Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
348
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Z48 Feichtmeir.

Fellen.

Stukko - Arbeiter von Ammergau; machte Decken-stücke und Rahmen von leichtem Geschmacke, undverfertigte zu Augsburg in Kirchen und Klösternsehr viele Arbeit, von Srerren, S. 443 -

* Feichtmerr, (Franz Taver), des Obigenjüngerer Sohn, arbeitete an dem Churf. Hofe zuMünchen um r?6o. Ebend.

* (Johann Michels, Franzens

Bruder und Schüler, der ihn aber, sowohl inAbsicht auf Erfindung von schönen Laub- undZierwerke, als in der Architektur und in ganzenBildern merklich übertraf. Unter seine schönstenWerke zahlt man die Klosterkirche zu Ottobeuren .Er arbeitete auch zu Passau , und Einiges in Kupfer ;wie z. B. eine H. Jungfrau in den Lüften, mitetlichen Heiligen. Ebend.

* ( ) Franzens älterer Sohn.

Auch ein solcher scheint sich i» der Kunst geübt zuhaben. ,

Bemerkung. Mit obigen vier Artikeln falltnun derjenige, theils irrige, theils unvollständigevon M-chel Felchrmetr im Lexikon ganz weg.

Feige, (Johann Christian), des nachfolgendenVater, ein Bildhauer zu Dresden , von welchemLetter sagt, daß derselbe (1788 ) dort noch inrühmlichen Andenken war.

Bildhauer, des Obigen Sohn,geb. zu Dresden 1732. -Er lernte bey seinem Vaterund arbeitete unter Ebenhccht. Von ihm sieht manzu Dresden Sculpruren an dem dortigen Landhause,die Dekoration an der Frauenkirche, nebst derselbenAktav, und mehrere Monumente, wie z. B. dasFärstl. Lubomirskische und das Bergmännische,auf den Kirchhöfen. Er lebte noch zu Dresden ^ 783 . Retter.

7 , (JohannFriedrich), des gleich Vorge-nannten Bruder, geb. 1736. lernte ebenfalls beyseinem Vater und .arbeitete mit demselben und sei-nem Bruder in gleicher Kunst Eine Zeit lang hielter sich an dem Hofe zu Zerbsi auf, und besuchtedie damalige dortige kleine Kunstakademie.Seineletzten Werke" (sagt Letter)bestehen meist inBrodarbeit, vorzüglich in kleinen Monumenten,Leichensteinen u. d. gl bey deren Verfertigung,nach den gewöhnlichen Preisen, sich der Künstlernie Genüge thun kann. Seine enlworfenen Zeich-nungen und Modelle zu größer» Monumenten,z. B. für den Marschall von Saxen , u. a. hat ernie Gelegenheit gehabt, im Großen auszuführen."Er lebte noch 1733 Seither haben wir von ihmund seinem Bruder nichts Weiteres vernommen.

Feig ei, Feig!, (Johann), nicht Feigt undnicht Feilg (wie ihn einige nennen), ein Kupfer-stecher zu Wien ; arbeitete dort nach Brand, Des-camps, Toornvliet u. s. f Nach Brand einen Theilvon den Ausrufet» bemeldter Stadt; nach Des-camps: ><1 Lauelioise. Um 1776. lebte er inParis , und gab dort: la kemw.s, notto^ant latöte, üeson entant, nach Douw, und le Zeichnet<le la Berlinere, nebst dessen Pendant , nach Freu-denberger. M§r.

Fergen, (C.), malte Landschaften mit Figu-ren. LsrsIvAue se Lol^lrovvLÜ^. X".

Fersch. S. Faesch.

Fer'stenauer, ( ) ein Maler, von wel-

chem Man hin und wieder in den Kirchen zu Mün­ chen Arbeit findet. Rittershausen .

* Feistenberger oder Faistenberger,(Anton) Sein Vlätterwcrk war wahr und mit vie-lem Geiste tvccirt; das Colorit immer natürlich,bald helle, bald stark. Von ihm sind die schönenLandschaften womit er Ferd. Hamilton's bekanntePferdstucke in natürlicher Größe, die sich in derLlchtenfieiuischeu.Galerie zu Wien befinden, beglei-tet hak Eine Landschaft von ihm im Besitze desH. Kaufmann Fischers zu Potsdam wird in

Meusel's N. Mus. S. §?. beschrieben. Zweyandre aus der Kais. Galerie zu Wien hat Prennernach ihm gestochen, die im Winklerschen Katalogverzeichnet sind. Einige setzen seine Lebenszeitbloß zwischen 1630. und 1720. ste Bmrtmai s. v.

*Feistenberger oder Faistenberger,(Joseph), Anrons jüngerer Bruder, dessen in,Lexikon unter des letztem Namen gedacht wird,starb zu Wien 1735. und üe

8. V. st. wo es heißt, daß man auch von ihm inDeutschland mit vielem Ruhm spreche.

* Felder, (Johann Carl). Nach Blanchet'sErfindung und Hütin's Zeichnung kennt man vonihm einen Mannskopf in der Mütze und einenandern Kopf nach seinem Meister le S ueur. Ucdrj-gtns wollte Hein ecke ^achr. I 270. ! es nichtleiden, als die Bibl. der Sch-LViss. Xu. ,45.in aller Unschuld von dem wackern Jünglinge sagte:Daß sein Versuch, auf Röthelmanier zu stechen,um desto mehr Aufmerksamkeit verdiene, da esvielleicht das Beßre von dieser Art in Deutschland sey, und glaubte nämlich: Schmidt und DanielBerger der jüngere, hätten es bereits weit bessergemacht. Sie ruhen Alle im Frieden!

* Felibien, (Andreas). Von seinen Schrif-ten bemerken wir hier noch seinen Text zu denbeyden Prachtwerken: l'ablesllx sta Lsbmet <inkoi 1677. und ve8«?ription ste IB^liss liozgleäss lnvsliste8 1706. (//emrcLe Iciöe Generals p. n.und 25.) welche letztre indessen eher von einem sei-ner Söhne seyn dürste, da er selbst bereits 1695.verstorben war.

Felicaja, (Simon da). S. Filicaja.

Felice, (Vincenz). S. den Art. Joseph

L^LpollNl.

Felis, ( ) ein Kupferstecher, dessen Namen

aber niemand als Fronhofer anführt, und ihnnoch dazu einen geschickten Künstler nennt.

Felix, (Heinrich), ein Maler, der um 1750.gearbeitet, und nach welchem I. Phil. Hayd dasDildniß des Erchischofen von Trier , Clemens Au-gusts gestochen hat.

* Der antike Steinschneider. DerCarniol (nicht Sardonier) von dem im Lexikon dieRede ist, befindet sich im Kabinette des Grafenvon Arundel zu London . Dann führt Murr nocheinen zweyten: Amor und Psyche an.

Feiner, (P. Kolomann). So nennt Bast»(Bst. 8 oo.) einen deutschen Kupferstecher, der um1779. zu Wien eine Beschneidung, nach einem inder dortigen KK. Galerie befindlichen Gemälde vonDietrich gestochen habe.

Felsing, ( ) Hofkupferstecher in Darm­ stadt . Von ihm kennt man (1804.) die Situations-karte der Gegenden zwi chen dem Rhein , Nekkacund Main , mit dem ganzen Odenwalde, u. s. f.nach den Zeichnungen des Hessen -DarmstädtischmArtiüerie-Maiors Haas in Darmstadt , und (1805-)ein Bildniß des Dr. I. L. W. Schärers, nachNiesen.

Feiten oder veidren, (Jurry), ein Bau-meister zu St. Petersburg , diente lange (nach Ber-nouitti I V. 131. wenigstens schon seit 1775 ) bey demdortigen Baucomptoir, und wurde als Architektor-Gehülfe bey der Erbauung des Winter-Pallastesgebraucht. Er endigte die Hauplfacade des akade-mischen Gebäudes, in welchem die nach seinerErfindung angelegte Paradetreppe sehr merkwürdigist. Durch lange Erfahrung hatte er große Kennt-nisse gesammelt, und viele Fertigkeit in der Aus-führung erlangt. Er war einige Jahre Direktorder Akademie, nahm dann seinen Abschied, dener mit dem Range eines Etatsraths erhielt, undstarb 1801. Hall. A. L- Z. 1805. Inlett. Bl-

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