Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
329
JPEG-Download
 

Enzinger.

Blätter, die ausdrücklich mitäsl. etso. bezeichnetsind (wie z B. die vier Welttheile, die klugenund thörigten Jungfrauen, und die Geschichte desverlorenen Sohns) und endlich auch einen St.-Ambrosius nach ihm, von A. H. I. Dägmayr ge-stocken, an. Auch der Winklersche Katalog nenntden zu Augsburg gestorbenen I B- E'izens-perger einen Maler und Kupferätzer, und führtvon ihm eine Magdalena, welche Christus dieHand küßt, und eine Omphale , die dem Herkuldie Spindel beut, bloß mit V. kec.

bezeichnet, an.

Enzinger, ( > So nennt L- v. N).

einen Künstler, welcher kleine Wildprätstücke ge-malt habe.

* Eosander , (Joh. Fried.), Freyherr vonGoethe, Ingenieur und Baumeister am preussi-schen Hofe, der durch seine Verdienste, und, wie esscheint, auch ein wenig durch Prahlerei) bis zurStelle eines General-Quartiermeisters, und zurJntendenz der Königl Gebäude gelangte. DieVollendung des Schloßbaues von Charlottenburg unternahm er 1705. nachdem Schlütter in Ungnadegefallen war. Zu seinen Bauten gehörten auch dasLustschloß Monbijou, die Orangerie zu Oranien­ burg , das Trauergerüst Friedrich 1 . d?iz.) undder Kanal von Schönhausen, der ihm aber miß-lungen war. In Schwedische Dienste trat er 1714.und vertheidigte Stralsund 17,5. Eine Anekdoteüber ihn, daß, als er einst von seinem erstenHerrn zu einer Unterhandlung mit Carl XII. ge-braucht worden, dieser soll gesagt haben: Er seynicht gewohnt, mit einem Maurermeister zu nego-ziren, scheint, der angegebenen Zeit wegen, ganzaus der Luft gegriffen zu seyn. He in eckeNachrichten I. 4042.

Epee, ( ) ein Baumeister, arbeitete zu

Paris um l?z6. /'i§a»ro/.

Epernay, (Ritter von), ein geschickter In-genieur, von welchem man auch drey Aussichtendes Fort Royal zu Martinique kennt.

Epicie, (Bernhardt'', Zeichner und Stechermit der Nadel und dem Grabstichel. Bey seinemTode trug er den Titel eines 8ecretslrs perpetuelet Ulstorio^raphe öe I'He. ». 6e ?. et <ls 8. etkroksüseur ll'UistoIrs lies kleves proteAss. Inder Stecherkunst scheint er Johann Audran zumLehrer gehabt zu haben, dessen Styl er gut genugnachahmte. Er zeichnete nicht sehr correkt; demohngeachtet sind seine bessern Blätter nicht ohneVerdienst. Schon um 1722. nahm er gemeinschaft-lich mit Desplaces , Duchange und Dupuis, An-theil an dem mehrmals von uns angeführten:Kernel! «les yo. Neter, tirees lies sept Cartons<le Ksphael. Späterhin gierig er, auf Einladungdes Kunsthändlers Th- Bowles nach London , woer, in Gesellschaft von Dubosc und Beauvais diese Kartons von Raphael selber stechen half.Mein das Unternehmen mißglückte; das bekannteähnliche von Dorigny schlug das ihrige völlig zuBoden, und es wurde ihnen davon weder großeEhre noch großer Nutzen zu Theil. Auch scheintl'Epicier's Aufenhalt in London nicht lange ge«dauert zu haben. Bey seiner Rückkehr nach Paris fuhr er fort, an verschiedenen Werken zu arbeiten,und als Historiograph der Akademie gab er seineschon im Lex. angeführten Werke: vsserlption «les1»lrleaux äu Kai, Viss öe pelntres «In Kai u. s. f.uns Licht. Seine Blätter bestehen in Bildnissensowohl als historischen Gegenständen. Ein dreyssigder vorzüglichsten führt Rost V III. 9062. an Zudenselben mögen seine Beschneidung, dann Jupiterund Io, uud Jupiter und Juno, alle drey nachJul. Romanus, für das Kabinet Crozat gehören,von welchen das zweyte auch Füßli I. r 85 - ge-schmackvoll gestochen nennt. Ueberhaupt ist dieBemerkung im Lexikon unrichtig, daß dieser Künst-ler bloß nach französischen Meistern gearbeitet habe.So kennt man r- B. neben obigen, von ihm,

Era. 329

Blatter nach Gauli, und dann nach Moor, Net-scher, Rembrandt und Teniers . Die mehrern sindzwischen den I 1740. und 47, datirt.

* Epicie. ( l'). Das Gemälde, von wel-

chem das Lex. spricht, war ein großes 26^ langesund 12^ hohes Bild, dos die Landung Wilhelmsdes Eroberers an den Küsten von England zuMGegenstand hatte, und aber, trotz der Bewunde-rung des großen Haufens, bey (Luzian' Diderot(Lssajz 295-Zao.) nicht die mindeste Gnade fand.Jeder andre Künstler, glaubt er, hätte einen bedeu-tendern Moment der Handlung gewählt, als esgerade dieser gethan oder selbst aus dem gewähl-ten bessern Vortheil gezogen; neben dem, daß derFehler der Erfindung weder durch Adel des Aus-drucks, noch durch Harmonie in der trocknen,harten und rohen Ausführung ersetzt werde. Nochhärter und, wie wir besorgen, »och richtiger -beurtheilt derselbe (I. 0. zooZ05.) eine Taufe Christi von I'Epicis auf der gleichen Ausstellungvon 1765. wobey wirklich vortrefliche Bemerkungenüber die Seltenheit guter Kirchengemälde sowohlals über den Nachtheil der schlechten »achge esenzu werden verdienen; und endlich (l. Z05zoZ )

ein drittes (St. Crepin und St. Crepinie» , welcheihr Gut unter die Armen vertheilen) woran erhauptsächlich des Künstlers Plagiat aus le Sueucrüget, und auch über das Allgemeine der soge-nannten Reminiscenzen eben so viel Gutes alsWitziges sagt. Wie dem immer seyn mag, sonahm die Akademie ihn bald hernach (1767.) zudem Ihrigen, späterhin aber (177z.) zu ihrem wirk-lichen Mitgliede auf. und 1779. wurde er vollendsvon ihr zum Professor ernannt. In der Zwischen-zeit sah man noch von ihm: Chlistus unter denKindern; die Bekehrung St. Pauls, die Erziehungdes Achilles, und viele Scenen aus Ovid für denKönig; dann ein großes Gemälde, das zur Zierdeder Kapelle bey der Kriegsschule bestimmt war,nebst einer Menge kleinerer. Allein mit alle demnennt auch FioriHo I>I. 510 unsern Manneinenmittelmäßigen Künstler, ohne Wärme und Schwungder Phantasie, seine Zeichnung mangelhaft, undseine Carnation, ihres gefälligen Anscheins unge-achtet falsch, und dann eben seine Kompositionenaus den Werken des Poussins, le Sueur und etli-chen italienischen Meistern zusammengeflickt." Vonden weiter» Schicksalen desselben ist uns nichtsbekannt. In dem ^Imsnaek cl?8 Usaux-^rtsvon iZoz. kömmt er wenigstens unter den damalsnoch zu Paris lebenden Künstlern nickt mehr zumVorschein. Dagegen ist es ohne Zweifel derselbe,nach welchem der Katalog von Brandes ein Ouose^o von le Vasseur, und In Demnnäö ncceytssvon Bervic (l ?34 ) als sehr schöne Blätter anführt;und in solchem Fall sind die Anfangsbuchstabenseines Namens N. L-

* Eplmerheus. S. oben Diburades.

*Epirynchanes oder Epirynchanus.Ueber diesen berühmten Steinschneider, der zu denZeiten des Kais. Augustus lebte, s. Mehreres inMurr's klbllotk. CI^ptoZraxk.

Eppen, ( ) ein Bildhauer in Potsdam

um 1775. verfertigte viele Zierrathen in dem dasi-gen neue Schlosse. LFicolal.

Eppenhoff, (Lorenz), ein Bildnißmaler inSckmelzfarben, aus Holland gebürtig; kam 1635.nach Berlin . Er erhielt 1639. ei» Gehalt von zoc>.Rthlr. mit dem Bedinge, daß er sechs Bildnisseunentgeldlich, und die übrigen das Stück für zoRthlr. und, schrecklich zu hören! jedes Viertel-jahr eine gewisse Anzahl Conterfakturen des Chur-fürsten und der Churfürst«! malen sollte, die dannverschenkt wurden. Mcolat.

Era, ( della). So wird km Meusel-schen Mus. (VI. 9ss) ein mailändischer Künstlergenannt, der im I. 1788 zu Rom in der einge-brannten Wachsmalerey - Kunst arbeitete und die