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* Faye, (Niclaus de la).. Noch kennt man,nebe» dem im Ley. Angeführten, nach oder vonihm geätzt: klsri äu Passate äs 1a rivisre äs8eArs, svec 1a katallls äs Livrsn8 1645.
Febre, ( le). Wahrscheinlich ein französi-scher Ingenieur, zeichnete in einem Perspektive denPlatz, auf welchem die Statue Ludwig XV. zuRheims aufgerichtet, und der durch einen derKupferstecher Darin von Rheims geätzt wurde.
* — — S. auch le Fevre.
Febure, (D le). So nennt die Handschriftmeines sei. Vaters einen (offenbar weit altern D.le Febure, als derjenige ist den das Ley. hat)Maler, nach welchem H. Couffin, Cl. du Flos, I.Moyreau, N. Tardieu, u. a. Bildnisse zwischenden 1.1690, und 1754. gestochen haben.
* -(Philipp le), der Maler und Kupferätzer.
Don ihm selbst gemalt und gestochen kennen wirbloß das Bildniß des Arztes Carl Patin (1663 );dann aber nach andern gestochen mehrere; wiej. B. Ph. Champagne's nach demselben, des Prie-sters Rob. de Fenouiüeres nach D. Dumoustier,des Prinzen von Conds Ludwig II. nach NanteuilsZeichnung, Leibnizens nach L. P. und des Wund-arztes P. Portal nach G Revel. Hinwieder habenDoulanger und A. M. sein Bildniß Patins wahr«schcinlich bloß nachgestochen. Seinen Styl alsKupferstecher nennt Fnßli (Annalen II. 6z.) ein-fach und ungeziert, wie Nantueils.
— — auch Fevre, (Robert le), ein Schü-ler von Regnault. Dieser Künstler wird fast all-gemein für den ersten der gegenwärtig zu Paris lebenden Bildnißmaler in Oel , und zugleich füreinen sehr guten Geschichtsmaler gehalten Schonauf der Ausstellung zu Paris von 1800. sah manvon ihm: Venus, die den Amor entwaffnet,worüber Landen, der davon (III. 134.) die Be-schreibung und Abbildung giebt, urtheilt: »Ge-danke und Komposition ist lieblich, die Zeichnungrein, nett und correktF/das Colorit kraftvoll undsehr harmonisch. Die Figuren sind in Verhältnißvon etwa 15". A. Desnoyers hat davon ein sehrgutes Blatt in punktirter Manier geliefert. Nebendiesem führt der Almanach äes öeaux-Lrt8 von1803. noch von ihm an: 1'^mour ulFui8Lnt 868tralt8, le8 OItlpl§s8, und das Bildniß des Ma-lers Guerin. Die Callipyqen waren (schrecklich zumelden!) im Salon von 1302. ausgestellt worden:„Das Publikum" (sagt Landen Annal. II.sie.) „fand die zwey Frauen, die ihre Reize denBlicken eines jungen Menschen, der die schönsteheirathen will, aufdecken, ziemlich unsittlich, wenngleich'' (setzt der biedere Mann hinzu) „die Nackt-heit nicht viel weiter getrieben ist, als man sie viel-leicht alle Tage in Paris auf den Straßen undVersammlungsplätzen sehen kann)' Im I. 1304.wurde ihm von der Regierung aufgetragen; dasBildniß des Ersten Konsuls für die Stadt Dün-kirchen zu malen, welches allgemeinen Beyfall er-hielt, und anfänglich für eine Copie nach Davidgehalten wurde, was denn zu berichtigenden Er-klärungen dieses letztem ^ sowohl als unsers leFebure in öffentlichen Blättern Anlaß gab. Wahr-scheinlich dasselbe Bild , welches er späterhin auchfür die Stadt Gent verfertigen mußte, und beyLanden I. c. VI. n8- beschrieben und abgebildetist, so wie auch, nach Einem von beyden oberwähn-ten, A. Desnoyers ein sehr schönes Blatt gelie-fert hat.
Fechelin oder Fechhelm, (Carl Christian),des unten folgenden Christian Gerrlebs Sohn,lebte zu Dresden um 1788. Damals wiedmete ersich, unter der Anleitung seines Vaters, dem Tild-nißmalen, nnd übte sich zugleich im Copiren nachGalerie-Werken. Roller. den deutschenRunst-blattern 4. Dresden 799. (I. 8 der An;.) wird er„ein geschickter Zeichner" genannt, „dessen jähr-liche Ausstellungen sowohl, als vielfältiger Pri-
Fehling.
vatunterricht bisher immer mit Glück und Beyfallbegleitet waren."
* Fechelm. (Carl Friedrich), des unten fol,genden Geerg Friedrichs älterer Bruder. Der-selbe hatte sich auch auf die theatralische Baukunstgelegt, und starb, mit dem Titel eines Königl.Preussischen Theater - und Landschaftsmalers, auchMitglieds der Königl. Kunst-Akademie zu Berlin ,daselbst 1735. Mensel I. II. Ein Paar seiner(1756 ) geatzten Prospekte von Berlin sind imWlnklerschen Gantkatalog verzeichnet.
— — (Christian Gottlob ), geb. zu Dresden 1732. Dieser Künstler bildete sich unter Mengs ,Manjocky und dem Akademie-Direktor Hütin. Erwiedmete sich vorzüglich der Bildnißmalerey, an-fänglich in Miniatur, nachher in Del und Pa-stelle. Während dem siebenjährigen Kriege fand erdie meiste Aufmunterung, und lieferte damals auchseine beßten Werke; wie z. B. die Bildnisse meh-rerer Kais. Königl. Generale, in Oel , welche,auf Befehl der Kais. Maria Theresia gemalt, undfür die adeliche Militärschule zu Wien bestimmtwaren. Seit 1765. bekleidete er die Stelle einesUnterlehrers bey der Akademie zu Dresdcrö, wo erin 1799. noch lebte, und sein oben angeführterSohn in erwähnter Stelle ihm, mit einer Pension andie Seite gesetzt wurde. Auf der dortigen Kunst-ausstellung von 1794. sah man noch von ihm einekleine Zeichnung: Orpheus , der seine Gattin znmzweytenmal verliert, als er sie eben dem Orcusentführt; welche man etwas nachlaßig behandeltfand, und daneben bemerkte, daß die Kompositionbesser als bloß historische Staffage in eine Land-schaft gepaßt hatte. Leller. Meusels lsi.Mus. 256—57-
— — (Georg Friedrich oder Georg Wilhelm),Carl Friedrichs jüngerer Bruder und Schüler,geb. 1740. malte, wie jener, Prospekte und Land-schaften.
— — (T), Carl Friedrichs zweyter, nochjüngerer Bruder, geb. 1743. übte mit GeorgFriedrich gleiche Kunst. Mcelai.
Fechter, (Friedrich). Man findet nämlichsehr viele schweizersche Schaumünzen zwischen 163°.und 1643. die mit b. I) bezeichnet sind, und einemKünstler d. Namens zugeschrieben werden. Hallet.
— — (Johann Ulrich). Ob vielleicht desObigen Sohn? Ein geschickter Goldschmied undKünstler im Modelliren; verfertigte 1709 zu Basel eine Schaumünze auf den dasigen BürgermeisterEmanuel Socin. Auch kennt man von ihm einigegestochene oder geatzte Blätter von 1691. Hallet.
Federfiauser, (Peter). So heißt in denvorhergehnden Zusätzen des Lex. ein Miniaturmalervon Jngolstadt um 1754.
* Federighette. S. Bencevrch.
* Federighi', (Anton). Ihm und Urb-mveu Cerrena schreibt Lanzi (I. 321.) an dem be-rühmten musaischen Fußboden des Doms zu Sien »namentlich zwey Sibyllen zu.
Fedriniani, (Hieronymus ). Von einemKupferstecher dieses Namens kennt man ein Blattnach einem marmornen Monumente, welches mder Rotunda gefunden wurde, an dem viele Figu>ren aus dem Alten und Neuen Testament eingr-graben sind.
*Feermann. S. Feehrmann.
* Fehling, (Heinrich Christoph). Nachhat I. C. Bocklin das Bildniß des Bischofs JesprrSchwedbergs, und Bernigeroch dasjenigeJoh. Andr. Gleich gestochen.