Band 
Zweyter Theil [1].
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341
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Falconet.

Als sehr bizarr schildert er dann auch seinen sittlichenCharakter; wieB- Er war ein guter Vateraber sein Sohn ist von ihm gelaufen. Er glaubteNichts und wußte wohl warum. (Daher wahr-scheinlich war ihm an dem Beyfall seiner Zeitge-nossen Alles, an dem Urtheil der Nachwelt hin-gegen Nichts gelegen; und er sagte mir hundertmal:Er gäbe keinen Thaler dafür, um seiner beßtenArbeit eine ewige Dauer zu versichern." Die voll,ständige Litteratur seiner Schriften ist folgende:Keilexien8 8ur >3 8culpture 8- 761. (deutsch in derlJ. B- d sch. wisf. und Rünfte, I. und englisch ,mit einigen andern Schriften, von N). Looke777) Odservstions 8ur ls 8tatue äe lVlaroÄurele et 8ur ä'sutres obxet8 relativ »ux öenux--lrt8 8 7/1. Iraäuctlon ä«8 34z6 I.ivr. äeav. ä. noteg 8. /4 m 8t. 772. und sutre Läit.2. Vol. 8- 3 la 775. (die Anmerkungen bestan-den meist in einer ziemlich scharfen Kritik derfrühern Uebersetzungen und Auslegungen feinesSchriftstellers). Daher dann weiters: I.eNre 31)1** ou i(epc>N8e 3 un xretenäu Lxamen äe l»Irsäuction äs troi3 llvre3 äe ?Iins (8k. keter8-bourß- 8- 775- (und im ^ourn. ens^cl. desselbenJahrs); endlich (all' Obiges, und mehr andresvon ihm, zusammengedruckt): Osuvre8 6. Vol. 8.1.3U8. 782. (s. li. 786. ri. 1..) und Dl.. z. Vol.xr. 8. P3N3 787- (!?. l..). Nach ihm hat Moettedas Tildniß des Arztes Cam. Falconet gestochen.

Falconet, geb. ssollot, Falkonet's Sohns-frau und Schülerin, s. oben Lollor. Hier fügenwir »och bey, daß dieselbe um 1780. sich im Haagaufhielt, wo sie die Büsten des Prinzen und derPrinzessin von Oranien verfertigte.

» (P.). Der Katalog von Brandesheißt ihn perer, und nennt dann verschiedenenach keiner Zeichnung von D. P. Pariset in Schwarz-kreidenmanier angenehm gearbeitete Profile etlicherenglischer Künstler: Humphry's, Kirby's, Meyer's,Reynold's und West's, welche, wo wir uns nichtirren, späterhin in Deutschland nachgeschabt wur-den; vornämlich aber das sehr schöne und selteneBlatt seiner Lucinde von Wattson, und in Deutsch ,land von Baust nachgestochen, und die vier vonV. Green vortreflich geschabten Bildnisse der Grä-fin Elisab. von Ancram, der Miß Brusby mit demKaninchen, der Mistriß Green die mit ihremKinde spielt, und der Lady Newnham in ganzerStatur.

* Falconieri, (Paul). Anstatt: Pallas!Pucci in diesem Art. des Lex. l. Pallas! Pitti.

* Faldoni, (Anton oder Joh. Anton), geb.um ,688- zu Ascolo in der Mark Treviso (nichtTarvisa wie das Lex. sagt). Die Stecherkunstlernte er, Gandellm, zufolge, von einem Bruder.I» seiner Jugend reiste er viel, und hielt sich^»ge zu Paris auf. Melans Manier mit derSpiral-Gravur ahmte er mit ziemlichen Erfolgenach. Diele seiner zahlreichen Arbeiten sind sehrSchwätzt. Rost lV. 12526. der von dem Beßtendas Derzeichniß giebt, worunter, neben den Bild-nissen seyn dürsten: Mehrere antike Bildsäulen,welche einen Theil der Statüen von Venedig , inzwey Folio-Bänden c Venet. 174043) ausmachen,und eine Anzahl Blatter , nach den Zeichnungendes Parmesano in der bekannten Sammlung vonsanerri (Venet. 174z.) Uebrigens vermuthenauch wir, gleich dem Lex. daß er einen Sohn glei-chen Namens hatte, dessen Arbeit dann sowohl einPaar Malerbildnisse im Muses Fiorentino, alseinige andre Blatter in den kltture äel 8slone lm-perlslo äel ?al322v älkirenss (1751.) besondersaber diejenigen Stiche antiker Statüen seyn möch-ten, mit welchen sich Gandellini zufolge (um>7?c>.) doch wohl kaum ein 82 jähriger Greis be,schaftigte? Freylich heißt es von ihm bey Hei-fiecke ftJachr. 1. 12z.) daß er noch 1765. ineinem Alter fast von 73. I. nach Rom gereist sey,wo er sich aber nicht aufgehalten, sondern nachVenedig zurückkehren wollte.

Falkeisen. A4r

* Falens , (Carl van). Neben den Jagd-stucken, welche le Bas und Moyret nach ihm ge-stochen, kennt man z. B. le Retour äs laOsmpL^osund l'utlle i 4 eciäsnt von Filloeul (letztresauch vonAveline), welche der (freylich mit seinem Lob nichtselten allzufreyHebige) Gantkatalog von Brandesalle, schöne Blatter nennt. »Die wenigen nachihm gearbeiteten Blatter" (sagt dann auch Hei,necke läse ^enersle ete. 1.191. was aber freylichvielmehr den Maler angeht)verdienen nebendenen nach Wouwermann's ihre Stelle.

Falgani, (Caspar), ein geschickter Landschafts«und Szenenmaler zu Florenz , Schüler von Val.Marucelli (andre sagen von Adr Fiamingho); wirdvon Baidlnucci in der Lebensbeschreibung vonFabritius Boschi angeführt. Lam^i 1. 24c». S.auch den Art. Adrian Fiamingho.

Falitz, (N.). In der Kaiser! Galerie zu St. Petersburg l8<>. izoo. wird ein Gemalt» von Insek-ten von einem Künstler dieses Namens angeführt.Bernouilli.

Falk, (Heinrich), ein geschickter Silberschmiedin erhobener Arbeit, zu Kopenhagen um 1736.

* (Jeremias), Zeichner, Kupferstecherund Kupferatzer, geb. zu Danzig um 1629. InFrankreich hatte er viel für Chauveau gearbeitet.Don da gieng er nach Holland , wo er Mehreresmit der Nadel und dem Grabstichel (meistens ge-mischt) für das bekannte Sadmet äe Re)/N8t ver,fertigte. Er stach mit gleichem Erfolge Bildnisse(wovon man das des Tycho Brahe selten undschön nennt) und Geschichte, und starb zu Danzig in hohem Alter. Rost VI. 19193. der von ihman die 40. (zwischen 1645. und 6z. datirte) Blat­ ter , ein Derzeichniß meines sel. Vaters aber an die80. anführt, wovon die Predigt Johannes des Täu-fers in der Wüste nach A. Bloemaert ein Haupt-blatt des Malers und Stechers genannt wird.Für das Rabinee vonReynst waren, neben die-sem noch: Die Cyklopen bey der Arbeit, nach Cara-vaggio (welche Füßli II. 195. anführt); dasCon-zert, und Semiramis, welche eine schlimme Neuheiterhalt, beyde nach Guercino ; Mann und Frauwelche singen, und die Buhlichwester an der Toi,leite, nach I. kys; Esau , der seinem Bruder daSRecht der Erstgeburt verkauft, nach Tintorett. Obauch eine Geburt Christi nach Caliari, eine Dor-nenkrönung nach van Dvck, Christus im Oelgartennach Guido, ein Crucifix nach Rubens , und eineH. Familie nach Stella, ist uns unbekannt. Dannfinden sich unter den zwölf Monaten nach San-drart etliche von ihm, die übrigen von Suyderhoef;und endlich scheinen die vier Evangelisten (Halb,figuren) ohne Namen des Malers, von seinereignen Erfindung zu seyn.

* (Johann). S- Falch.

( ). So nennt auch Heinecke

(tJachrichten II. 49394.) einen Künstler, der,zwar ohne Namen, einen Herkules, der denLöwen umbringt, in Holz geschnitten habe.

Falka, (Samuel), von Bicksalva, ein aus-gezeichneter Künstler in derESchriflschneider - undGießerey auf der Universitäts - Buchdruckerey zuOfen, wo er um 1801. seine Stereotypen immermehr zu vervollkommnen suchte. Zugleich war der-selbe als Kupferstecher bekannt. So sah man z. B.Bildnisse von ihm in Engel's Geschichte von Un-garn, und im Ungarschen geographischen Lexikon,welche zwar in einer reinlichten, aber allzusteifenManier gearbeitet sind. Mensel Kl. Mus.XIV. 713. Derselbe lebte noch 1805.

Falkeisen, (Theodor), Zeichner und Kupfer,siecher, geb. in Basel in der Schweiz 176 . Seineersten Studien machte er bey Holzhalb in Zürich ,nachher zu Basel in der Mechelschen Chalkographie .Von da gieng er um i? 38 . nach Paris , wo erXx 2