Fevre.
den das Lex. unter der Rubrik seines vorerwähn-ten Bruders Claudius anführt? ist uns unbe-kannt: Französische Maler, nach welchen in denJahren ,68»—8s. N. Bazin das Bildnis der Köni-gin Maria Theresia , Bvulanger des Tonkünstlersle Menu, und A. Trouvain des Conseiller Hosdiergestochen haben.
F e v r e, (H.). S.oben A- Hubert le Fevre.
— — (Ludwig Carl le), Herr von Caumar-
tm, ein Kunstliebhaber. Von ihm kennt man: laVus äu p-irterrs et äu Ireilis^s äs la maisonäe Lsumartiu etc. röyy. Dick. 8. v.
CmMai'tr».
Fevre - Marchand, ( le). So heißtschon im ^lniiinscü äes Lsaux-Hrts von rZoz.ein Künstler zu Paris , welcher Pferde nach Verriet,und Köpfe zu Studien in Schwarzkunst schabe.Wohl genauer von seiner Manier hieß es dann umdieselbe Zeit bey Landon (Aümal. II. 224.):Line sehr gute Nachahmung der gewischten Zeich-nungen giebt ein Kopf von ihm, nach der Zeich»innig von le Mire. Die Art der Behandlung scheintdie nämliche zu seyn, wie die der schwarzen Kunst;allein sie ist auf eine neue Art angewendet, undzum Nachzeichnen sehr dienlich. Ueberdieß hat derKopf einen männlichen, historisch wahre» Charak-ter; die Zeichnung ist schön, und das Ganze wohlbeleuchtet." Im I. 1803 gab er: le Oestinregle le cnni'8 äs la vie, nach Caraffe, schwarzund in Farben; dann ,304 sehr verschiedenes:Einmal für das Heft I V. und V. der (petes ä'L-tuäe ä'^nimuux den Hund nach Rubens , und dieKatze und den Hund nach Desportcs, nach RogcrsZeichnung in Kreideumanier; dann die Mühle zuSt. Brice, und eine Aussicht von der Anhöhe beyPassy, nebst »och zwey andern: !a pemme undls liloulin, alle nach Ludw. le Sueur's Zeichnung,in gleicher Manier; dann den Kardinal Consalvi ,wie er die Concordats-Dulle von Plus vil. em-pfangt, welches für Fleiß und Geschmack sehr ge-rühmt , und von Sr. Heil. mit einer güldenenMedaille gelohnt wurde, »nd endlich gar: ChristusUnd die zwölf Apostel von Raphael, in Umrissen,und ein wenig schattirt, »ach den Blattern vonMarc-Anton. sVorme/ieL rieL ^»(8 I V. 72. 120.l?9. «39- 229-30. 244.
— — auch Febre und Febure, (Valen-tin le), geb. 1642- Sein im I. 1630. zu Venrdigerschienenes Weck, wovon im Lexikon die Redeist, führt zum Titel: Oper» ssleetiora, ouwLltian»; ^ece/ünx Osäubriensis et /'an/n; OaüarrVeronsnsis iuvsntarunt et piuxerunt; guwgns
al. le Uruxellensis äs!, et se'nlpsit. Tvvst
Vl. 2Z2—Z3 der von diesem Werke (etwas milderals das Lexikon) sagt: »Die Ausführung davonwar nicht so glücklich, als man es von einemMaler, der in einigem Ansetzn stand, hatte erwar-ten sollen. Im Allgemeinen sind seine Stiche vonweniger Wirkung und Harmonie, und die nacken-den Theile seiner Figuren in einem manierirtenStyle behandelt, der ihnen eben kein angenehmesAnsetzn giebt Uebrigens findet sich Geist und Leich-tigkeit i» einigen Theilen seiner Blatter, und einigeseiner Gründe verrathen eine Meisterhand." In-dessen urtheilt Wareler kurz, und wohl sehr gut:«Zeigt ein Siecher auch bloß die Zusammensetzungund die Zeichnung guter Werke aus der römischenSchule an, so hat er schon viel geleistet; giebter aber nichts als Komposition und Zeichnungaus der Venetianischen, ohne die Farbe derselbenanzudeuten, so hat er nur wenig gethan." NeueAuflagen davon (wenigstens mit neuen Titeln) er-schienen 1632 1634. 1749. lctztre mit. von I A.Schwcjgkart mit dem Grabstichel retouchirten (auf-Sestochenen) Platten, und endlich r?84. mit den 57.Blattern vermehrt, die das große Werk: II Franäelestro äells pitture st prospettive äi Venesiakvensr:. I 72 r>) ausmachen; nämlich eben mit denProspekten. Mit Einer dieser Ausgaben scheintsauern' diePadulss selectos er expllLLtse a Caro-
Fiamingho. I57
/'atmn, pol. ?»tav. 1691. zu verwechseln-welche ein ganz andres Werk (von noch weit ge-ringerer Bedeutung) sind. S. Florillo I. 194-95.
* Fevrs, ( )der Baumeister Das Btatt-bessen das Lex. gedenkt, stellt die Facade des HotelsSennecterre vor.
* — — ( ) beb Kupferstecher, bet um
1740- Zu Paris arbeitete. Don ihm kennt manneben Andern,: le kelntre, nach Francique.
— — ( ). Nach einem Künstler dieses
Namens (Nicht unwahrscheinlich mit gleich Vor«hergehnden Eine Person) hat Desmarteaux einenFrauenkopf (wohl in Röthelmanier) gegeben.
— — ( ) ein neuerer Baumeister dieses
Namens, wird im Almanach äes ösaux-^rtsvon 1803. als damals zu Paris lebend, und dieManufaktur d'Arthur auf dem Boulevard derChaussee d'Antin als eine seiner Bauten angeführt.
— — (Mad.), eine neuere Kupferstecherinzu Paris ; arbeitete um iZor. nebst andern Künst-lern an den Ltuäs8 ä'-vbrs8, nach DesiennesZeichnung, in Crayon-Manier; dan an den Blättern,welche C. P. Landon zu den Vies st Oeuvresäes peintres les plus cslsbrss äs toutes les ecoles,4. Paris Igoz. in einfachen Umrissen, aber sehrsauber und nett ans Licht gab.
* Feurlein oder Feuerling, (Joh. Peter).Nach ihm hat Heiß das Bildniß des Frankfurter-Schöppen D. Heyden, P. Schenk des Feuerlins eige-nes, und I. Simon dasjenige des MarchgrafenWilhö Friedrichs von Brandenburg Anspach gesto-chen.
Fepgel. S. Feigek,
Feyrabend, (R.)- Von einem Baseler-Künstler dieses Namens sah man auf der Zürcher-Kunstausstellung von i8c>3' ein Blumenstück eN Gouache .
* Fiacco oder Flacco, (Orlando ). Ineinigen seiner Arbeiten (sagt Lang, II. 126.) hatteer etwas Starkes, u. gleichsam Carravaggeskisches.
* Fr aletti, (Eduard oder Odoard). Einigesetzen (ganz irrig) sein Todesjahr in 1653. seinLeben aber gleich auf 65. Jahre. Winkler hat1573-1643 Im ersten, Fall könnte er Tintorett'sSchule nicht besucht haben. Unter ihm ward erein guter Zeichner, und überhaupt in allen Grund-sätzen der Kunst wohl bewandert, nicht eben frey,lich um einem solchen Meister nachzueifern, da eSihm an hinreichend lebhaftem Genie gebrach. Umder Competenz der Carracci auszuweichen, lebte erlange in Venedig , und starb auch bort, wo sichviele geschätzte Arbeit von ihm findet, unter wel-cher die Kreuzigung in der Kreuzkirche vornamlichbemerkt wird. Bansr I. 114. Seine Aetzarbeitenwerden hauptsächlich wegen ihrer Zartheit gerühmt.Rost III. 291—92. und der Winklersche Katalogführen mehrere derselben sowohl nach seiner eignenErfindung, als nach Andern an Von seinenschönen und seltenen mit 1617 datirten Keksr-iä'/Imore (20. Bl.) wird die Erfindung Aug Car racci zugeschrieben. Sein Zeichenbuch erschien inzwey Theilen zu Venedig 1603. und die: plnbir!äells kexsicmi von le ^rmi (wahrscheinlich Wap-pen, nicht Waffen) ebend. »626. in 27 Bl.Winkler dann spricht,mit besondern, Wohlgefal-len von vier seiner Blatter, welche die Geschichtedes Verlornen Sohns vorstellen. Dort und beyRost findet sich sein Zeichen.
* Fi am in g ho, (Adrian v So wird hie unk»da ein geschickter Landschaftsmaler genannt, derzu Anfange des XVII. Jahrhunderts in Florenz von Christoph Allori, Valer. Marucelli, Guaspari,Falgani seinem Schüler, Benevikt Bosch, und an-dern nachgeahmt wurde, und aber wahrscheinlichkein Andrer, als A- Nieuland ist. Mr.
2i-