

(Heinrich), Augustins Sohn, legte sichm>t glücklichem Erfolge auf die Geschichtsmalerey.Ec.

Egensviller. S. Eggenschweiler.

Eggebrechr, (Carl Friedrich), geb. zuMeisten 1752. Landschaftszeichner und Bildhauerzu Leipzig um 1739. Mensel II.

Eggenbeck, ( ) ein Bildnißmaler zu

Hamburg . C. Fritsch hat nach ihm mehrere Bild-nisse dortiger angesehener Personen gestochen,

Eggenschweiler, ( ) gebürtig von

Soiorhurn in der Schweiz . Derselbe wird imäes Leaux - ^rts von iZoz. Egens-Viller genannt, und erscheint unter den damalsiu Paris lebenden Bildhauern. Im I. 1804.schenkte er seiner Vaterstadt das Basrelief, durch

Ehinger. zri

welches er im I. X. den großen Preis der Bild,Hauerkunst erlangt hatte. Der Gegenstand war.-Cleobis und Biton, welche ihre Mutter im Wagennach dem Tempel der Juno führen. Landon ach,tete diese Arbeit der Ehre werth, in seinen An-nalen (IV. 70.) beschrieben und abgebildet zu wer-den. Seither gieng er als Zögling der französischen Akademie nach Rom ; und man sah von ihm aufder dortigen Kunstausstellung von 1305. einenHymen, Figur unter Lebensgröße, und eineCopieim Kleinen von (wohl Thorwaldson's?) Jason.

Egg er, ( ) ein deutscher Kupferstecher,

gab, vereint mit Neidl, im I. 130z. im Frauen-holz. Verlage ein Zeichenbuch für Damen, nachden Zeichnungen von Füger und Cauzig.

Eggers, (B.), hieß Barrholome, undwar von Amsterdam gebürtig. Er kam 1637. nachBerlin , nachdem er schon lange zuvor für diesenHof gearbeitet hatte. Jede von den im Lexikonbemerkten Statüen ward ihm mit 700. Rthlr.bezahlt. M-c.

Eggerr, ( )ein Bildhauer zu Danzig ;erhielt zu London für ein Basrelief von Alabaster,welches die Aufopferung der Jphigenia vorstellte,einen Preis. Dieser Künstler zierte auch den Ein-gang zum Rathhause in Danzig . Er starb sehrjung. Bernouilll II. 854 -

Eggi mann, ( ) ein Kunstdilettante in

Bern . Auf der dortigen Ausstellung von 1804.sah man von ihm einige Zeichnungen von derausser» Gestalt sowohl als der innern Einrichtungeiner Stempelmaschiene. Meus. Arch. IV. 64.

Egl», (David), gebürtig von Wald im Schwei-zer - Kanton Zürich, Schüler von I. Pfenninger.Auf der Zürcher - Kunstausstellung vom I. 1805.sah man von ihm: Ein Bildniß in schwarzer Kreidegezeichnet, und eine wohlgerathene getuschte Copievon Bitthäufers Abendmal nach da Vinci.

Eglinger. S. Edlinger.

* Egmonr, (Justus van). Nach Einigenstarb dieser Künstler schon 1657. Die Beschrei,bung einer von ihm gemalten St. Cacilia in demKabinette des H. Kaufmann Fischers zu Potsdam s. in Mensel'« kd. Mus. S. ioc>. Ein Der,zeichniß meines sel. Vaters führt an die so. nachrhm zwischen den I. 164z. und 66. gestochene Bild-nisse, dann St. Franzisc in Betrachtung, von B.Bruant u. s. f. an. Auch derWinklersche Katalogkennt nach ihm etliche Bildnisse der Könige Ludwig XIII . und XI V. von I. Falk, dann eine gekrönteMadonna von G. Valk, und einen Romulus und Remus von der Wölfin gesäugt, von einem Unge-nannten gestochen.

Egogui, (Ambrosius). So nennt Lanzi ll.420. einen mailändischen Maler, von dem mannoch eine schöne Arbeit, mit 1527. datirt, in daVinci's Geschmack, zu Nerviano finde.

Ehenswaerd oder Ehrnswaerd, ( )ein schwedischer Kupferstecher, ist durch das Bild-niß des berühmten Arzts C. Linnäus bekannt. S.unten auch Ebrenswerd.

Ehinger, (Elias). So heißt ein Kupfer-stecher, von dem man ein Bildniß Barch. Stap-pcl's, nach I. Weidner kennt. S. auch denfolgenden Artikel.

* (Gabriel). Ein Verzeichnis meinessel. Vaters führt von ihm, nebst ein Paar Bild-nissen nach Beyschlag: Saul, der die Wahrsagerinbefragt, und einen Diogen der Menschen sucht,nach Schönfeld, dann Landschaften mit Hirten undVieh, und endlich eine H. Familie (ohne Namendes Malers) an. Seine Arbeiten, als Kupfer,stecher, sind aber von des obstehnden EUa»seinen noch nicht genugsam auseinander gesetzt.

(Joh. Michael), Bildhauer von Straß-