Band 
Zweyter Theil [1].
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331
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Ermeltrau t.

(mit sich selbst im Widerspruch) einige seiner geist-reich geätzten Landschaften, mit Ruinen und Thie-ren staffirt, ausdrücklich mit: Lrmels kee. 1697.anführt. Der Winklersche Katalog kennt, nebstmehrern andern, von ihm 6. kleine Landschaftenmit Ruinen, welche Einige B. Breemberg zu-schreiben, und rühmt an denselben besonders dasschöne Blätterwerk. Dann hat ebenders Katalogeine Landschaft mit liegenden Schaafen und einemeingeschlummerten Schäfer, nach einer Skizze vonihm, von dem Ingenieur - Hauptmann Cuvilliesgestochen.

Lrmeltraut, ( ) So nennt der Wink«

lersche Katalog einen Maler und Kupferätzer vonNürnberg , und führt von ihm eine Anbetungder Hirten bey der Krippe, nach seiner eignen Er-findung, mit l?57. datirt, an.

Ernest oder Ernst, (Carl Matthias), Ma-ler, Zeichner, Kupferstecher und Kupferatzer, geb.m Mannheim 1753. Er lernte das Zeichnen beyVerhelf! und Verschaffest; alsdann gieng er 1773.nach Basel , um in C. von Mechels Kupferstecher-Institute zu arbeiten; aber aus Unzufriedenheitverließ er es bald. Nachher arbeitete er eine Zeitlang für eigene Rechnung, nach Franz Schütz,namentlich auch den großen Rhein -Fall, aber mitwenig glücklichem Erfolge. Hierauf hielt er sicheine Weile am Würtembergischen Hofe zu Müm-xelgard auf; von da kehrte er 1731. nach Mann-eim zurück, wo er von neuem die Akademie fleissigesuchte. Im I. 1733 gieng er nach Kirchheim-Polanden zum Prinzen von Nassau-Weilburg, alsZeichenmeisier. Zu seinen beßten Blattern gehören:Die Mutter des Rubens, (1775. schon) nach Ru­ bens , und die beyden Bildnisse des Prinzen undder Prinzessin von Nassau-Weilburg, die auf eineneue Manier in Farben abgedruckt waren. Spä-terhin kündigte er zwey neue Blätter: ls Lonti-nence lle 3 clpion, und eine Geißelung nach eignerErfindung, mit ziemlicher Selbstgefälligkeit an.Rost II. 36566. und Mensel II. wo von ihm,neben Andcrm, eben ein Blatt: Scipio'« (nichtSophiens, wie es dort heißt) größter Sieg,nach Solimena (1733 ) angeführt, und dabey dasSpektaculöse erzählt wird:Dieses Blatt hat ernach einer von ihm erfundenen Manier bearbeitet,indem nämlich, auf heraldische Art" (0 Jam-mer!)die Farben durch verschiedene Schraffirun-gen angedeutet sind. Es wird hievon dem Publi-kum mit der Zeit Nachricht gegeben werden." Eineausführliche Jugendgeschichte unsers Ernst'« (wiets scheint von einem seiner Freunde versaßt) welchebis zu seiner Berufung nach Küchheim geht befin-det sich in Mensel« Museum VII. 33-30.und verdient, ihr äussersten Seltsamkeit wegen,nachgelesen zu werden. Ob dieser Künstler ver-leibe sey, von welchem ein Verze chniß meines sel.Vaters s. v Match. Ernst Landschaften» Douchers,Fcrgs und Zuccharelle's Zeichnungen anführt, ist unseben so, wie überhaupt seine weiter» Schicksale un-bekannt; und nicht minder, ob er gar Einer undDerselbe mit demjenigen Ernest seyn möchte,welcher seiner Zeit in öffentlichen Nachrichten einfranzösischer Künstler genannt wurde, der nach derNatur die europäischen Sommervögel zu Engra-melle's Prachtwerke gemalt hakte, welches überdiesen Gegenstand in 7. gr. Octav-Bänden im I.r? 79 . zu Paris erschienen war?

Ern 0 u, (Peter). So nennt sich ein uns sonstganz unbekannter französischer Künstler, nach wel-chem G. Edelink (1694.) ein sehr schönes Bildnißdes Kupferstechers P. Simon gestochen hat.

Ernst, (Martha), eine geschickte Zeichnen,,und Gouache-Malerin zu Bern , lebte (1806.) zuInterlaken , wo sie dem zu Untersten wohnendenKupferätzer und Maler König, bey Ausführungseiner mannigfaltigen Kunstunternehmungen behel-fe» ist. Auf der Ausstellung zu Bern 1304- sahman von ihr ein gezeichmtes Blatt: le Lüst puni.

Erringet. Zzi

welches sehr gerühmt wurde. Meusel Arch.

IV. 65.

Errante, ( ). So wird in den hlou-

V6lis8 668 ^rts (IV. S25.) ein italienischer Künstlergenannt, dessen Arbeiten (in welcher Gattung wirdnicht gesagt) während der Anwesenheit des KaisersNapoleon zu Mailand ,304. die Aufmerksamkeitdesselben vorzüglich mit auf sich gezogen hatten.

* Errard, (Carl). Einige setzen sein Geburts-jahr in i6oi. und das seiner Wahl zum Direktorateder französ. Akademie zu Rom in ,665 wohin er1666. mit zwölf von dem Könige unterstützten fran­ zösischen Jünglingen abgieng, und wo man ihnbereits, während seines frühern Aufenthalts da-selbst in 1635. zum Mitglieds der dortigen Akademievon St. Lukas angenommen hatte. Auch war ereiner der zwölf ersten Mitglieder der Königs.Französ. zu Paris . Das Unternehmen, diese bey-den Institute miteinander zu verbinden, wurde vondem römischen vereitelt. Don der Hand dieses ge-schickten Mannes rührten die Zeichnungen zu derersten und zweyten Ausgabe der parsl?! ? ll? i'dr-chlteotureancienns ?k möllern? her, u. eben so die-jenigen zu den vortreflichen, für Künstler -o nütz-lichen anatomischen Tawln, welche durch Hülfe derAerzte B Genga und I. M- Eancini unter demTitel aus Licht gestellt wnrden: /Instomis perU80 et intelaAsnrirr llel Diss^no etr I'ol U<m.

691 Liorillo III. S34Z5 Die der KöniginChristina zugeeigeten Vasen, von welchen das Lex.spricht, waren nickt von ihm selbst, sondern vonTournier geätzt. Ein Verzeichniß der nach seinenZeichnungen gestochenen Bildnisse und historischenBlätter ist um so viel schwerer gehörig ausfindigzu machen, da wir einige Spuren noch von einemandern Earl Errard finden, der zugleich Zeichnerund Kupferstecher gewesen seyn soll Einzig zu-verläßig aber hat nach ihm I. Marot vier Planevon der Frauen-Kirche de l'Assomption in der St.Honore - Straße zu Paris gestochen. Von ihm,als Baumeister, sagt dann MiliZia (I n, rer- II., 97 98 - >: » Während seines Aufenthaltes zu Rom beschädigte er sich, die vornehmsten Werke derneuern Baukunst zu messen und zu zeichnen, unddaraus einen Anhang zu Cbainbray's Paralelle zuverfertigen. Allein der Tod hinderte ihn an dessenAusführung. Seine (oberwähnte) Kirche dell'Assumzione zu Paris beweist eben nicht viel fürseine praktische Kunst. Und doch hatte er an zweyandern Kirchen in der Nähe (von Mansard undChaillot) so vortrefiiche Beyspiele vor Augen. DieHauptfa<,ade der seinigen hat einen Portikus, derzwar für sich gut genug ist, dann aber von demwas darüber steht, und dieses vollends von einergigantischen Kuppel erdrückt wird. Dos Innereist nicht glücklicher gerathen; das Architektonischevernachläßigt, »nd di>- Skulptur ohne Einsichtverschwendet. Vielleicht aber, daß seine aus Ita­ lien nach Paris gesandten Zeichnungen dort, wiees oft begegnet ist, a la Carlona ausgeführtwurden."

(Johann). So hieß ein Königs.

Französ. Ingenieur, geb. zu Bar le Duc, , 554 «

Errefalde, (P.). Und so ein französischerKupferstecher, von dem man ein von 1653 datirtesBlatt: Uenellictlon ll? I'^hbs 83 e ll? 8t. ^nrvi'iis,6IIe lls Nr. Nole, Qarlle lles 5 c?»ux, kennt.

Erschau oder Erschay, (Jacobe So hießein Baumeister, der um 1600. zu Augsburg gear-beitet hat. chk".

* Erring er, (Franz , geb. ,640. und gest. zuParis . Von seinen Lebensumständen weiß mannur so viel, daß er dort, dann zu Antwerpen , undendlich zu Rom mit vielem Beyfall gearbeitet habe.Rost II 8 der, neben dem im Lexikon von ihmAngeführten, noch Verschiedenes von ihm anzeigt.So z. B. eine Folge von ,o kleinen Blättern.: Die

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