Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
327
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Empereur.

* Empereur, (Johann Baptist Dionystus),des nachfolgenden Sohn, dessen im Lex. Erwäh-nung geschieht, geb. zu Paris um 1740. Derselbeerbte den Geschmack und die Kenntnisse seinesVaters, und atzte ebenfalls mehrere Blatter, vonwelchen Rost VHI. 144-45 "ach Basan eineVerkündigung der Geburt nach Boucher, einenKindermord nach Pierre, und zwey Landschaftennach Ruysdael anführt. Auch soll man von ihmandre Landschaften nach eigner Erfindung kennen.

' (Johann DionysiusN geb. 1710. gest.1760. (glaublicher, nach Basan 1780.). Als einbedeutender Kunst - Kenner hatte er ein Kabinet vonGemälden und Zeichnungen großer Meister, mitvieler Wahl zusammengebracht, mit deren Genußer seine Erholungsstunden, als an<ften Echevin derStadt Paris , ausfüllte; und mehrere derselben,neben anderm nach den schon im Lex. bemerktenMeistern, und nach seiner eigenen Zeichnung inKupfer atzte. Rost VIII. 144.

* (Ludwig l'), hieß Ludwig Simon,geb. zu Paris um 1725. lernte bey P. Aveline,and arbeitete in bessern, Geschmack als sein Lehrer.Eine Menge schöner Blatter von ihm beweisen,daß er über seine Kunst nachdachte, und sich be-mühete, den Charakter seines Urbilds auszudrücken,Er war in Bildnissen und Geschichte gleich glück-lich. Zu den deßten unter den erstem gehört das-jenige des Malers Jeurat, nach A. Roslin, seinAufnahmsstück in die Akademie 1775. Unter denletztem hinwieder werden: Sein )sr<lin ä'/Lmournach Rubens , und le ssestiu egpa^nol nachPalamedes, und dann sein Proserpinen - Raubnach la Fosse, alle drey große Blätter, letztres 1778.ebenfalls für die Akademie gestochen, besondersgeschätzt. Mehr andre führt Rost VIII. 2078.und noch weit mehre ein Verzeichniß meines sel.Vaters an. Basan (Lll. sec ) setzt sein Aufnahms-jahr in die Akademie, wahrscheinlich irrig, schonin 176z. das Lexikon vollends in 1750.

* Empolr, (Jakob Chimenti, genannt da').Auch Fiorillo I. 409. sagt von ihm, daß er sichausschließend, auf das Studium der Werke desAndrea delSarto gelegt, und es in Nachahmungderselben zu einer unvergleichlichen Vollkommen,heit gebracht habe. In der Schrift: winkel-mann und sein Jahrh. S. 167. heißt es von ihm:»Empoli gab das merkwürdige Beyspiel, daß ereinige Zeit im Geschmacke der Manieristen gear-beitet, nachher aber ein treflicher Nachahmer derNatur geworden war, wobey er sich das Coloritund die Behandlungswelse der Venetianer eigenzu machen wußte, verbunden mit großer Kraftund schöner Wirkung." Lanzi dann (I. 217.)berührt hauptsächlich eben auch seine zwey Ma-nieren: Die erste, welche er von seinem eigent-lichen Meister St. Friano auch späterhin stets inetwas beybehielt, doch mit einer zweyten ver-besserte, deren es weder an Pastosität der Zeich-nung, noch an Anmuth des Colorits mangelte.Eo in seinem St. Jvo in der Galerie zu Florenz ,welche unter den Gemälden großer Meister sieht,und deswegen (sagt Lanzi) von vielen Fremdenüber Alles bewundert wird. Dann in mehrernandern seiner Werke jener zweyten Manier; kurz>0, daß man ihn immer noch zu der guten Zeitzahlen dürfe. Endlich soll er auch für Privatenziemlich gute Frucht - und andre Stücke mitvornehmen Eßwaaren gemalt haben. Nach ihmhat sein für die Galerie zu Florenz gemaltes BildnißS. Pomarede, dann die Darstellung im Tem-vel, den geheilten Blindgebornen, und Christusder St. Peter die Schlüssel überreicht, alle dreyA. Scaccikai, und endlich Cochin eine Marter St.Sebastians gestochen, ^c.

Emukoff, ( ) ein russischer Kupferstecher;

lernte zugleich mit Grekoff, Geigl Katschaloff,Jwan Sokoloss, Wasilioff und Winagradost, beyWorlmann. Gemeinschaftlich ätzten sie Aussichtender Stadt Petersburg und der umliegenden Lust-

EndneL. Z27

schlösset, wie auch Bildnisse und viele andere Blat-ter für die Akademie. Mensel XI- 271.

Emu Ins, ein griechischer Baumeister, wirdangeführt von Normier p 59.

Enchus, auch Enkhuysen, (I. N.),ein sonst unbekannter Maler, nach welchem W.Delf das Bildniß des Theologen, f>. A. van derLinden gestochen hat Rost V. zog-

Ende, (Ambrosius)- So nennt eine unsrerHandschriften, ohne Weiteres, einen Bildniß-maler.

(Joh. Georg). Und so M'colak einenKünstler, der um 1690. zu Berlin ebenfalls Bild-nisse malte.

* - - (3- H ). S. Amende.

*Endelkch oder Endlich, (Peter'', geb.zu Amsterdam um 17c». hat immer in seinemGeburtsorte gearbeitet Man kennt bloß Bildnissevon ihm, die er mit einem festen Grabstichel nachseiner eignen Zeichnung verfertigte. Dergleichenführt Rost VI. zu12. etliche an; und dann einVerzeichniß meines sel. Vaters diejenigen des Prin-zen von Oranien Wilh. Carl Heinr. Friso's, undder Prinzessin Anna von England , beyde nach Ph.van Dyck; so wie endlich nach ihm dasjenigeeines Geistlichen, Em. Martini, von I. I. Haid,Seine Blätter datiren sich von 173546

(Philipp). Der Gant-katalog von Brandes führt von ihm etlicheN73546 datirte) Bildnisse niederländischer Geist-lichen u. s. f. dann das des berühmten OkulistenJoh. Taylor s an.

Enden, (Heinrich van den). So nennt sichein niederländischer Kunstverleger, und vermuthlichauch Kupferstecher, bey dem mehrere der bekanntenKünstler-Bildnisse nach A. van Dyck erschienenwaren; so wie dann ferner A- Lommelin u. a. fürihn gearbeitet haben.

(Johann van den). Und so eine meinerHandschriften, ohne Weiteres, einen Kupferstecher.

(Martin van den). Und so wieder einenandern Kupferstecher vielleicht bloß Verleger, beydem eine ziemliche Anzahl Bildnisse sowohl als histo-rische Blatter nach van Dyck, Jordaens , Meduse,O.uellinus und Rubens erschienen, von denen einVerzeichniß meines sel. Vaters an die 20 anführt.Auch der Katalog von Brandes nennt ein PaarCostume - und ein Paar Galanteriestücke aus diesemVerlage.

(T- van den) So heißt endlich einNiederländer, welcher stilleWasser, Schiffe u. d.gl.gemalt habe.

* Enderlein, (Caspar). S Endrerlin.Einige setzen sein Todesjahr in 1631. Neben dem,was das Lexikon von ihm sagt, .ist er bloß durchsein Bildniß bekannt, eben so wie

(Veit), der ebenfalls zu Nürnberg alsGoldschmied arbeitete, ^rc.

Endler, (F. G.), ein Kupferstecher in Bres-lau, von dem sich seit 1799. Nachrichten in öffent-lichen Blättern finden, wo seine Arbeit sehr ge-rühmt wurde. Neben anderm gab er seit ermeldtem1.1799-1804. mehrere Hefte illuminirter Abbildun-gen Schlefischer und GlatzischerGegenden (Q. QuartBreslau) aus Licht.

Endner oder Endrner, (GustavGeorg),Kupferstecher, geb. zu Nürnberg 1754. lernte zuLeipzig bey I. F. Bause, und war um 1780. einMitglied der Künstler-Akademie zu Dresden . Ercopirtk nach R. Strange, D Chodowieky, u s. w.Man kennt von ihm eine Menge Bildnisie, dannAlmanachs - und andre Blatter, welche er meistfür die deutschen Buch- und Kunsthändler gearbeitethatte, von welchen Mensel II. mehrere anführt.