Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
328
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Z2g Enfant.

Er lebte noch 1789. S» von ihm ein Bildniß W.Hogarth's, als Titelblatt zu der deutschen Ueber-setzung von dessen Biographie (173s.).

* Enfant, (Johann!'), geb. zu Abbeville um1674. Er hat Portrait und Geschichte gestochen.RostVIl 17172 führt ein Zehnd derselben, einVerzeichniß meines sei. Vaters nahe an die Hundertean, welche meist zwischen 1655. und 72. datirt,»nd vier Fünftheile derselben Bildnisse berühmterund unberühmter Männer unter seinen Landsleu-ten sind.

* (Peter l'). Deauvarlet hat nach ihm,freylich nichts Wichtigeres, als: llestsment äsI» Nulipe» und T^äleux äs Oatin gestochen.

Engel, (Gabriel), ein Baumeister zu Ham­ burg . Mavperger.

* Eugelbrecht, (Christian). Neben dem im

Lexikon Bemerkten kennt man noch von ihm Bild-nisse des Theologen P. G- Harders nach I. Sauter,und des Apothekers I. G. Michel nach G. Eichler,u. s f. Dann führt der Lvrnklersche Ka-

talog von ihm eine, gemeinschaftlich mit I A.Pfeffel, nach des Hofingenieur I. B. G. FischersErfindung, sehr reinlich gestochene Aussicht desSchlosses Schönbrunn an Von den OvidischenVerwandlungen nach Sandrart, deren auch dasLexikon Erwähnung thut, kennt der Katalog vonBrandes 47. Blätter.

(Cornel.),der Vater. Von ihm stand inder Grast. Brühlischen Galerie ein Gemälde, woraufviele Bildnisse einer Schützengilde ersichtlich, undmit der Iahrszahl 1507. und 8 bezeichnet sind;daher Guarienn dieselben (eines darauf befind-lichen L. wegen) ganz irrig für die Arbeit vomHemskerk (Lmskerü) hielt.

* (Martin), Kupferstecher, dessen imLex. unter dem Art. seines Bruders Christian er-wähnt wird, hielt sich um 1703. eine Zeitlang inBerlin auf, und ätzte neben Andern! die Porzel-lankammer in Charlottenburg auf ein Blatt inFolio; dann verschiedene Bildnisse nach Ph. G.Harder und G. A. Wolfgang, auch nach seineneigenen Zeichnungen; ferner eine Menge Prospektenach P. Deker, Probsthayn, Rugendas und F. B-Werner (viele zwischen 1702. und 10 datirt), eineFolge von Perspektiven (z6. Bl) und llaconieurnLnropss 8psculum (9. B> ). Allerhand Gattun-gen Engel, u. s. f. Er starb als berühmterKunstverleger zu Augsburg 1756. 72. I. alt. chkc.

* (Paul Fridrich), der Maler, starb1776. 51 I. alt. Tllrc. Wobey zu bemerken ist,daß derselbe im Lex gedoppelt, theils am Endedes Art. von Christian E. theils unter seinemeignen erscheint. Gandellini sagt: Er habe imKleinen, aber in einer guten Manier gestochen.

Engelhard, (Diethelm), ein Kunstdrechslervon Zürich ; lernte, um 1760. bey Wirz. Er zeigteaußerordentliche Anlagen; starb aber zu jung, umsich berühmt zu machen.

(Paul), Schlössermeister zu Buzbachin Hessen , verdient wegen vieler nützlicher Erfin-dungen einen Platz unter den Künstlern. Mensel.

* ( )> So wird irgendwo ein Künst-

ler genannt, der in Schweden Bildnisse gestochenhabe. Ob er nicht etwa der David Engelharrdes Lex. seyn dürfte?

Engelschall, (Georg Heinrich). So nannteschon um 1792. mein sei. Vater, ohne Weiteres,einen Bildnißmaler. Ob es derselbe sey, der spä-terhin schöne Zeichnungen von den alten Hessischen Dergschlössern verfertigte, und gegen Ende desXVI11 Jahrh als Professor zu Kassel verstorbenwar (unddamals, in öffentlichen Nachrichten, einjunger geschickter Künstler genannt wurde) ist unsunbekannt-

Enzensperger.

Engslschall, (Joseph Friedrich), zugleichals Artist, und Schriftsteller in Versen und Pros«rühmlich bekannt, geb. zu Marburg 1739. gaichals ausserordentlicher Professor der schönen Litte-ratur und Lehrer der Aeichnungskunst auf der Uni­ versität Marburg , 1797. Er war ein treflich«Zeichner und Maler, und zwar Alles durch sichselbst, da er in seiner frühesten Jugend das Gehörverlor, und gar keinen fremden Unterricht hatte.Als Schriftsteller über die Kunst kennt man seineschöne Biographie von H. Tischbein; dann einegroße Anzahl sehr guter Aufsätze in den Meusel-scheu Kunstjournalen t Ueber das KunstgefühlMiscell. lll. Ideal und Nachahmung. Eben-das. VI- X. Ueber den Einfluß der Künste aufden Geist u. s. f der Nation. Ebendas XXlX. -Job. Georg Nispel, ein Beytrag zur Geschichteder Kunst. Ebendas. Ueber Wachsbildnerey. ss».M»s. i zc>. Ueber bildende Kunst der Alten.A Miscell. II. 72538 Kunstgeschichte desI 1794 Ebendas. Vll. 927 64. Seine glück-liche Geistesstimmung und sein musterhafter sitt-licher Charakter machten ihn allen, die ihu kannten,liedens- und achtungswerrh. Ebendas. V. 652.

Engerlen, (Paul Sebastian , ein Bildhauervon Augsburg gebürtig; arbeitete um 1770. zuMünchen , von Srerren S. 200.

Enghelsen, (Cornelius), ein geschickterKünstler von Gouda ; lernte bey Cornelius Cor,nelisz. Er malte schöne Bildnisse nach dem Leben.

Engleheart, (G.), ein englischer Maler,nach welchem I. R. Smith Bildnisse gestochenhat.

(Thomas). Wahrscheinlich der nämlichemit Obigem. der dort (wohl irrig) G- Englerheart heißt. Nach dem unsrigen hat Bartolozzi 778z. Cäcilia (das Bildniß der Mistr. Gibson) miteiner Stelle aus dem Roman Cäcilia schön inRöthflmanier gestochen. LErcie 5 .

* Ens, (Johann). Lanzi II. 460 denkt, daßderselbe vielleicht zu der Schule des jungem Her-kuls Procaccini gehören möchte, und nennt ihnübrigens einen gar nicht vollendeten Maler, dessenZartheit an Mattigkeit gränze, wie solches geradeaus seiner Arbeit zu St Mareus in Mailand er-helle, deren auch das Lexikon Erwähnung thut.

Enrervahl, (Peter). So wird irgendwo,ohne Weiteres, ein Geschichtsmaler genannt.

* Enti'nopus, (nicht Eutinapus, wie erirgendwo heißt), lebte (uicht wie das Lex. sagt,im VI. sondern) im V. Jahrhundert. Ein seltsamesWunder wiederfuhr seinem Hause im I. 420 dessendort Erwähnung geschieht. Ein Brand gierig da-rin» an, theilte sich 24. andern (d h. der ganzendamaligen Sradt Venedig ) mit; und, aufsei"Heber, wurde, durch einen plötzlich eingefalle-nen Regen, das seinige allein gerettet, das erdann, seinem Gelübde gemäß, in eine Kirche ver-wandelte. (Mir-ia. tsrs. I. 98.

* Enzensperger, (Joh. Baptista), lerntebey Baldauf zu Oberndorf, und siudirte zu Venedig (nicht bey Diziani, wie das Lex. sagt, sondern)bey Tiepolo ; so wie dort auch sein Todesjahr irrig1773. für 1777. angegeben ist. Ob derselbe,oder ein andrer Künstler es sey, den eine unsrerHandschriften I. Enzesberger nennt, und vonihm sagt, daß derselbe nach französischen Kupfer-stechern copirt habe, ist uns unbekannt. Unterdem Namen des Joh. Baptista Enzendergersführt nämlich ein Verzeichniß.meines scl Vatersan die zc». Blatter, geistlichen, mythologischen undgalanten Inhalts an; wie z B. ein Kruzifix: OJesu Lbrisle per iliam in o^ressu suo, ohneNamen des Malers; dann: les Laeehantss enäor-mies, nach Boncher, ls kUmrne Jalouse, und Is

Neäiclll emx^rigue, nach Teniers fcrners wieder