Fiamingho.
Liamingho, (Angelus). So wird nachLanzi (I. 507.) von Einigen ein sonst ganz unbe-kannter Künstler genannt, der zu Anfang des XVII.Jahrh, eine Abnehmung vom Kreuz malte, welchenoch heut zu Lage für eine Schule schönen Colo-rites angesehen wird.
— — (Carl), ein niederländischer Feld-
schlachtenmaler, der um 1640. zu Mailand arbei-tete, wird von Baldlnucci XlX. 125. für desLivius Meus ersten Lehrmeister angegeben. Hkc.
* — — (Gottfried), wahrscheinlich der italie-nische Name von G. Schalken.
* — —(Heinrich), der Aeltere. Lanzi l. 45h.führt von ihm eine Auferstehung in der Entmi-schen Kapelle an.
— der Jüngere, dessen im Lex.unter dem Namen des Aeltern Erwähnung geschieht.Von ihm ficht man eine Freskoarbeit in St. Barbarziano in Bologna , welche Gessi's seiner gleichet,nur daß die Carnation dunkeler ist. I. 466.
* — — (Johann). Ob unter diesem Künstler,von welchem Lanzi (I. 466) Landschaften imHerzoglichen Pallaste des Vatikans anführt, (die«r zu den Zeiten Pabst Georg XIII. gemalt habensoll) Joh. Sanzio, oder Joh. Schwarz zu ver-stehen sey, auf welche Art. das Lex. 3 . v. einesjüngern Joh. Fiamingho's verweiset, ist uns un-bekannt.
* Fiammeri, (Johann Baptist). Lanzi I.500. sagt, daß derselbe in hohem Alter, unterPauls V. Regierung verstorben sey, und daß nachdessen Ideen Casp. Cello in seiner Jugend Verschie-denes für die Kirche al Giesu in Rom gearbeitethabe.
*Fiano, (D. Epiphanius da). Das Lex.bat ihn s. v. Alfiano. Hier ist noch die Wichtig-keit anzuführen, daß derselbe ein — Schriftenbuch,nach des Genueser Joseph Segaro's Vorschriftgestochen habe.
* Fiasella, (Dominikus). In seiner Jugendstudirte er unabläßig nach einem vortrefiichen Ge-mälde, von Andr. del Sarto, das damals in derPredigerkirche zu Sarzano stand (jetzt eine Kopiean der Stelle desselben). In Rom blieb er 10.Jahre, wo Guido große Stücke auf ihm hielt.Nach seiner Rückkehr arbeitete er Vieles zu Genua ,wo es aber heißt, daß er, minder aus Eigennutz,als aus einer Art Ungeduld, das Meiste durch seineSchüler vollenden ließ. „Diesen (bedeutenden)Fehler ausgenommen" (sagt Lanzi 1 l. 2. 307.)„ empfehlen diesen Künstler viele vortrefliche Eigen-schaften: Eine glückliche Komposition in großenGeschichtsgemälden; eine Zeichnung welche an dieRömische Schule erinnert; lebhafte Köpfe; in sei-nen Werken, inOel ein gutes Colorit, v. verschiedenenMustern entlehnt. Recht Raphaelisch war sein St.Bernard in der Vinzenz-Kirche zu Padua , undCarravaggisch sein St. Lhommaso di Villanovain St. Augustin zu Genua . In seinem Kinder-morde im Dome zu Sarzano, und in einemChristkinde im Erzbischöflichen Pallaste zu Mai land zeigte er sich dann als einen Nachfolgervon Guido; andremale war Hann. Carracci seinVorbild. Er gefiel immer, wo er gefallen wollte;und dieses wollte er ganz besonders in seinemvortrefiichen Leichname Pauls des Eremiten,welchem ein Löwe sein Grab macht. Auch in Gale-rien findet man von seiner Arbeit, wie z. B. imHause Remedi zu Sarzano. Seine Madonnenhatten alle denselben Gestchtsschnitt, nicht denidealen von Raphael, aber doch einen anmuths-vollen und würdigen. Nach ihm sührt ein Verzeich-niß meines sel. Vaters an: II 6enio IKAurs ris-voxlisto von Bloemaert; dann das Frontispiz zudem Leben des sel. Karrhäusers Steph. Maroni ,und eine F. Borromäus zugeeignete Thesis, diesebeyde von I. P. Blancus, und endlich ein unge-nanntes Blatt von F. Vouillcmant."
Fidanza.
Ftcatelli, (Stephan^, ein Maler von Cento,blühete um 1700. In einigen Kirchen zu Fcrrarasieht man von ihm Arbeiten von guter Erfindung.Hauptsächlich aber war er ein westlicher Covisievon Guercino , so daß er in dieser Rücksicht selbstdem Bologneser Franz. Baffl nicht weichen durfte.
II. 2. r2Z.
»Liccarelli, (Felix), genaknt Riposo,wegen seines ruhigen und fast tragen Charakters,so daß er kein Wort sprach, wenn man ihn nichtbefragte. Wohl aus demselben Grund sind seineArbeiten selten, aber dafür einfach, natürlich, unddabey, ohne mühesam zu scheinen, so ausgearbei-tet, daß man sie für Muster malerschen Fleisses an-sehen kann. Ueber seinen St. Anton in der KircheMaria nuova zu Florenz scheint er ordentlich mitseinem Freund Chr. Allori wie zu Rath gegangenzu seyn. Auch in Galerien sieht man Skaffeleyqe-mälde von ihm, die durch ihre graziöse Zeichnungund den zarten und doch kräftigen Farbenauftragsehr gefällig sind; so z. B. seine ersten Eltern, ausdem Paradiese vertrieben, im Hause Rinuccini. lindendlich kennt man Copien nach P. Perugino undA. del Sarto von ihm, die man für Originalehalten könnte; und seiner Uebung hierin hatte ervielleicht hauptsächlich das Auserlesene seiner Kunstzu verdanken.
Frch 0 si, ( ) ein Bildhauer; arbeitete um
* Ficquet, (Stephan), geb. zu Paris i?zt.Was die Folge seiner kleinen Bildnisse berühmterMänner noch verschönert, sind die sinnreichen Ver-zierungen und Beywerke, welche Cochin und Chof»fard denselben beygefügt haben. Unter denselbenzeichnen sich dasjenige der Frau von Maintenon,Nach Mignard, eines seiner ersten (und seltensten)und la Fontaine's nach Rigaud , so wie unter denenin Descamps Vies sie Reintres slkimanlls die vonRubens und van Dyck vorzüglich aus. Diejeni-gen der vier Prälaten, welche an ein künftigesConcilium (in der Ewigkeit) apvellirten, ohne Na-men des Stechers, werden, ihrer Zartheit wegen,ebenfalls für seine Arbeit gehalten. Rost VM.24z. und ein Verzeichniß meines sel. Vaters, wel-ches an die 160. Blätter (zwischen den I. -756.und ?z. dat.) von ihm anführt. Gemeinschaftlichmit Aliamet, Longueil und le Mire, dann verzierster auch die schöne Ausgabe der Contos sie ^0»-tm»e (z. karis 76z.).
— — S. auch Fiquer.
* Fidanl, (Horaz ). Lanzi I. 212. nennt ih"einen fleissigen Künstler und guten Praktiker imStyle seines Meisters Biliverto, von dem besamders ein Tobias, den er für die Compagnie dellaScala gemalt, jetzt aber nicht mehr dort vorhandensey, aller Ehren werth genannt wird.
Fidanse, ( ). So heißt in Meusels
H. Misc. (V. §64.) ein Künstler von Genf , dersich zwischen den I. 1794. und 96. zu Rom be-funden , und in Marinen mit Vernet (?) wettgeestfert habe.
* /idanza, (Paul), geb. zu Rom um
Von ihm kennt man neben Anderm: Den Parnaß,das Wunder zu Bolsena , und den Brand vonBorg», nach Raphael; dann: Neste scelte etc.öipinte nell Vatiesrio sts ci'L/r bmo 2- Nora.
kol. Rom . 757. und 76z. noch mit zwey Theile"vermehrt, zusammen 144. Blätter (unter denielbe"io. nach Guido), alle ganz geatzt, in GroßeOriginale; wovon aber, Heinecke Nachmaßren I. 365. zufolge, bloß der erste Theil ^idanzasArbeit, und überhaupt das Werk nicht zum Bepten gerathen wäre; welchem hingegen Fußn/-» 73 - 74 . das (sonst so selten verdiente) Lob ertheil 'daß Sanzio's wahrer Geist daraus hervorblia^Ferner: Eine Abnahme vom Kreuz, und einen Cr-Franzisk dem St. Peter und Paul erscheinen, beyoenach Hann. Carracci , und endlich auf drey Blatter »