Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
350
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JA» Ferdinand.

»renken Bildnisse gestochen. Dagegen kennt manpön ihm selbst ebenfalls einige Bildnisse, wie z. B.Nick. Pousfins, und der Gemahlin von vanDyck,ohne Namen des Malers; ferner die den Himmelbestürmenden Riesen, nach Palm« dem jüngern.Die Liebesgcschichren nach van Obsial dann, derenschon das Lexikon gedenkt, tragen die Aufschrift:Ie8 Vertus Innoceutss (9. Bl. ; von Peter hie-nächst, nach seiner eignen Erfindung ein emblcma-tisches Blakt, dem Herrn L. Hessclin zugeeignet.

* Ferdinand, (M.). Neben einer MengeBildnisse nach ihm, deren ein Verzeichniß meinessei. Vaters an die 40. zum Theil von sehr geschick-ten altern und neuern Stechern (viele wie wir glau-ben für Odieuvre's Verlag) anführt, kennt mandann auch nach ihm eine Sammlung Kinderspielevon C> Errard, und: 1e Xetour äs In ?alx eni66z von Mariette. Mrc.

* Feret, (Johann Baptist). Das von ihmund etlichen Andern gemalte Leben von St. Vin-cenz de Paula haben Herisset und Scotin, nachBonnarts Zeichnung gestochen. Ferners kennt mannach ihm ein Bildniß der Madame Datier, vonPetit. vMc.

^Ferg, auch Ferch, (Franz de Paula ),Füßli (Anna!. I. 7.) sagt, daß das Studiumder Natur, noch mehr als seine Meister, ihn ge-bildet haben. »Seine Arbeit" (heißt es dannirgendwo hochgespannt) »wird des Poelenburgsvorgezogen, und Wvuwermann's gieichgeschätzt."Am Beßren scheint es uns Descamps zu treffen:^.Dieser Künstler" (liest man dort) »stellte, wieBergheM und Wouwkrmann's - ländliche Feste undArbeiten vor. Er zierte seine Gemälde mit Ruinenund mit der ausgewähltesten Baukunst; Stein undMarmor waren auf das Genaueste nachgeahmt,ohne Trockenheit und ohne Kälte. Sein Colorithatte anfänglich die Lebhaftigkeit und Stärke deritalienischen Meister; in der Folge zog er einzig dieNatur zu Rath. Seine Komposition verräth einenMann von Geist; jede Figur ist interessant. Erzeichnete gut; aber seine Figuren haben nicht dieFeinheit von Wvuwermann's seinen." Seine 8.Blätter selbst geatzter Landschaften tragen zumTitel: OapriccI fatti per t. k. 8. Der winkler-sche Katalog kennt noch ein neuntes und zehnteseinzeles Blatt, und nennt sie alle, .von höchsterEeltenheir. Von dem nach ihm Gestochenen dannführt der winklersche Katalog 25. Blätter an,von denen viere von Vivares wohl die bedeutend-sten, und vier andre, nach Gemälden im Winkler-schen Kabinette, von Schwarz geatzt, und »achden Urbildern illuminirt spectaculös genug seyn?'dürften. Sein Bildniß, nach ihm selbst, vonBanse, steht vor dem V. Bande der A. Bibl. derSch- Wiff.

* Fergioni, (Bernardin), lebte noch 1713.Seine Marinen, die er mit mannigfaltigen undbizarrenFiguren staffirte, waren besser als seineVieh-stücke, in welcher Gattung er sich anfänglich versuchthatte. Indessen wurde er auch in jenen bald vonden beyden Franzosen Manglard und Vernet (beydedamals in Italien ) übertroffcn. Lmrrn I. s?o-

* Ferkanach, soll, nach Heinecke's Aus-legung, Feyradend bedeuten.

Fermo , (Franz di), Baumeister der Procu-ratie di Citra zu Venedig um 158a. S. denArt. vielmo de Grandi.

* (Lorenz oder Lorenzino da). AuchLanzi (I. 542.) nennt ihn, unter der römischenSchule, eine guten Maler, dessen Lehrmeister un-gewiß sey, einer seiner Schüler aber Joseph Ghezziwar. Von ihm kenne man, neben anderm, eineTafel bey den Convcntualen von St. Catharina inder Stadt Fernw.

Fernand ez, (Hieronynms), ein spanischerMaler; wird von velascs 32. angeführt.

Ferracina.

* Fernand,', (Franz), Jmperiali oder

d'Jmperiali genannt, blühete um ,730. SeineTafel in St. Eustachius zu Rom , welche dasMartyrthum dieses Heiligen vorstellt, soll gut ent-worfen, und wacker colvrirt seyn. A. Baille hatnach ihm eine St. Cäcilia und eine H. Familie mitSt. Johann (zwey bey Brandes schön genannteBlatter) gestochen. ^

Ferneix, ( ). So wird irgendwo, ohne

Weiteres, ein Bildhauer genannt.

Fernerius, ( ). Und so, auf gleiche

Weise, ein Perspektivmaler.

Fern 0 rv, (Ludw ), geb. ,?6z. zu Blumenhagenin Preussen; lebte zu Ratzeburg , alsdann zuLüne-bürg, Schwerin und Jena , und hierauf seit 179z.zu Rom , bis er (1304.) nach Deutschlaüd zurück-kehrte, u. seither, als Professor u. Bibliothekar derverwittibten Frau Herzogin, in Weimar lebt. Seitungefähr zehn Jahren hatte sich dieser würdige Manntheils um Verbreitung e gründlichern Kenntniß deritalien . Sprache und Litteratur, theils (was unshier besonders berührt) durch mehrere Schriftenüber die Theorie und Geschichte der bildendenKünste, und zumal durch seine mit eben so vielGeschmack als Unpartheylichkeit gefällten Urtheileüber dahin einschlagende Gegenstände, höchst ver-dient gemacht. Von ihm fand sich schon in deinlJ. deutschen Merkur ,795. (St. IV. V. VII.und VIII.) ein vortreflicher Aufsatz über den Stylin der bildenden Kunst; ebendas. (St. VI.) einandrer über einige Kunstwerke des sei- ProfessorCarstens in Rom ; dann (i? 99 ) in MeuselsMl'sceU. (X.) ein dritter über den Begrif desColorits^späterhin sein (von uns schon oft ange-führtes) Girren- und Rulrurgemälde vonRom;ganz neulich endlich sein Leben Carstens, und dererste Theil seiner Römischen Studien, und in letz-tem vorzüglich seine nüchterne Würdigung desBildhauers Canova. Auch dürfen wir wohl dieVermuthung wagen, daß Fernow an der schönenSchrift: Winkelmann und sein Jahrhundert,keinen unbedeutenden Antheil genommen hat.

Ferocci, (Angelus). S. den Art. I. E.Morgheu's, seines Schülers, in diesen neuen Zu-sätzen.

Feroussar, ( ). So wirdim^lmsnncli

lies Lsaux - Hrts von 180z. ein damals in Paris lebender Bildhauer genannt.

* Ferrabosco, (Martin). Hinwieder hatA. Specchi für das im Lex. bemerkte Werk vonBvnnani's klistorm leuipli Vatikan ! die Blätter

51. 6z. 79. und 80. nach ihm gestochen. Ol>hienachst die: ^rchitettura ckella kasillcs äl 8t.kietro. kol. Romse ,68-s. von unserm Ferrüboschgestochen (zo. Bl.) ein ganz andres Werk sey, Auns unbekannt. Noch kennt man endlich nachihm: kacies externa lempli 8t. Duäovici,gemeinschaftlich von V. Regnartius und D. Para-sacco. M§c. Basau (seo. Lck.) giebt Neapel fuldas Geburtsort, und 1629. für das Geburtsjahrdieses Künstlers an.

Die Verfasser der Böhmüscheu Litteratur gedenken ebenfalls eines Bau-Meisters dieses Namens, der um die Mitte desXVI. Jahrh, für Kaiser Ferdinand I. zu Prag ein prächtiges Lustgebäude am Königl. Garten aus-geführt habe.

* Ferracina, (Bartholome). Sein natür-liches Genie hob ihn aus seinem ursprünglicht»Berufe eines gewöhnlichen Holzlagers zum Kunpler emzoor. Schon in früher Jugend hatte er eineWindsage erfunden, welche weit bessere Dienste-als die gewöhnlichen, that. Späterhin dann styleer jedermann durch eine Menge andrer eben so nutz-licher als einfacher Kunstwerke in Erstaunen. Da-hin gehören seine eisernen Uhren, seine Fässer oymReifen, hauptsächlich aber seine hydraulisch-