Fidanzä.
das in der Vigne von Adrian zu Tivöli gefundenealte Theater, nach Jos. Pannini. Rost IV. 120.und
Fkdanza, ( ) ein italienischer Landschafts-
maler, lebte zu Rom um igoz. und (dem ^lms-uack des llenux-^rrs zufolge) in demselben Jahrauch zu Paris , wo man im dortigen Sallon einebeschncyte Alpenaussicht sah, welche, als mannig-faltigen (?>. anziehenden Detail enthaltend, unddabey sorgfältig ausgearbeitet, in den Xouvellesdes Hrt8 (IV. 1,4.) gerühmt wurde. In frühernTagen nannte die Schrift: wiickelmann undsein Jahrhundert (S. ,33.) diesen Künstler einenManierist und Gcschwindmaier; doch nicht ohneTalent zum Bessern.
Fiducck 0, (Marcus). So nennt Gändellitti,ohne Weiteres, einen Kupferstecher, von dem manReurcrstücke kenne.
* Fiedler, (Christian). Nach ihm führt einVerzeichnis meines sel. Vaters acht Bildnisse vonBernigeroch, Haid (von diesem des Künstlers eige-nes) Rosbach , Saiter , G. F. Schmidt und Vogelan; von welchen das der Magd Sophia Nitzschinvon Schmidt wohl das beßtc, und das des 99.jährigen Kurths von Rosbach ebenfalls bemerkens-werkh seyn dürste, ^l/rc.
Fiel ding, (I,). So heißt ein englischerKupferstecher, von welchem man zwey Blatter von1746. und 56. nach Hogarth kennt, welche beydeHäuser-Visitationen vorstellen.
— — (Th), ebenfalls ein englischer Kupfer-stecher, Schüler von Bartoiozzi, von welchemLasan (Kd. 8 sc.) den Tod der Procris (1734.)nach Angel. Kaufmann, in punktirter Manier ge-stochen anführt.
F - ennes, ( de). Von einem Künstler die-ses Namens werden im ^Imsnacü des lleaux-^rtsvon 1803. Lindes des Lrbres in Kreidenmanierangeführt.
Fierville, (C-), ein französischer Kupfer-stecher ; blühet? um 1760.
Fiessinger, (Gabriel), gebürtig von Offen-burg im Breißgau, der bereits bey den PP. Jesui-ten Profeß gethan hatte, als der Orden aufgehobenward; lernte hierauf die Kupferstecherkunst ohneAnweisung, und arbeitete sowohl zu Wien als zuMünchen um 1782. nach einigen Gemälden derdortigen Galerien. So z. B. ein Benedicite nachvan Dyck, und eine Klugheit »ach Franceschini(zwey noch etwas rohe, aber immer meisterhafteBlätter); dann Herkules und Jole, und Herkules,der seine Kinder ins Feuer wirft, beyde nach Domi-nichino; eine Madonna nach Cignani; einen dro-henden Amor nach Guido; die Verspottung Christidurch die Kriegsknechte, u. st f. Ferner kleineBildnisse in Ficquets Geschmacke, wie z. B. dieKaiserin Maria Theresia , und Joseph I. DieZeichnungen nach Gemälden, die er stechen wollte,waren von ihm mit chinesischer Dinte sehr fleifflgund meisterhaft ausgeführt. lJ. B- der Sch.N),fs. XXIX. 308. Um 1736- befand er sich zuFreyburg in Breißgau, und schrieb dort (wie esschien, bcfreyt von allerley Joche) kurze biogra-phische Nachrichten von dem Bildhauer JohannMark. Fischer von Wien, die sich in MeuselsMus. 111. 47—52. befinden. Späterhin gieng ernach der Schweiz , und alsdann nach Paris , undlieferte dort die Bildnisse aller Präsidenten der erstenNational - Versammlung in Profilen auf Kreiden-wauier Nachher lebte er einige Zeit in England,u-gab daselbst, neben Andern, (i? 93 .) in punktirterManier die Bildnisse von Mirabeau nach Guerin,und von Lord Hood nach I. Northcote, welchedtyde im jvurnal für bildende Künste p. , 28 - sehrgerühmt werden. Seine spätern Schicksale sinduns unbekannt. Immerhin ist es zu bedauern, daßdieser genievolle Künstler (der sich zugleich als Dich-ter durch verschiedene lnrische Stücke ausgezeichnet
Filhdt. ZZA
hatte , von denen sich einige km Schweizer,Museum befinden), auf der Bahn der eigent-lichen Gravur, wovon er bereits so schöne Probenabgelegt hatte, nicht weilet fortgeschritten war.Meufel II. wo er aber unrichtig Fliessinger, unduoch früher in den Mkscell XIV. 119. durchDruckfehler Hiestsinger heißt.
Flererer, (Jakob), ein Glasmaler zu Nürn berg , wo man im Chöre der St. Catharinenkirchevon seiner Arbeit findet. Murr S. 290.
Figan, ( ). So hieß einer der Kupfer-
stecher, der für Odieuvre's Verlag arbeitete. Soz. D. das Bildniß von P. F. de Courayer.
*Figlno, (Ambrosius). Die Blükhezeik diesestreflichen Künstlers wird nach Lanzi (II. 454.) ,n1590. gesetzt. Seine historischen Arbeiten (meistin Oel) zeichneten sich mehr durch die Vollkommen-heit als durch die Anzahl seiner Figuren aus (stsu-peribus est numernrs pecus). So j. B- seinAmbrosius zu St. Eustorgius, und sein Antoniuszu St. Raphael in Mailand , die sich durch dieGröße des Charakters dieser Heiligen auszeichnen,so daß ihm hierin kein Künstler unter seinen Mit-bürgern, ausser Gaudenziv Ferrari, beykam- Indes-sen glückte es ihm auch in größer» Werken, wiez. B. in seiner Himmelfahrt zu St. Fedele, und inder graziösen Tafel der unbefleckten Empfängniß zuSt. Antonio , Alles in Mailand . Seine Manierhat sein Lehrer Lomazzo (S- 438 -) beschrieben.Für Beleuchtung und Genauheit hatte er sich näm-lich da Vinci, für die Majestät Raphael, fürdas Colorit Correggio , und für die Zeichnung M.Angelo zum Muster vorgesetzt. Seine Wohlgera-thene Zeichnungen nach diesem letzter,, sind dahersehr gesucht. Ausser Mailand war er indessenwenig bekannt. Tann l. c.
-Figolino, (Joh Bapt. oder Marcellus),Letztrer Taufname (bey Mosca) dürfte der richti-gere seyn. Nach Einigen hat er auch in Kupfergeätzt. Rldolfi zufolge war er ein Zeitgenosse derbeyden Montagna; vedriani hingegen hält ihnfür älter, als selbst die Bellini. Wie dem immerseyn mag, so hakte dieser alte Künstler seine ganzeigene Manier; war ungemein mannigfaltig inseinen Eesichtsschnitten und Drapperien, verstän-dig in der Abstuffung seiner Farben; eben so in derLandschaft, Perspektiv und den Zierrathen; inallen Theilen vollendet, und beynahe geleckt, sodaß er wirklich in der Kunstgeschichte Epoche macht,wenn er anders so alt ist, wie einige ihn dafürhalten. Da-rri I. 83 - H. 18.
Figuer-Snlder. Ein Beyname von An-ton van Leert.
* Fklarere, (Anton). Einige halten ihn fürDonatello's Schüler, Als Baumeister wird
er von Milizka I. 164 gerühmt. Wenigstens sol-len seine Angaben vortrefiich seyn, nach welchen1457. der grandiose und bequeme größre Spithalzu Mailand errichtet wurde. Auch den, nach sei-nen Zeichnungen ausgeführten DohM zu Bergamo hält man für ein gutes Gebäude. Dagegen nenntMilizka sein Werk von der Baukunst ein mittel-mäßiges Buch, voll lächerlichen und dummenZeugs.
Filhol, ( ) ein Kupferstecher zu Paris ;
gab seit dem Anfang des XIV. Jahrh, daselbst ansLicht: Lours kistorique et elementaire de ?eiu-ture, ou 6i>lerle complette du üluseum centrslde krsnce. wovon seither (bis Jun. 1806.) XLII.Hefte erschienen waren. Im XVIIl. oder XIX»sah' man von ihm selber, gemeinschaftlich mitDuparc gestochen: Reuter vor einer Wirthschaft,nach van der Meulen; im XXV. einen Untergangder Sonne in Nebel zur See, nach Dernet; imXXIX. eine Landschaft nach I. Fr. GrimaldirBadende Mädchen im Vorgrunde; im XXXII.eine militärische Bedeckung, wieder nach van derMeulen; im XXXIII. das Opfer Abrahams , nach