Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
332
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Jzr Erysicton.

mathematischen Wissenschaften, durch Kkndergrup-pen dargestellt; Ovidische Verwandlungen (10.Bl.), nach Jos. Werners Miniaturen; das sehrgroße, Blait der Frstüng Lcuwe in Trabant, in1678 durch die Franzosen in der Nacht eingenom-men, nach van der Meulen, wahrscheinlich für dasPrachtwerk des H- von Beaulieu: 6ic>rieuss8ccmguetss äs Toni? ls^6ranä, Zr. f'ol. 169 s;dann etliche DildnW, Mit und ohne Namen desMalers. Ein weit vollständigeres Verzeichniß abervon an dje 70. X?. von ihm, zwischen i 665 . undi?lS. öatirz, findet sich unter den Handschriftenmeines sel Vaters, da denn aus letztrer Jahrs-zahl, welche eines seiner Werke: Nsäaillss äuLsAiw äs Touis XV. trägt, entweder erhellet,daß solches erst nach seinem Hinscheid erschienen,oder dann, daß.sein (nie genau bestimmtes) Todes-jahr zu Anfang des XVkl. Jahrh, zu früh' ange-geben sey. Einen Theil der obgenannten Blatter,hauptsächlich aus den Ovidisch n Verwandlungen,und dann: Einen St. Johann der in der Wüstepredigt ein artiges Blattmit einer Menge kleinerFiguren) führt auch der Winklersche Katalog an,der überhaupt seine Radiernadel geistreich, undseinen Grabstichel äusserst zart und reinlich nenntwas sich so selten beysammen zu finden pflegt.Oonk. auch den Gantkatalog von Brandes. Da-gegen werden seine 8- Blatter: Vom Leben Alexan-ders, wich Rubens , von Füßli (IV. 215-- sehrschwache Stiche genannt-

Erysicton, ein Sohn des Cecrops, fieng inder Insel Delos den Tempel des Apollo zu bauenan, welcher nachher auf Kosten von ganz Griechen­ land vergrößert, und zu einem der herrlichsten Ge-bäude der Welt worden war. Neben andern Merk-würdigkeiten enthielt derselbe einen aus den Hör-nern verschiedener Thiere so wunderbar zusammen-gefügten Altar , daß man daran keinerlei) Bin-vungsmittel ersehen konnte.. terrc. I.14.

Eschard, (N), ein holländischer Zeichner;wird in I. ph. le Bas Katalog und 66.

angeführt.

Escher, (Hans Caspar), geb. zu Zürich t/ 75 .ei» Neffe des Nachfolgenden, lebte mehrere Jahreals Dilettante der bildenden Künste in Rom ;studirte dort, unter Anleitung von Weinbrenner,die schöne Baukunst, und zeichnet architektonischeund technische Risse mit eben so vieler Gründlich-keit als reinem Geschmacke. Lebte in seiner Ge-burtsstadt 1806.

(Conrad), geb. zu Zürich 1767. einMineraloge, der seit Saussure's Tode die Schwei-zerschen Alpen, so wie die anliegenden Hochgebürgeder Nachbarschaft, am Gründlichsten, noch ingrößerm Umfange kennt, und seine Kunde der-selben durch jährliche Reisen »»ermüdet erweitert;so wie er auch in Pfeiferscher Manier Reliefsverfertigt, und eine Menge Alpenausstchten, zwarvorzüglich zum Behufe seiner Lieblingsstudien ge-zeichnet hat, welche aber zugleich in topographi-scher Hinsicht hohen Werth haben, und wegen derungemeinen Wahrheit und Richtigkeit der Gcbirgs«Zeichnung auch für den Maler äusserst merkwürdigsind. Lebte in seiner Geburtsstadt 1806. Tbkc.

geb. zu Zürich ,756 ein Kunst-liebhaber , malte sehr schöne Landschaften, theilsnach der Natur , theils in Geßnerschcm Geschmacke.Dergleichen sah man von ihm auf der Kunstaus-stellung zu Zürich von iZoz. Lebte in seiner Ge-burtsstadt 1806.

(Rudolph), ein älterer Liebhaber inZürich ; malte um 1690. einige Bildnisse, von wel-chen I. Bodmer diejenigen des dortigen Bürger-meisters I. H. Cschers und des Archiarers L. Enge-ler nach ihm gestochen hat

(Madame), geb. Schulrheß, eineDilettantin von Zürich ; lernte bey Huber. Auf derdortigen Kunstausstellung von 1802. sah man von

Esperling.

ihr sehr geschmackvoll in Acquarell, nach derNatur gezeichnete Ansichten vom Montblanc »ichdem Thal Chamouny.

Eschrisch, (Fräuleinvon), eine junge Künsslerin zu Wien um das I. 1803. Kenner rühmenan ihren Bildnissen, wie z. B. an demjenigen desErzherzog Karls, der großen Klavierspielerin Fräu-lein Spielmann, und des Doktor Galls, die richtigeZeichnung, die schönen Stellungen, und einenGeist und Leben athmenden Ausdruck. Letzlresist von Mreenk in Kupfer gestochen. Freymürbiae- 8 o 3 .X'°. 58 -

Escobedo, (Fra Johann d'), ,'n einem spa­ nischen Gedinge geboren, zu Eegovia erzogen, undin der Geometrie und Architektur unterrichtet (ke-liAivxo (isrormno 6l erhielt von der Köni-

gin Jsabella den Auftrag , die berühmte alt-römi-sche , in Verfall gerathene Wasserleitung zu gedach-tem Segovia wieder in Stand zu stellen, was auchgeschah.Aber" (ruft Milizia (lLä. rei-r. l. ziz.mit allzuviel Kunsirichter-Spleen aus), »welcheArmseligkeit in Vergleichung mit dem alten Werke!Alles beschrankte sich auf drey Brücken, die mehrnützlich als prächtig warm." Desto besser.

Escreniere, (ds l'), ein Maler zu Paris um 1710. nach welchem P Drevet die Bildnissedes Theologen L. Hideux und des Abts I. Poliniergestochen hat.

* Eshaw, (Peter ^ van). So nennt Basen(zec. lgä.) einen niederländischen Kupferstecher, dernach Rubens ein Mädchen, mit einem Korb vollKirschen, und, nach Rembrandt , St. PetersBarke im Ungewitter, letztres in des Malers Ma-nier in Kupfer geätzt habe. Es ist aber wohl zuver-läßig, baß hier von dem unten folgenden CarlErschau die Rede sey, den schon das Lexikon,und dann eben auch die (weit bessere) erste Ausgabevon Basan selber hat.

Esnaut und Bapilly, ( ). So nann-

ten sich zwey französische Kunstverleger (zu welcherZeit?) bey denen z. B. die Blätter: llelolge pre-nnkit Is vvile, und: leg Oostuineg kranhois inHeften erschienen waren. Mrc.

* Espadron. Ein Bentname von CarlScrera, nicht Srera, wie das Lex. sagt.

* Espanandel, (Matthäus). In derStatüensammlung des S- Tbomasfin finden sichnach ihm gestochen X°. 52. ioi. 175. 177. nämlich:Ein basischer König; der Flegmatiker; eine Thermevon Diogenes , und eine von Sokrates -, Me.

Espendl'us, (I,). Sg nennt das Suppl-des Lexikons, ohne Weiteres, einen Kupferstecher,der um 15^0. gearbeitet habe.

Espercieux, ( ) ein neuerer französi-

scher Bildhauer, lebte zufolge des Him-masü-iesLeaux-Hrts von 1803. damals zu Paris , undwird dort von ihm seine Statue des Friedens ge-nannt. Ob es dieselbe sey, welche Lands»(Annalen I. 89 ) eine allegorische Figur der fran-zösischen Republik» und ei» Modell von ich Schuh Höhe heißc, welches in Bronze ausgeführt werdenund den Gipfel der National - Eolonne zieren sollte,wissen wir zwar nicht zuverläßig; doch vermuthenwir es nach der (I. <-) vorkommenden Beschrei-bung und Abbildung dieser (sehr schönen und ein-fachen) Figur, welche, in Tunika und Mantel ge-kleidet, mit Lorbrr gekrönt, in ihrer Rechten dieLanze, in der Linken eine Kornähre (wohl am Spre-chendsten das Symbol des Friedens) hält. Nochmdet man in dem M. Hefte von Derournelles

Xecusil ä'^rcliltesturs (i8cus.) den Entwurf eines'ür den Brunnen Desaix bestimmten Monumentesvon eben diesem Künstler.

* Esperling, (Joseph). Nach ihmSchienen (1758.) das Bildniß des Baseler-Ka»i<