Ekliger.
dem sich der Churfürst öfters zu unterhalten pflegte.Er genoß ein Gehalt von 600. Rthlr. und starb zuBerlin 1779. Heinecke' s Nachrichten I. Z9>und
* Ekliger, (Othmar), der Sohn, dessen imLexikon unter des Vaters Namen Erwähnung ge-schieht. von ihm wahrscheinlich ist das Titelblattzu Jan Luykens neuem Testamente, und nachihm: Der geheilte Hiskias, und Nebucadnezarunter den Thieren, beyde von P. A. Kilian, indesselben Bibel ; ohne Zweifel nach Elligers-Blattern in der Bibel von Mortier, von denen dasLexikon spricht; dann auch ein Bildniß des Theo-logen I. Helwig.
* Ellioe, (Wilhelm^, geb. zu Hamptoncourt1717. Auch nach Brinkmann und A. Cuyp hater gearbeitet; dann nach seiner eignen Zeichnung:Den Verlust des Königl Schiffes Andromeda(1780), was aber nicht seyn kann, wenn nicht ent-weder diese Jahrszahl, oder sein gewöhnlich an-genommenes Todesjahr unrichtig ist. Wir vermu-then das erstre. zJach ihm dann soll Val. Grenden Verlust zweyer andern Kriegsschiffe gestochenhaben. Fast alle seine Blätter, deren ein Verzeich-niß meines sel. Vaters an die 20. anführt, werdenschön genannt. Bewunderung verdient es, wennman seinen kecken Grabstichel in Pillemenks manie-rinen Landschaften, und hinwieder die Zartheitdesselben in dem allerliebsten kleinen Bilde vonHelena Forman, nach Rubens , als Arbeit dessel-ben Meisters betrachtet, Mn.
Ellis, (Elisabeths). So wird irgendwo eineenglische Kupferstechern, genannt, die nach W-Wooüet's Zeichnung (?) gearbeitet habe. A^rc.
— — (I.). Und so ein englischer Maler, nachwelchem I. Faber die Bildnisse des Bischof W-Wake von Canterbury und R. Wilks, Roberts dasdes Dechant Stanhope's von Canterbury, und G.White das von C. Wäger gestochen haben.
— — (W?. Und so bey Basan (Lä. ssc.)wieder ein englischer Kupferstecher, der um 1777.zu London Landschaften nach Hobbema gestochenhabe, so wie denn ferner der Katalog von Bran-des von ihm zwey Scenen aus dem Landpriestervon Wakefieldt (die eine: Sophie, aus dem Was-sir gezogen, wo die Landschaft von ihm, die Figu-ren von Woollet sind), und einen Sommer undWinter, sämtlich nach Th Hearne (mit 1730 und84 . datirt) anführt, und Alle sehr schön nennt.
Ellrich , ( ) bey dessen Namen im Lexikon
auf Heinrich Eichter zurückgewiesen wird, hießChristoph.
Ellui, ( ) ein französischer Kupferstecher,
lieferte im I. 1804 und 5. eine Menge Blatteriu Basslnets Dlstoirs äs 1'ansien st äu nouveaulestsment.
* ElIving, ( ). Ein Verzeichniß meines
sel. Vaters führt von diesem Kupferstecher 9. Bild-nisse von berühmten Schauspielern beyderley Ge-schlechts, zu le Kains und Molö's Zeiten, nachDerteaux und le Clerc, und etwa ro. andre ge-schichtliche und Costume - Stücke, wie z. B- eineArtennsia nach Giordano, la tenäre LäusationNach Caresme, und la belle Duron nach Sche-uau an.
*Elmer, ( ). Sein genauer Ausdruck
des Stilllebens und die Köpfe alter Männer sindunvergleichlich. Der Katalog von Bran-
de« nennt ihn G- und führt nach ihm: le ?oliri-ein von T. Ryder schön gestochenes Blatt an.
* Elmonr. S. Helmonr.
Elmos, ( ) ein neuerer englischer Archi-
tekt, von dem uns aber nichts Anderes bekannt>st- als daß im I ,305. von ihm ein Gedichtüber die Fortschritte der Baukunst bey den Egyp-nern, Griechen und Römern, mit zahlreichen An-
Elzhermer. I2g
merkungen, gelehrten Digresslonen, und seltenenAnekdoten erscheinen sollte, ^,-cü. ütt^. XXlll.6a«. /itt. p. 12.
Elnis. (Heinrich), ein (1786) junger engli-scher Künstler, welchem damals von der Königl.Akademie zu London , für eine seiner Zeichnungen,eine Preismedaille zu Theil wurde. MenselMiscell XXX. z6c>.
* Eloy oder Eloi, (der Heilige). Man hatnoch jetzt einige goldne, unter Dagobert l. undChlodowig II geprägte Münzen, worauf derName dieses berühmten Goldschmieds steht, lllst.litter. äs brause. III. 427 595.
Elftrack, (R.). zeichnete und ätzte das Titel-blatt und die Bildnisse eines Buchs, mit der Auf-schrift: iisspubiica socississtica. 6«,rÄe//»ri.
Elstrare, ( ) ein Maler, nach welche«
man eine Madonna, die das Kind liebkost, vonF. van Steen gestochen, kennt. Mrc.
* Elrester, ^Christian). Er war von Pots dam gebürtig, und lernte auf Churfürstliche Kostendie Malerey bey Rudger van Langevelt.
Elu, ( St.), ein französischer Maler, arbei-tete um 1770. Nach seiner und Gravelots Zeich-nung hat P. Chenu ein Blatt: los sux äs l»ssrAnss st äs l'Lmpi-s, in sechs allegorischen Me-daillons (wahrscheinlich auf d:e schicksalsvollstealler Vermählungen), er selbst aber das BrustbildHeinrich I V. ebenfalls eine Allegorie (?) gestochen.
Elzevir, (L.) So nennt der winklerrsche Katalog einen holländischen Maler, undzugleich Schwarzkunststecher, den er für einen Ver-wandten von Arnold E- halt, und kennt von ihmdas Blatt eines Heiligen, der sich vor seinem Äsche,worauf ein Krucifix steht, auf die Kniee wirft.
* EI; he,' mer, (Adam). „Zu Rom " (heißtes in der Schrift: Minkelmann und sein Jahr-hundert S. ,87 ) »stellte unser berühmte A- Elz-heitner, gleich nach Anfang des XVl>. Jahrh.,ganz im Kleinen, mit außerordentlich zarter Aus-führung und lieblichem Colorite, biblische und andreGeschichten dar, welche großen Beyfall fanden.Landschaft und Figuren stehen in diesen niedlichenBildern ohngefähr in gleichem Werth neben ein-ander. Sie machen sich übrigens mehr durchFleiß und gute Wirkung, als durch edle Formenund poetischen Glanz der Erfindung geltend." Eineausführliche, aus gründlichen Quellen sehr gutverfaßte Lebensbeschreibung von ihm, nebst einemVerzeichniß einer beträchtlichen Anzahl seiner Ge-mälde sowohl als der von und nach ihm gestoche-nen Blatter, s in Mensel« Mus Vl. 387—42; Dort liest man die bemerkcnwerthe Stelle:»Nachdem der junge Mann in Rom si.d anfangsallein mit dem Großmalen beschäftigt h tte, er-wachte in ihm ein Verlangen die Schönheiten derNatur, die er so oft mit Begeisterung empfand,in einem Gemälde darzustellen, das den Reizendes freylich unnachahmlichen Urbildes >0 nahe alsmöglich kommen, und alle Feinheiten und Vollen-dung der Kunst in sich vereinigen sollte. Da die-ses seiner Seele vorschwebende Ideal im Großenunausführbar war, machte er einen Versuch imKleinen, auf einer spannenlangen Kupferplatte.Er stellte darauf den in Begleitung eines Engelsreisenden jungen Tobias vor; die Figuren sowohlals die Landschaft waren unverbesserlich. DerMorgen lachte auf diesem Gemälde im Abglanzeder Frischheit, womit die Natur den wirklichenausschmückt" (den Wiederschein davon findet manauf dem vorkreflichen Blatte von Goudt. »DieseArbeit fand in Rom allgemeinen Beyfall Vonsolcher Art und Kunst hatte man bisher noch nichtsgesehn " » In der That" (heißt es dann weiter)„ist auch Elzheimer der Erfinder einer solchenMalcrey im Kleinen, wobey die schönste Vollen-dung sich mit dem großen Geschmack vereinigt».
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