34 » Fallani.
fich unter die Leitung Carl Gnttenbergs begab.Der Lehrer der an seinem Schüler nicht gemeineAnlagen und einen glühenden Eifer für die Kunst ,verbunden mit einem großem Ehrgefühle fand,suchte diese Eigenschaften zu benutzen, und gab ihmden Tod des General Wolf nach Wovllet zu copiren.Ein solches Unternehmen von einem Jüngling, derbis dahin noch nichts Wesentliches in der Kunstgeleistet hatte, mochte damals von Manchem alsein Wagestück angesehen werden. Mit unverdros-senem Muth wurde diese Arbeit angefangen, undmit ausharrender Geduld vollendet; sie gelang auchüber Hoffnung; und so, daß sie, (ohne Gegenein-anderhaltung mit ihrem Urbilde) demselben bis z»mTäuschen ähnlich sah. Von nun an nahm dieserKünstler seinen Rang neben den besten Kupfer-steebern ein. Er gieng nun nach London um sichin seiner Kunst noch mehr zu vervollkommnen.Allein seine Gesundheits-Umstände, und, wie esschien, vornämlich das Clima , nöthigten ihn nachkurzer Zeit in sein Vaterland zurückzukehren, wo ermehrere Jahre bedurfte, um sich ganz wieder her-zustellen. Nebe» obigem Blatte kennt man vonihm: Den Alp nach Heinrich Füßli (als Gegenstückzu T Burne's tko Mitwäre. nach eben diesemKünstler); und dann Verschiedenes für die Buch-händler Auf der Kunstausstellung zu Zürich voniZos sah man von ihm einen mit schwarzer Kreideschön gezeichneten Kopf, nach Regnier- Gegenwärtig (1806.) beschäftigt er sich mit dem Stichenach einem Gemälde Joh. Pfenningers, welchesdie Staatsgefangenen Reding, Hirzel, Wirsch, aufder Maur. und Zellweger, auf der Vestung Ar-burg, vorstellt. Ohne Zweifel wird diese neueArbeit, deren Vollendung man täglich entgegenfleht, seinen schon erworbenen Ruf noch ver-mehren.
Fallani, (Vernarb), ein Baumeister zu Flo renz , arbeitete um 1775 in Großherzogl. Diensten.
I. p. ns.
Faller, (Johann), ein Kupferstecher, vondem man Verzierungen, Grotesken, Moresken,u. s. w. kennt.
Fal 1 0 urs, (Samuel), ein Niederlander,^eistein der ersten Hälfte des XVlll. Jahrh, nach Ostin-dien, wo er zu Amboine die Insekten dieses Landesnach der Natur malte. Man kennt von ihm:Luriositös naturelles. plusterst. 718. O.
* Fair« oder Falda, (Joh. Bapt ), Zeich-ner und Kupferätzer, geb. um ,640. Sein Lehrerin der Etecherkunst ist unbekannt. Er arbeitete fastbeständig in Rom In seinem Styl hatte er vielAehnlichkeit mit Sylvestre. Seine Blätter sindalle mit artigen Figuren geziert, und mit Geschmackgezeichnet und geatzt. Rost I V. 69 70 der dorteinige derselben anführt, und einen Prospekt derSt. Peterskirche mit ihrem Platze und den nächstanliegenden sowohl als sonst zwölf der berühm-testen Gebäude von Rom auf Einer Platte >.1662.)selten nennt Das Meiste hat er nach seiner eigeneu Zeichnung, andres nach Bernini , und (einenprächtigen Altar) nach Jos. Palca, und endlichdie Villa Bamphili auf 84 Blättern, gemeinschaft-lich mit D. Barriera gestochen. Msc. Im Katalogvon Brandes dann findet sich hinwieder ein Blatt,welches Parr nach ihm gestochen hat, und denQuirinalischen Pallast, mit einer pabstlichen Pro-zession vorstellt.
* Falz, (Remond) Sein Vater, ein Gold-schmied. war sein einziger Lehrmeister. SeineStempel schnitt er nach der Methode, welche A.Karlsteen von dem H. von Falkenstem erlernthatte S. Arv.Rarlfteen. Heinecke (kZachr.1 . 44.) sagt, daß man in Frankreich die Arbeitendieses Künstlers denjenigen von Darin gleichge-fchatzt habe.
Famier, ( ) ein französischer Maler.
St. Gantrel hat 1693. nach ihm das Bildniß desBischofs von Lulle, Roberts Ancelin gestochen.
Fantose.
Famin, ( ) ein junger französischer Archi-tekt, der für seinen Entwurf zu des General DesairDenkmal den zweyten Preis, und den wirklichenfür denjenigen eines Triumphbogens erworbenhatte, von welchem letzter» sich eine Abbildung imUmrisse, nebst der Beichreibung bey Landon (V.63-70) findet, der davon, wie es uns scheint,nicht ohne Grund urtheilt: Derselbe zeichne sichdurch reinen Styl, und überhaupt einen der Bau-art der Alten glücklich nachgebildeten Charakter,so wie durch wohl angebrachten Reichthum, undseine schöne pyramidenförmige Anordnung aus.
* Fano, (Dartholomaus und Pompejus da),Vater und Sohn. Des leytern gedenkt au» dasLex.; sie lebten zu Fano , und malten gemeinschaft-lich um >534 die Aunweckung des Lazarus: „Esist unbegreiflich ' (sagt Lanzi I 37z.) „wie wenigbeyde sich um die Fortschritte bekümmerten, welchedie Kunst damals in der ganzen Welt gemachthatte. Noch folgten sie der trockenen Zeichnungder Quatrocentisten, der Sohn wie der Vater,und liessen uns ist, aus noch weit Neuerm, dasAlles begreiflich) das neue Geschlecht sagen unddenken, was es wollt«-. So findet man z. B zuSr Andreas in Pesaro eine ihrer Tafeln mit meh-rern Heiligen, welche in einem frühern Jahrhun-dert ihnen Ehre gemacht hatte; und doch warPompejus Lehrmeister von Lhaddcus Zuccheri.Ihr eigener ist unbekannt.
* Fansonius. S. Ferau.
* Fa Uteri, (Valerius). S Tanten.
* Fanterrk, (Cesar), Zeichner und Kupfer-ätzer, geb zu Florenz nm 1660. Derselbe hat fastbeständig zu Rom nach verschiedenen italienischenMeistern, mit leichter aber correkter Nadel gear-beitet. In der mit P Aguila gemeinschaftlich aus-gefertigten Bibel Raphaels, wurde er von jenemweit übertreffen. Rost I V. 85. der von ihm ver-schiedene historische Blatter, nach Hannibal undLudwig Carracci, Ciro Fern und Andr. Sacchi,ein Verzeichniß meines >'el Vaters aber noch andre,nach Maratki, Poussin und Raphael anführt.Sein Tod der H. Anna, nach Sacchi, findet sichauch bey Füßli (I. 242—43) angezeigt aber ba-den bemerkt daß dieses Blatt nachwärts durcheinen andern Stich von Frey namhaft sey übtt-troffen worden.
* Fauri, (Cajetan), st. 1759.
— — (Peter Sank,). Dieser Künstler ist bH dabin allein durch einen Kupferstich bekannt, denPeter Aqnila nach ihm verfertigt, der eine Pilger-fahrt nach der St. Peterskuche zu Rom vorstellt.Msc.
* — — (Vincenz), Tajetan's Sohn, deisenim Lexikon unter dem Namen des letzter» Erwäh-nung geschiehet, lernte die Anfange der Kunst beyBartholome Altomonti, hernach zu Bologna beyVictorius Rigari, welchen er gen Turin und nachRom begleitete. Er kam 1744 nach Wien zurück,wo er neben Anderin mit seiner Arbeit Vieles zurAuszierung des Lichtensteinischen Pallastes bey-trug , und eine Sammlung von Kupferblatternnach der dortigen berühmten Galerie zu besorgengedachte; was aber nie zu Stande kam. Erfuhrre den Titel eines Kaiser!. Rathes,
!l. 2. 2Z. und //LmecLe Ickee Generale p. 87 -
"Fantose, Fanruzzi, auch FonkuzZj,(Anton), Zeichner und Kupferätzer, geb zu V>-terbo (Rost lll >88 sagt um 1502. aber gew>vweit früher» Wahrscheinlich lernte er das Zeich-nen unter Pcimaticcio, nach welchem er auch Vie-les geätzt hat. Seine Nadel war etwas roh,und gliech derjenigen des Tempesta; die äußernUmrisse sind meist unrichtig gezeichnet. Einigeseiner beßten Blatter, nach Primaticcio und wRosso, mythologischen und historischen Jnnhalts,
(größtentheils von 1540—50. datirt) führt Rost