z6o Filicaja.
Ann. Carracci . Ueberhaupt aber wird er im HIms-nask llss kesnx -/^rt 8 von iZoz. unter die Land-schaftsstecher gezahlt.
Fillcaja oder ^elicaja, (Simon). Sowird irgendwo ein Maler genannt, und unter dieSchüler von Jakob Vignali gezählt.
Fllioli, ( ). Und so ein Kupferstecher,
von dem man ein Bildniß des Rechtsgelehrten,Peter Fabers , nach Car Galer kennt. M 4 c.
Llll'pepr, (Alexander), Sandra Botti'celli;von seinem ersten Meister, einem Goldschmiede,so zugenannt (?). Seine Arbeit in der SixtinischenKapelle (Geschichten des Alken und Neuen Bun-des) die er gemeinschaftlich mit B. b'Arezzo, L.Cortona, Ghirlandajo und Rosselli dort verfertigte,datiren sich, nach Mannt, von 1474. und Mi-pept wurde von Sixt IV. zum Aufseher aller dieserKünstler bestellt. Namentlich von ihm waren:Moses , der die Töchter des Jctro gegen die Midia-wüschen Hirten in Schutz nimmt, die VersuchungChristi, u. a. An dem ersten, rühmt man beson-ders die schön und neu colorirten Gewänder;überhaupt aber an allen den, zwar oft bizarren,aber immer lebhaften Ausdruck. Dann sah manvon ihm Manches in verschiedenen Galerien; kleineFiguren, die man (waren seine Köpfe nur schöner)mit Mankegna's verwechselt hätte- So nenntz B. vasari seine sogenannte Verleumdung desApelles jetzt in der Großherzoglichen Galerie) undseine (schon im Lex. angeführte) Himmelfahrt Mariä (jetzt in einer Privatsammlung) Gemälde, die denNeid selbst entwaffnen könnten. Daß FtltpepiEiniges in Kupfer gestochen, ist bekannt, aberschwer von demjenigen (zuverläßig weit mehrern)auszuMtteln, was seines Freundes Baldini Ar-beit (doch meist nach Zeichnungen) war, undbey s. v. LotttceL', ausführlich verzeichnetist. Zuverläßig von ihm soll, vasart zufolge,ein Blatt mit der Aufschrift: Nrlonso clslla I'eäeltääs b>ä dirolamo 8 avanarolo , und zwar seinBeßtes seyn. Hingegen ist eben so gewiß, daßdie rg. Figuren zu Danre's Hölle, nicht, wie dasLex. und so viele andre meinen, von ihm, sonderneben auch von Baldtnt, nach Ftltpejat's Zeich-nung sind, auf welche, und zugleich auf einenComentar über den Dichter, er, nach vasart's Be-richt, so viel Zeit verwandte, daß er alle andreArbeit darüber versäumte, und solches, wie esscheint, die erste Ursache seines nachherigen unor-dentlichen Lebens war. Mehrercs, diesen (nicht1431. sondern) 14m gedruckten Danre betreffendess oben im Art. Baldtnt. /.anst I. 62. 93. undRost III. 44—46. beyde 8 . v. Borrtcellt.
* Ftltppt, (Camittus), auch (samillus vonFerrara genannt Ftortllo ll. 230. nennt ihneinen Mitschüler des Eurchi in der Schule desDosso, der zwar nicht so geschmackvoll colorirte,als sein nachfolgender Sohn Sebastian, dagegenaber viel Zartheit in den Umrissen hatte, und beson-ders in den Gesichtsbildungen und Mienen seinerEngel unnachahmlich war. Nach Lanzt (II. 2.«41.) dann war sein Meister ungewiß, und malteer (wie Earl Bonont, sein Landsmann, in einerHandschrift urtheilt! hell und klar, wie z. B. seineVerkündigung bey St. Maria in Vado zu Ferrara ,„worinn sich" (setztLanzt l. s. hinzu! „eine Halb-stem- von St. Paul findet, woraus sich muthmassenläßt, daß er nach dem Styl von M Angelo ge-strebt habe." Eben dieser Schriftsteller setzt seinTodesjahr in , 574 .
— — (Cäsar), Camilllus zweyter Sohn, derseinem Bruder und Lehrmeister Sebastian im Orna-mentmalen behelfen war, worauf er sich treflichverstand, so wie er hingegen im Historischen, undin großen Figuren zumal, sich schwach erwies,«wie solches" sagt Bonont M§c.) „aus seinemjüngsten Gericht zu St. Sylvester in Ferrara ,(welches eine Nachahmung des unten vorkommen-den seines Bruders seyn sollte) «md seiner Kreuz!-
Filippi.
gung in der Kirche des Todes ebendas. mehr alsgenug erhellet." „Ausser seinen schönen Köpft,,und Kinderfiguren in Grotesken" (heißt es dannhier weiter) „brachte er nichts Gutes zu Stande;denn seine andern buntscheckigten Zierrathcn kom-men nicht in Betracht " Dieser Künstler starbbald nach 1602. 11. 2. 243.
/ > lipp,, (Jakob). So nennt Lanzi (II. 2.267.) kurz einen Landschaftsmaler von Ferrara,Schüler von Franz Ferrari, der in 1743. verstor-ben war.
— (Sebastian), genannt Basttanello,geb. 1530. 32. oder 42. Den ersten Grund i» derKunst legte er unter seinem Vater Camillus Als-dann begab er sich in seinem Achtzehnten nach Rom ,wo er einer der unermädetsten Copisten und lieb-sten Schüler von Michael Angelo ward. WelchenNutzen er aus dessen Unterrichte zog, zeigt sicham Beßren in seinem jüngsten Gerichte, welcheser für die Hauptkirche seiner Geburtsstadt innerdrey Jahren malte, und darinn demjenigen seinesMeisters so nahe kam, daß die ganze florentinischeSchule ihm nichts Aehnliches auszuweisen hat.Grandiose Zeichnung, große Mannigfaltigkeit inden Köpfen, geschickte Vertheilung der Gruppe»,und angemessene Ruhepunkten für das Aug. Eswar fast unglaublich, wie einer das Thema vonBuonaroü so gut, uud zugleich so neu bearbeitenkonnte. Als ächter Nachahmer copirte er nicht dieFiguren, sondern den Geist desselben. Und gleichdiesem, und Dante, setzte er seine Feinde (einMädchen zumal das ihm den Korb gegeben) in dieHölle, seine Freunde hingegen in den Himmel(seine Frau, die seinem ersten Liebchen Hohn spricht).Baruffaidi u. a. gehen selbst so weit, dies Gemälde,für den Anstand der Vorstellung und für das Colo-rit, dem in der Sixtinischen Kapelle vorzuziehen.Da Mlppl's seines gegenwärtig retouchirt ist,läßt sich über letzter» Punkt nicht mehr urtheilen;denn, sagt Baratts, jetzt sehen die Figuren wiehölzern aus Daß er aber ein guter Coloriste war,erhellet aus andern seiner noch unverdorben erhal-tenen Arbeiten; ausser, daß sein Fleisch meist etwasaufBronze zieht, und er überhaupt (wie wieder CarlBonont bemerkt) seine Gegenstände umnebelte, umdie Farben in Harmonie zu bringen. Neben seinemjüngsten Gerichte kenne man nämlich von ihmMehreres in Ferrara . So z. B. seinen großenChristoph in der Karthause, worin das Nackte anM. Angelo reiche. In bekleideten Figuren dannfolgte er andern Meistern; so in seiner Beschnei-düng, am Hauptaltar im Dohm, welche seinesVaters Arbeit gleichet, den er sonst weit übertraf.Uebrigens war er bey seinem Werke ungeduldig,und vielleicht deswegen wenig reich an Erfindung,so daß er z. B. eine Verkündigung wenigstens sieben-mal wiederholte. Auch blieb in allen seinen Wer-ken, etwa das oftermeldte jüngste Gericht, und dannseine H. Catharina, in der Kirche dieses Namensausgenommen, immer etwas Unvollendetes. InPrivatsammlungen findet man wenig von ihm-Ds-r-xi II. 2. 241-43- Ftortllo dann (II. 230-31-)sagt ungefähr dasselbe von ihm, und rühmt ih"mit Recht namentlich dafür, daß seine nacktenTheile, trotz der Strenge des Umrisses, mit einerFreyheit und einer Verschmelzung der Farben be-handelt seyen, welche bezaubert. „Dagegen aber(heißt es dann weiter) „ fiel er in den Fehler meh-rerer Schüler von M. Angelo, nämlich : Die Pro-portionen kurz zu halten, wodurch sie ihren Figu-ren mehr Kraft und Charakter zu geben hofften,aber dafür das Großartige und Gigantische einbüß-ten, was ihrem Meister so eigenthümlich ist. Dannpflegte Sebastian, so wie Garofalo, im Fleischmit dem Pinsel Schraffirungen zu machen," u.sf-Und eben dieser Kunstrichker rügt an ihm, wasLan;i rühmet, und glaubt nämlich, daß er durchden feinen und leichten Schleyer, womit seineFiguren bedeckt scheinen, der Harmonie und demHelldunkel Manches aufgeopfert habe, was einegenauere Ausführung «rsodert hätte. Neben dem