Filippi.
jüngsten Gericht in Rom kennt er von ihm einezweyte Darstellung dieses Gegenstands in der schonangeführten Karlhause. Er starb 1602.
F, I >' ppi, (Ser). So nennt FiorÄo II. z.einen alten Maler der Venekianischen Schule, derin den Büchern der alten Kunstgenossenschaft, imArchive der altern Malerschule von St. Sophiazu Venedig zum Vorschein kömmt
— — (Theodor). Und so Gandellin, einenKupferstecher, von dem er Friesen - Architektur-Verzierungen und militärische Uebungen kennt.
Fl'lippo, (Meister), ein spanischer Baumeister,der um ,512. die Kathedralkirche zu Sevilla , eineder merkwürdigsten gothischen Bauten in Europa ,rcstaurirt haben soll. Dieselbe war um ,401. an-gefangen , und erst in 1506. Vollender worden.Sie hakte 420. Fuß in die Lange, und 27z. in dieBreite. Sie war in fünf Schiffe getheilt, undringsum mit Kapellen umgeben. Das Gewölbruhete auf 52. Bogen zu jeder Seite. Das Ganzewar von einem violettfarbnen Stein erbaut, untenvon Zo. Fenstern erleuchtet. Statt des Dacheshatte sie eine ebene mit Balustraden verseheneDecke. »Mag man" (sagt Milizia lLci. rer?. I.zio.) ,, immerhin gegen diese Bauart eingenommenseyn, kein Mensch wird in ecmelvle Kirche treten,ohne über die Großheit, und zugleich über die Leich-tigkeit zu erstaunen, mit der Alles darin angeord-net ist. Und doch ist ihr ursprünglicher Meisterunbekannt. In 1506. stürzte ein einziger Pfeilerein, und damit gieng das Ganze so gut als zuGrund. Filippo baute sie wieder, minder hoch,aber, wie behauptet wird, noch schöner als zuvor."
*FlHeulI. S./llloeull.
Fillian, (Johann), ein englischer Kupfer-stecher; lernte bey Wilhelm Faithorn. Man kenntvon ihm einige Bildnisse, wie z. B. dasjenige vonTheophrast Paracelsus. nach I. Payne.
FiHisch, (Fr. C.). Nicht S- < 5 . Misch,wie es in Meusels Miscell. XVIl. 259.heißt; ein Kupferstecher, von welchem man einBildniß des Markgrafen Georg Friedrichs vonBrandenburg kennt, welches schon auf Federzeich-nung - Manier geatzt seyn soll. Meu s. Mus.III. 67.
— — (Joh. D.). Ein Maler (der mit Obi-gem, wie man vermuthen möchte, kaum zu ver-wechseln ist), nach welchem C. Fleischmann dasBildniß des Arztes I. Christ. Nehm, M. A. Guferdasjenige des Arztes I. L. Loelius, und G. Lich-tensteger das des Arztes I. M- Hofmann gesto-chen haben. Hauptsächlich aber ist nach ihm einbvu E C. Heisch geschabtes Familienstück zu be-merken, das einen Vater mit mehrern jüngern Kin-dern vorstellt, welche die Engel zum Himmel füh-ren, mittlerweile die Wittwe mit den altern nochin der Barke des Lebens schiffet, ein großes 1699.dalirtes Blakt, welches der Katalog von Brandesselten nennt.
* Filloeull oder Filleuil, (Gilbert), geb.in Paris 1644. ein Schüler von Darrt, und
* — — (Peter), sein Sohn, dessen das Lex.unter des erster» Namen Erwähnung thut, arbei-tete,, um 1756. Ein Verzeichniß meines sel Vatersrührt an die 40. Blätter von beyden an. Vondem Barer scheinen z. B. dr. Urerese und unt^Nrcl «I'^nnonciatlcm nach le Brun, Is Vieil-E«k h mains iointss nach Rembrandt , und dieBildnisse von I. A. Bouthilier und der Frau vonMontpensicr, „ach Rigaud , zu seyn. Von demtdohnc sind zuverlaßig die Blatter nach I. B-Paters Vorstellungen aus den Erzählungen des laFontaine, u. a. ähnliche Galanterie-Stücke, dannlos Volturiers nach Wouwermann (welches einbewährter Kenner in Meusels Archiv lkl. 63.«in gemeines frostiges Blatt heißt), und wohl auchls ketour üe la Eampa^ue nach C. van Falee.
Finson. z6i
Fllloeull, ( ). So wird auch irgendwo,
ohne Weiteres, eine Bildnißmalerin in Pastellgenannt.
Fimosa, (P.). Nach einem unbekannten Künst-ler dieses Namens hat C. Bloemacrt einen Leich-nahm Christi auf dem Schooße des ewigen Vatersgestochen.
* /inck, (Johann Georg), das von I. S.Müller gemalte Bildniß dieses Baumeisters soll erselbst geätzt haben. Xtsc.
Fines, (L.). Nach der Zeichnung eines Künst-lers dieses Namens findet man das Bildniß desKupferstechers Mich. Natalis en Medaillon, voneinem Ungenannten vorgestellt.
* FlNiguerra, (Maso, d. i. Thomas),Goldschmied, Silberstechec und Metallschneider,geb. zu Florenz um 1424. und daselbst sehr altverstorben. Man hält ihn für einen Schüler desMalers Thomas Massaccio. Baccio Bandrnelli,in einem seiner Briefe (I,c-tt. pittor. I.) sagt, daßer mit Ant. Pollajuolo u. a. seiner Kunst-Zeitge-nossen an den berühmten Metallthüren der KircheSt. Johann zu Florenz gearbeitet habe; und va-sari führt von ihm die silberne Hostien - Gchaalefür eben diese Kirche an, worauf er sehr kleineFiguren der Passion eingegraben hatte, deren auchdas Lex. Erwähnung thut, und die er einem Doku-mente zufolge um 1450. verfertigt hatte. Daß erfür den ersten Erfinder der Kupfcrstecherkunst inItalien geachtet wird, ist bekannt ; aber niemandkonnte bisher mit Gewißheit versichern, daß dieihm zugeschriebenen Blatter (wie z. B 24. die sichin der Sammlung des H. Otto in Leipzig befinden,und sich allerdings als Arbeiten eines italienischenGoldschmieds aus den ersten Zeiten um so vielmehr bewähren, da solche von dem sel. BaronSrosch in Florenz selber gesammelt worden) ge-rade die Arbeit unsers ^iniguerra seyen. Soviel fand Rost, oder vielmehr der sel. Huber (III.33— 34 ) daß dieselben viele Aehnlichkeit mit einemandern dergleichen Blatte haben, welches einenalten Mann vorstellt, der, an einem Stammesitzend, mit dem Grabstichel auf einer Scherbe ar-beitet; vor ihm steht der nackende Herkules, u. f. f.Auf erwähnter Scherbe nun liest man den Buch-staben ? und schon von vasar, wurde dieseseinzele Blatt für ein unstreitiges Original unsersMass erklärt. Von den 24. erst genannten danngiebt Heinecke (der überhaupt in s. (JeuernkJachrichreir S. 276-88. über diesen alten Künst-ler nachzusehen ist, und nach ihm Rost I. c. 34—40.) die Beschreibung, ersirer auch von zweyen der-selben die Nachbildung, so wie hinwieder Srruthvon dem letztgemeldten, dessen vasar, Erwäh-nung thut.
* Linlapson, (I.), Maler und Schwarz-
kunststecher, geb. 1730. Acht seiner Bildnisse führtein Verzeichniß meines sel. Vaters, und dann derKatalog von Brandes auch zwey historische Blatteran: )acol> removeinA ttm Ktone Irom tüs D/ell,nach P. de Petri, und: Osnllaulss süevving Ins(Jueen to bis lavourits , welches aus-
drücklich mit: A. Xr-r/ai/so» inv. piux. et ieo. un-terzeichnet ist, und, gleich dem ersterwähnten, schöngenannt wird.
F, n 0, (Abraham), Glasblaser von Amsterdam ,geb. ,630. arbeitete zu Nürnberg , wo er 1657.starb. Derselbe ist übrigens bloß durch sein Bild-niß bekannt. Msc.
* f tnöcr l i a, (Paul Dominikns). Lanz, (I.621.) nennt^ihn einen zierlichen, ausdrucksvollen,fruchtbaren, correkten, in allen Theilen mit sichselbst übereinstimmenden Maler wie irgend Einen,aus der Schule von Stanzioni.
Fl'nsler, (Helms), ein Maler zu Zürich um1563.
* F»nson, ( ). So nennt die Handschrift