Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
333
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Espernay.

lers und Gelehrten, Jsaak Jselins, gestochen.

Mc.

Espernay oder Espinasse, (Rittervonl'), ein (1790) neuerer französischer Kriegsban-meister, der ein großes Talent zu Darstellung vonAussichten besaß. Selbst atzte er drey dergleichenvon der Konigl. Festung auf Martinique . Hin-wieder hatten nach ihm Berrault und Dupleffisgemeinschaftlich 4. Vue3 interisurs8 cls ?3r>3(schöne Blätter) und die Gebrüder Darin 2. Vu«8llu ?3lsi8 stoyal, <Ie3 Lalerlon et äu ^arrlln ge-liefert. Fioriüo III. 555. und

Wahrscheinlich ist dies der nämliche Künstler, derzuselge des ^Imanack cie8 6eaux-^rt8 von iZvZ.(p. 2l6.) L. r(l. l'Esplnasse heißt, und damalsein Iraits cls ?er8psctivs linöuirs ä l'u8a^e cies-irtistes 8. mit 26. Kupf. gab; vielleicht selbst derGeneral und Senator l'Espmasse, der im 1 .1800.ein iLssai 8ur I'Or^ani8stIon cls I'^rtillerls ge-schrieben hatte.

* Espine, (dc l'), der Baumeister. Nachdiesem hat I. Marot (1604.) eine Vue 6n Uonrnsuk zu Paris gestochen. Auch kennt man ein mitdiesem Namen bezeichnetes Blatt, das einen algie-rischen Janitscharen vorstellt. M^c. S. auch dengleich folgenden Artikel.

(de l'). Schwerlich von dem obigen,sondern wohl von einem neuern Künstler dieses Na-mens heißt es irgendwo, daß ein solcher Schweizer -Landschaften gestochen habe. Und diesem dürftedann freylich auch, eher als dem alten Baumei-ster, der algierische Janitschar zuzueignen seyn.

* Espingola, (Franz). In der Statüen-

saminiung von S- Tbomasfin finden sich nach ihmgestochen: 57. 57. und 172. nämlich: Bere-

ist«; Arria und Paetus; und ein Grupp Kinderaux Dauphins.

Eb, (Hans). Und so ein Glasmaler zu Nürn­ berg um 1594.

Essex, ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Baumeister zu Cambridge .

Eßlinger, (Hans). S. die Art. Steph.Zengker oder Zinnichen.

(I. Martin), ein junger Waisenknabevon Zürich , Schüler von Oberkogler. Auf derdortigen Kunstausstellung von 1806. sah man vonihm eine mit der Feder bis zu vollkommener Täu-schung gezeichnete Cvpie eines Blattes: Die Aufer-stehung von Bartolozzi , nach Guarana, welche denwahren Beruf dieses Jünglings für die Kupfer-stecherkunst wohl unzweydeutig bewähret.

Estense, (Balthasar), ein Maler und Stem-pelschneider von Ferrara , arbeitete um i-j72. Ba-ruffaldi führt einige mit seinem Namen von ihmselbst unterzeichnete Tafeln an, und in verschie-denen Museen sollen sich meisterhaft von ihm ge-grabene Schaumünzen, namentlich zwey zu Ehrendes Herzogen von Ferrara , Herkul d'Este, mitvorerwähnter Jahrszahl befinden. La-rsr II. 2.222.

"Estradier, ( ) der Formschneider,

dessen im Lex. unter dem Art. icl (sarons kürz-lich gedacht wird, lebte zu Pariis. HerneckelF> lslachr. rzo.

Erchier, (Marc Gabriel). So nennt Basan(. seo.) einen Künstler von Salzburg , geb. 1757.der verschiedene Devotionsstücke., und dann einBild'niß Pabst Pius VI. in ganzer Statur gesto-chen hat.

Erlaub er, ( ) ein Baumeister, blühete

üm 175z. zu Stockholm .

Etlinger, ( ) ein Bildnißmaler, arbei-

tete um 1791. zu Mannheim In einem auch schonangeführten: Antwortschreiben! wegen Auf-suchung eines Portraitmalers von drey Eigen-

Evelyn. ZZz

Schäften imMeuselschen Museum (X VIII.<59-60.) heißt es von jhmiIßt hält sich hier(in Mannheim ) H. Etlinger auf, ein Künstler,mit dem das Frauenzimmer weniger (als mit H.Rlotz) zufrieden ist, obschon er sich verschiedeneMal in das hiesige Frag- und Anzeigs - Blattalso hat setzen lassen:Es wird jedermann zu»wissen gethan, daß der berühmte -I. Etlinger,Hofmaler St. Churfürstl. Durchl. von der Pfalz,» von München hier angekommen: er wünicht sich hier im Portraitmalen bekam - u machen; an Gleich-heit und Kunst soll nichts auszusetzen seyn," u s f.Uebrigens hatte derselbe mit dieser servilen Ankün-digung wenig Arbeit erhalten."

Etridio, ( ) malte Devotionsstücke,

welche W. Faithorn gestochen hat. 7 ^ 7 . /e LomteIII. 362.

* Erren, (Ferdinand van), ein Kupferstecher;vielleicht der F. Drrens des Lexikons. Man kenntvon ihm: Die Propheten Daniel, Esajas, Ha-bacuc, Hoseas und Micheas. M>c.

Eu, (Graf von), ein Kunstliebhaber, soll- einerMeiner Handschriften zufolge, um 17,7. ,'n Kupfergeätzt haben. Basan wird citirt, wo aber auchder bloße Name nicht zu finden steht.

Evan, (W), ein englischer Kupferstecher, gab1805. >m Doydellschen Verlag: Den großmütrer-lichen Segen, nach R. Smirke.

^Evangelist« oder Evangelist!, (Phi-lipp). Diesen Künstler tischet Lanzi I. 53z - 34.seinen Lesern wie folgt aus:Endlich trat ausdieser Schule (Ben. Lutti's) ein mittelmäßigerKünstler hervor, den man nichts desto minder fürden Urheber der schönsten Gemälde, wie z. B- derbeyden Tafeln (Geschichten von St. Margaretha)in der Kirche Ära Coeli, in St Gallicano diesenHeiligen, und im Knaben Jesu eine Geburt Christihält. Derselbe hieß Phil. Evangelisti, und warKammerdiener des Kardinals Corradini, unterdessen Aegide er manchen Auftrag erhielt. Unfähig,dasjenige auszuführen, was er wünschte, nahmer Benefiale zu seinem Gehülfen an, der dasMeiste allein malte, die halbe Zahlung bezog, unddie ganze Ehre dem Prinzipal überlassen mußte;was dann so weit gieng, daß wenn ein Werk unterBenefiale's eigenem Namen erschien, solches viel-mehr Tadel als Beyfall fand. Endlich ward denndoch dieser letztre eines solchen Maskenspiels müde,und ließ den Evangelist« allein stehen, wo er danngleich in einem Gemälde (dessen auch das LexikonErwähnung thut) in seinem wahren Bettelrock er-schien."

Euchr'on, ein Maler und Bildhauer in Grie­ chenland , in der 107. Olympiade. Er stellte inseinen Werken Schau- und Trauerspiele vor»

Eudier, (Peter). S. den Art. Beuseling.

Eveille, (Peter l'), ein Kupferstecher vonOrleans . Man hat von seiner Arbeit antike römi-sche Friesen, Verzierungen, u. s w Ferners vonihm, oder dann einem andern Künstler dieses Na-mens ein Blatt: le Lbarlatau, nach Borel. Türe.

* Evelpistus. Ueber den schon im Lexikonangeführten seltsamen Stein dieses Künstlers deraber von Bracci cle anriquls 8ca!ptor. für einenerdichteten Namen gehalten wird), s. das Meh-rere bey Murr.

Evelsen, (I E ). So nennt der wink-lersche Katalog einen um 1630. arbeitenden flamän-dischen Maler, nach welchem I. F. A. Aveline:le Nusicien L8ps§nol gestochen hat.

* Evelyn, (Johann). Man hat auch vonihm eine Abhandlung von antiken und neuernSchaumünzen, die »697. zu London mit Kupfer-blättern gedruckt ist. Mrc.

Uus