Eich! er.
Johann Gottfrieds Sohn, Zeichner und Kupfer-stecher , geb. zu Erlang 1743. Die ersten Anfangs-gründe lernte er bey seinem Vater und bey dessenFreunden, Gottlob Rugendas und Joh. GottliebLhelot. Alsdann nahm ihn 1767. Eg. Verholst indie Lehre. Mit diesem gieng er nach Mannheim ,wo er mit ungcmeinem Fleiß studirte, und 177z.einen dortigen akademischen Preis gewann. Balddarauf kam er nach Basel zu dem H. vo« Mechel,wo er mit seinem Mitarbeiter Guttenberg den Ge-brauch der kalten Nadel lernte. Nach neuen zwölf-jährigen Studien gelangte er so weit, daß er von demerstem zum Gehülfen bey Ausfertigung seiner Düs-seldorfer-Galerie gebraucht wurde; von ihm war,neben Anderm, die schöne Platte des großen jüng-sten Gerichts nach Rubens . Ungefähr um »773.kam er dann nach Bern , wo ihm die Bekanntschaftmit Aaberli, Dunker, Freudenberger und Nieterebenfalls zu großem Nutzen gereichte. Hier be-schäftigten ihn die Buchhändler mit kleinern undgrößer» Arbeiten, wie z. B- mit den Stichen vonden Bernischen Eisgebürgen nach Wolf, und ebenso Ph. Hackert, von Rom aus, mit seinen Aussich-ten von Livorno , Ancona u. s. f. welche meist vonDunkecn geätzt, und dann von ihm gestochen wur-den. Er selbst machte nun im Aetzen ebenfallsVersuche; eine Probe davon sieht man in den Blat-tern zu des Bernerschen Architekten Ritters:Uemoirs abrede et Xeeueil ds quelques ^nti-quites de 1a 8llisse, svee des desseins levessur les lieux depuis 178z. a Lerne 1788- §r. 4.Späterhin kam er dann nach Herisau zu dem H.Handelsmanne Walser, um an dem bekanntenweitschichkigenUnternehmen seiner zahlreichen Sam-lung colorirler Russ. Prospekte zu arbeiten. Nochbemerken wir von s. einzelnen Blattern: Sechs vor-treflich colorirteBerner-Stadttrachten, nach Freu-denberger; einen sehr schön gestochenen topogra-phischen Aufriß dieser Stadt, nach C. Sinner;seine eben so schönen Blatter in de» MeyerscheiSchweizer-Atlas, und das bisher beßte vorhandeneBildniß von Salomon Geßner , nach Graf. RostII. 299—zoo. LTIeusels HZ. Muß 60—66.Ebendas. rI. Misc. V. 555—57- journal derbildenden Künste ll. I5Z. >^eit einigen Jahrenlebte dieser, auch durch die Rechtschaffenheit seinesCharakters schätzbare Künstler in Augsburg , undtrat besonders in den neuesten Tagen (1806.) wiederauf, wo er für das XXXVI. Heft des Nuseekrsngaig die Luft nach Albano, und nach der Zeich-nung von Oderaere gestochen hat.
, Eich! er, (Philipp Hermann). So nennt end-lich die Handschrift meines sei. Vaters einen Künst-ler, der nach F. le Moine eine Andromeda gestochenhabe *).
Eicho rn. S- Eichhorn.
Eigenwillig, (Christian Heinrich), geb. zuDresden , lernte die Baukunst bey Krubsacius .Mit diesem seinem Lehrer gieng er zu Anfang dessiebenjährigen Kriegs nach Niedersachsen , undbesorgte dort, als Gräfl. Plessischer Baumeister,verschiedene Gebäude und Garten - Anlagen. Nachgeendigtem Kriege wurde er von dem Magistratiu Dresden wieder zurückberufen, wo er, alsRaths - Bau- und Maurermeister verschiedene Bau-len, und um 1769. auf Churfürst!. Befehl nament-lich auch diejenige der dortigen Kreuzkirche aus-führte. Bester.
. * Eigtwed, (Niklaus), bey dessen Namennn Lex. auf G- D> Anton verwiesen wird: Obristvnd Baumeister des Königs in Dänemark , auch
Eisen. Z2Z
Direktor der Künstler - Akademie in Koppenhagen von 1751. bis 7754 Er baute einen Theil desKönigl. Pallastes und auf den Platz , auf welchemdie Ritterstatüe König Christian IV steht, vierBallaste (auf jeder Seite von zwey Pavillons unter-stützt)^ die ein Achteck ausmachen, und von vierEingängen auf diese Statue gehen; wovon dasRegelmäßige eine besondre Schönheit bildet. Hen,nings S. 66.
Eilen, ( van), malte sehr gut gearbeiteteViehstalle mit ihrer Zubehörde. Sein Colorit warbräunlich. L. v. A>.
^Eillarrs-Fristus, (Johann), ein nieder-ländischer Kupferstecher, von dem man das Bild-niß Heinrichs von Nassau, Prinzen von Oranien,kennt. /Mer- rg6o.
* Elmare oder Eimmare, (Georg Chri-
stoph), der Aeleere. Nach ihm hat B Kiliandas Bildniß von C. A. Rüdius, und I. San-drart diejenigen des Abtes zu Fulda , Joach. vonGravenegg (1653.), und des Arztes (s. Helrwig ge-stochen. Dieser Künstler hat auch selbst in Kupfergestochen u. geätzt. So führt z. B. der WinkterfchsKatalog von ihm an: Drey große Blätter vonThesen, mit einer Menge allegorischer Figuren,wovon eine zur Aufschrift hat: Oenius Imper.Roman! in Lalendario Leopolds Osesari et jö-sspbo Re^i. 6. 0. Inventar del. et se.
und dann eine Heimsuchung der H. Jungfrau, wiees scheint ebenfalls nach seiner Erfindung, welchegedachter Katalog, sehr artig nennt.
— der Jüngere, den Basan(Ld. 8ee.) irrig Georg Carl nennt. Ein Verzeich-niß meines sel. Vaters führt, nebst einer AnzahlBildnisse, meist »»berühmter Personen, von ihman: Embleme (500.) für die Psalmen Davidsvon Homburg ; Mehreres für Sandrarrs Aka-demie,^ und für die Schwedischen Annalen;50. Blätter für eine Aeneis; 6. mythologischeGegenstände, nach F. Neuberger's Erfindung; eingroßes Plafondstück; und endlich ein Blart Räu-ber, welche Reisende auf der Straße angreifen.
Einout, (Johann), ein alter holländischerMaler, dessen in einer Stelle von per. DpmaersOüronoArapb. p. 755. gedacht wird, wie folgttAo/rarmes Lr'rrotAS, qul klorebat H.o. 1525. kote-rodsmi, insiZnis alias pictor, qui exemploAorire civis sui Des. Lrasnü provocatus» xin-xit tsbulsm ex aldo Lbristi aiÄiZenäi cruei.in qua varü coloris atque diversss kormss dik-sormilllir bominuru LlAurss conspieiebantur; itaut artiüees in ea viderent errata omnium es--lebrium pictorum, videraturque ipse non modoartistcibus, ssd etiam illusisse arti. Aus die-sem Gemälde soll Peter Aertsens, sonst der langePeter genannt, sehr viel gemacht haben. LessingsBollekraneen I. 194-95- wo beyläufig bemerktwird, daß aus erwähntem Werke (2. "Lom. Lol.Antw. i 6 n. und Eolon. 1625- 8 ) aus dem erster»vollständigem zumal, noch manche neue Nolizzüber holländische Kunstgeschichte zu ziehen wäre.
* Eisen, (Carl), .franzen Sohn, geb. zuBrüssel 1722. ward Professor der Akademie vonSt. Lucas zu Paris , und starb daselbst 1773.Nach seiner Zeichnung haben Ändert, le Bas,Basan, Benoit, Campion, Ficquet, Gaillard,leGrand, Sornique, Teucher, (Ficquet zumal) jeneallerliebste kleine Malerbildniffe (an die 150.) fürDescamps Vies des keiutres Ilamands jn Kupfer
-') Die Filiatlon der Künstler Eichler wäre somit folgende. Der Eine Zweig:
Heinrich, dessen in gegenwärtigem Supplemente nicht gedacht wird.
2. Gottfried, Heinrichs Sohn.
2 - Joh. Gottfried, Gottfrieds Sohn.ä- Matthias Gottfried, Johann Gottfrieds Sohn.
Der Andere:
»> 2. Johann Conrad und sein Sohn Joseph. Ob und wie mit dem erster» verbunden, ist uns unbekannt.Und eben so: Ob, oder in wir weit Christian und Philipp Hermann tu Einem dieser Zweigegehören.
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