Band 
Zweyter Theil [1].
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330
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Erda.

Ermels.

kleinern Stücke lieferte, welche damals der sel.Rath Reiffenftein u. a. für die Russ. Kaiserin, zurVerzierung eines Spiegelzimmers, in diesereitelen Kunst verfertigen liessen, deren frühere ar-beitselige Versuche des letztgenannten übrigens sowackern Ehrenmanns in 176z. der Verfasser dieserZusätze mit eigenen Augen zu erblicken und fastzu beweinen den Anlaß hatte!

Erda , Orebel und Marernovi bautenunter der Regierung Peter des Großen das Hotelder Akademie der Wissenschaften zu St. Peters-burg . Mensel Misc. XI. 27z.

Erdl'nger, (Daniel). So nennt sich einKupferstecher, von welchem man eine Taufe Christinach Pouffin, und eine: Erziehung, nachBalestrakennt.

Erdmannsdorf, (Friedrich Wilhelm von),Freyherr, ein großer Kenner und Beförderer derKunst , geb. zu Dresden 1756. siudirte in Mitten-berg Mathematik, Naturlehre, Geschichte undPhilologie, und hielt sich dann mehrere Jahre inDessau auf Im I. 1761 gieng er nach Italien ,und nach seiner Zurückkunft mit dem Fürsten vonDessau nach England. Von dieser Zeit an war dieschöne Baukunst der vornehmste Gegenstand seinerStudien. Im I. 1765 begleitete er den Fürsten auf einer zweyten Reise nach Italien, Frankreich ,England und Schottland. In Rom studirte erunter Clerisseau die Ueberreste der alten Architektur,und befließ sich auch im Praktischen der Kunst bisins kleinste Detail. Nach seiner Rückkehr verwen-dete er die gesammelten Kenntnisse zur Kultur desDessauischen Landes, ermunterte und bildete dieKünstler, und zog mehrere auch aus der Ferneherbey. Sein Haus war eine wahre Akademie.Im I. 1770. besuchte er mit dem mehrgeoachtenFürsten und dessen Gemahlin die Schweiz , von woans er eine dritte Exkursion nach Rom machte.Als Friedrich Wilhelm II. zur Regierung kam, ließer sich durch E. mehrere Zimmer in Sansouci undBerlin einrichten. Im I. 1739. gieng er, in Be-gleit des Erbprinzen von Braunschweig zum Vier-tenmal nach Italien , wo er sich wieder ein vollesJahr aufhielt. Hauptsächlich auf seinen Rathwurde >798 die chalcographische Gesellschaft inDessau gestiftet. Besonders aber hat er sichdurch die herrlichsten Werke der Baukunst in undum Dessau durch das Schloß zu Wörlitz , dasDenkmal des Fürsten Dietrich daselbst, und durchdas Landhaus der Fürstin in Luisium, welche allenach seiner Erfindung aufgeführt wurden, so wiedurch die schönen Anlagen, wodurch der Fürst dieGegend um Dessau in Einen großen Park umgerschaffen, einen ewigen Namen gemacht. Seinletztes architektonisches Werk war das Schauspiel-haus in Dessau . Als Schriftsteller ist er nur durcheinzelne artistische Aufsätze voll Geist und Kunst be-kannt. Durch die chalcographische Gesellschaft gaber im I. 1797. seine zu Rom gezeichneten architek-tonischen Studien mit einer Einleitung ans Licht.Unter seinen Manuskripten hinterließ er eine treueund schöne Uebersetzung der drey ersten Bücher desVitruvs, den er sich zu einein seiner Hauptstudiengemacht hatte. Sein Charakter war höchst ach-tungswürdig; durch treue Pflichterfüllung in jedemVerhältnisse und durch reine Religiosität zeichneteer sich vor den meisten Personen seines Standesaufs rühmlichste aus. Er starb 9. März iZoo.Rode hat sein Leben beschrieben (Dessau iZor.).Baur .

Eredi , (Benedikt), Kupferstecher und Kunst-händler, geb. zu Florenz um i?5<r wo er sich um1770. auch niedergelassen. Derselbe gab, nebstI. B- Eecchk, 9. Blätter, mit dem Titel: 1 0 ststoantico sei 8epolcrc> cli Oante, cüe e8Sl8te nellaLitts. si Uavenns, e 6i piu Ic> 8tstc> attusle,aol gnsle e 8tatc> clsi fonäamenti insAm'ücamonte«retto ote. 00I «lise^no e csrta sei celebrs - 4 retn-tettc», Or»rr//o Mor-rZssn; dann, ebenfalls mittfecchi: Louarum ^rtium spleyäorl XII. 1'sbulre

wieder drey Folgen von zo. Blattern, nach ver'schiedenen florentinischen und andern italienischenMeistern lFol. Florenz 1776). Ausserdem batEredi auch Bildnisse (für die 8erie si kitrsttiu. s. f.) gestochen Ob seine hie und da einzeln an-gezeigten historischen Blatter, wie z. B. RaphaelsVerklarung und Volterra's Abnehmung vom Krem«(vielleicht nach Dorigny ) die Ehebrecherin nachBronzino, Joseph der von dem Engel zur Fluch,ermähnt wird, nach Cignani, Moses nach Guidou. s. f. nicht alle (wie z. B. der erwähnte Josephzuverlaßiq) zu jenen Sammlungen gehören, ist unsunbekannt. Rost IV. 249-50. Fußli II. 335-86

* E re m ira. Ein Beyname, welcher H. Schwa-nevell, wegen seiner Liebe zum einsamen Leben mit-getheilt wurde. Ob es aber derselbe sey, der vol-lends auf einem Blatte: Lromiw Camal-iuluzMontl3 Loronss heißt, ist uns zur Zeit noch un-bekannt.

*Erenberg. S. Ebrenberg.

Erhamer, ( ) Nach einem sonst unbe-

kannten Künstler dieses Namens hat A. Scacciatieinen Speisesaal gestochen. Mrc.

Erhard, «Andreas), ein Berner; zeichnetefür den berühmten C- Patin nach antiken Medaillen.Füßli II. 192.

(Christian), geb. zu Augsburg i?;a.lernte bey I G. Bergmüller. Er malte auf nassenWurf an Häusern, Zimmern und Decken, unbbrachte bey manchen gute Architektur an Dannzeichnete er die meisten Blatter eines Werkes, be-titelt: Der Mensch in seinen verschiedenenGranden und Geschäften, von Sterten 35g.

Eribertus. Ein Maler, welcher im IX.Jahrhundert zu Verona arbeitete, wird von Mastfei angeführt.

Erich, (August), ein Maler arbeitete 1644zu Leutmeritz. P. Aubry hat nach ihm ein BildnißI. W. von Bockendorf von Misnic, gestochen.Mrc.

*Erichsen oder Ericksen, (Virgil). Der-selbe kam 1754. nach Petersburg , wo er Bildnissein Oel und in Miniatur malte. Seine zarte Ma-nier gefiel der Kaiserin Catherina II. die ihn zuihrem Hofmaler wählte, so, daß er seither alle ihregroßen und kleinen Bildnisse malte. Auch Ge-schichtsgemalde kennt man von ihm, und findetvon seinen Werken in der Kaiserlichen Galerie dl°.504. bis 306. und 992. O. H. de Lohde, A.Radigues und G F Schmidt haben nach ihmBildnisse (letztrer Büsching's seines) und C. M.Roth einen Hund gestochen. Er starb 1732.

Er ick oder Fricks. S. Zecht.

*Erigonus. Mit alle dem, daß dieserantike Künstler ans einem bloßen Farbenreiber einMaler geworden, machte derselbe genug Fort-schritte, um einen Schüler, Pausias , zu bilden,der zu seiner Zeit berühmt wurde. Mate/et.

* Errmeln. Soll, nach Andern, Enmelsheiffen.

Erlach, (Madam von), nachher VermahlteBestes, eine Kunstliebhaberin, ätzte um 1756-)?Paris für ihr Vergnügen einige Landschaften, diebey /ss. 8. V. 6e88ee verzeichnet sind.

Er lacher, (Joh. Michel), war einer von den

Baumeistern des Münsters zu Strasburg um

Er11nger, ( ) ein Deutscher ; malte H>W

rische Gegenstände in Miniatur.

* Ermels, (Joh. Franz). Ein Bildniß vonihm setzt sein Geburtsjahr in 1641. und eben wmüßte sein sonst überall angenommenes Todesjahrrdsr. unrichtig seyn, wenn hinwieder Rostl-S^'