Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
322
JPEG-Download
 

zr2 Ehrenberg.

bürg; arbeitete um i6Zz. zu Nördlingen , undzierte den Hochaltar in der dortigen Kirche St.Georg mit einer neuen Fassung. Meus. Mus.X. 327.

* Ehrenberg, (Peter Schubart). Nachihm hat von Preuner das Innere einer Kirche,Heckenaucr das Bildniß des Arztes W. Ploeckner,und E. C. Heiß dasjenige des Jesuiten I. P.Olivas gestochen. Frä-räe- und

*- (W. van), ein niederländischer Archi-tekturmaler um 1664. Die K. K- Bilder-Galerietu Wien besitzt eines von seinen Gemälden M-e-Fast vermuthen wir aus dieser Notiz, daß Alles,was das Lexikon seinem perer Schubart E- zu-theilt, die Bildnisse ausgenommen, diesem letztemzugehöre.

Ebrenfeld, (Joh.Friedrich), eingeschickterGoldarbeiter von Heilbronn, arbeitete zu Augsburg ,von Sterten S. 257.

Ebrenreich, (Joh. Benjamin), ein Malerund Kupferätzer, geb. zu Ludwigsburg 1739 Ercopirte in beyden Künsten Rembrandts Werke.Dieser Künstler begab sich 1767. von Frankfurt amMain nach Stockholm , wo er die Königl. Kinderein Jahr lang im Zeichnen unterwies. Nachhergieng er nach Hamburg , wo er sich verheirathcteund häuslich niederließ H. S- Hüsgen S 201.Der winklerfche Katalog sagt von ihm: Daß erin Rembrandts und Castiglione's Geschmack geätzthabe, und führt sonach von ihm 6 Blätter: Dreyorientalische Büsten, dann einen Polaken mit einerBäurin und einem Hund, ferner zwey Möncheund zwey Weiber die aus der Kirche kommen, undendlich einen Kriegsmann an, der mit zwey Frauenund mit drey Kindern spricht, welche er alle geist-reich gearbeitet und selten nennt, und die von1749. und 50. datirt sind.

Ehrensrverd, ( Graf von), schwedischerAdmiral, lebte noch 1799 ein vvrtreflicher Zeichner,und besonders glücklich in Karrikaturen. In frühernZeiten schrieb er eine Reise nach Italien , worinnaber seine Ideen oft auf eine so mystische Artausgedrückt waren, daß sie Hieroglyphen nichtwenig gliechen. Acerbt S. 80. Ob dies nichtmit dem oben angeführten Ehensrvaerd oderEbrnswaerd dieselbe Person sey? ist noch dieFrage.

* Ehret, (Georg Dionysius). Derselbe zeich-nete auch die Figuren zu dem I^orto LUKortiano,welche I Wandelaer gestochen hat. Andre Nach-richten nennen auch ihn selber: Einen Kupferstechervon Nürnberg , der in das Werk der kl-rnto»seleatss etc. viele Blätter geliefert habe. Nacheiner unsrer Handschriften starb derselbe 1770.Dagegen glaubt Mensel H. daß man noch 1789.nicht mit Gewißheit wußte, ob er noch lebe?

Ehrlich, (C. G.), ein Landschaftsmaler undKupferätzer zu Meisten um 1775. Als Maler ar-beitete er in Gouache. Dann führt der Wink-lersche Katalog von ihm zwey Aussichten vonMeisten, mit 1770. datirt, und ein Schäferstückin antikem Geschmacke, mit Nymphen und Viehsiaffirt, letztres ohne Namen des Malers an.

Eich, (Carl), einFigurenmaler staffirtenebenandern» Landschaften von Schinnagel.

(Joh. Friedrich), ein Maler; arbeiteteum 1770 zu Draunschweig. Nach ihm kennt mandas schöne Bildniß von P. I. F. Weitsch, undein andres des Arztes Brückmann , beyde von Cho-dowiecky.

* Eichel, (Emanuel), der Vater. L- in seinemArt. Z. i. anstatt Silberkünftler: Silberkistler.

* - der Sohn, dessen im Lex.unter des Vaters Namen Erwähnung geschieht,heißt irgendwo, wie wir denken irrig, van Eichel.Geb. zu Augsburg 17,3 Kupferstecher, und Jn-

E i ch l e r.

struktor der Zeichnungsschule an dem Evanqel.Gymnasium daselbst. Meusel I. II. der von ihn,architektonische Blatter, ferner einen Prospekt desSteinischen Orgelwerks in der Baarfüßerkircheseiner Vaterstadt, und seinen Antheil an der beyHaid verlegten Brittischen Zoologie kennt. EinVerzeichniß meines sel. Vaters hiernächst führt vonihm eine hübsche Zahl Heiligenbilder, dann aberfreylich auch: Eine Judith, mit Holosern's Kopfe,nach Dominichino, eine keusche Susann« und eineBathseba im Bade nach de Lroy, eine H. Familienach Rubens , ein Ecce Homo nach Hölzer, undeinen Joseph in Aegypten ausgcrusen, nach Trervisani an. In 1780. ätzte er 50. Tafeln: DerMensch, in seinen verschiedenen Lagen undStanden, und starb 1782. M§c.

Eichhorn, auch Eichorn, (Franz Joseph),von Düsseldorf gebürtig, ein glücklich treffenderBildniß - sowohl als Historienmaler. Er arbeiteteum 1740. einige Zeit zu Frankfurt bey Lippold Bild-nisse und halbe Figuren, um 1752 zu Mainz ,und endlich um 1774. zu Amsterdam . Zuletzt setzteer sich zu Neuwied am Rhein , wo er 1780. in einemAlter von etwa 62. Jahren noch lebte. Meus.Miscell. Xlll. 38. I. I. Haid hat nach ihmdas Bildniß I. Mich von Loen geschabt.

( ) ein Buchdrucker zu Frankfurt an

der Oder , der Verleger von Thurneisers Werken;schnitt um 1570. in Holz, und unterhielt guteFormschneider in seiner Officin. Mcolai.

Etchler, (Christian), war 1730. Condukteurbeym Bau der Peterskirche zu Berlin unter Grahl;und nahm noch an mehrern Gebäuden Antheil.Lsticolai.

* (Gottfried), war nicht HeinrichsEnkel, wie das Lexikon sagt, sondern dessen Sohn.Ein Sechszig Bildnisse großer und kleiner Männernach ihm, meist von den Augsburgischen Künstlerngestochen und geschabt, führt ein Verzeichniß mei-nes sel. Vaters an.

* (Joh Conrad), Wollust genannt,Vater des nachfolgenden Josephs, bildete sich j»Rom nach Trevisani und C. Maratti . Er malteschöne Bildnisse und selbst Geschichte. Zu Salz-dahlum sieht man sein eignes Familienstück von ihm(der nicht Tobias hieß, wie ihn das Lex- nennt).Er starb als Hofmaler zu Braunschweig i? 57 - W-Heckenauer hat nach ihm das Bildniß der Her.zogmvon Braunschweig, Christina Lvuisa, und I (j-Haid dasjenige des Arztes F. E. Brückmann ge-stochen. Meusel Miscell. XVH. 261.

* (Johann Gottfried), Gottfrieds

Sohn, dessen im Lexikon unter seines Vaters Mmen Erwähnung geschiehet. Derselbe hielt ficheinige Zeit, als Universitäks-Zeichenmeister zu Er-langen auf, kehrte aber wieder nach Augsburg zu-rück. Von ibm kennt man verschiedene Bildnisse;so z B. Benedikt XlV. und des GotkesgelehrtenHarder, nach seinem Vater, dann I G. Morells vonAugsburg nach Graf, und wieder eines Hardersnach I. G- Mair. (l^c. Hinwieder hat nach ih>"I. Wachsmukh verschiedene allegorische Blatter,wie z B- die vier Weltthcile, dann die Unschuld,die Reue, den Hunger u. s. f. gestochen. Franste-.

* (Joseph), Joh. Tonrads Sob"'geb. zu Draunschweig 1724. lernte bey seine»'Vater, und hielt sich in Holland , England, beson-ders aber in Italien viele Jahre auf. Er maltemeisterhaft in Oel- und Pastellfarben, und ubttauch die Kunst, schadhafte Gemälde auf ftMTücher überzutragen. Meuf Misc. XVII. rdl>

(Mit diesem Artikel und dem obigen von Job'Tonrad fallt derjenige ganz irrige im Lexikon vonJoseph Erchler völlig weg).

* (Matthias Gottfried), nichtrin Gottfried wie das Lexikon sagt, auchMatthäus Gottfried, wie ihn andre taufen.