Fiori llo.
von ihrer Miederauflebung bis auf die neue-sten Zeiten, wovon zwey die italienischen, undder dritte die französische Schule in sich fassen , undan Gründlichkeit eben so sehr als an Vollständig-keit (in angemessenen Schranken) wirklich alles hin-ter sich lassen, was bisher über diesen Litteratur-zweig geleistet war. Wie dankbar er darin seinerbeyden Lehrer Bigari und Bottani (II. 6g>. undgr.) Erwähnung thut, macht seinem Herzen wahreEhre. Auch die Fortsetzung seiner t KleinenSchriften artistischen Innhalrs (wdvon bisherzwey Theile 8 Gvtting. igoz-ä. erschienen sind)wird von Liebhabern achter Kunstgeschichte mitSehnsucht erwartet. Endlich kennt man noch vonihm eine mit kurzen Urtheilen begleitete Beschrei-bung der Gemäldesammlung der Universität Göt-tingen (8 rZob-'. Seit 1799. bekleidet er dort dieStelle eines ausserordentlichcn Professors der Phi-losophie. Wie viel ihm unsre eigne gegenwärtigeArbeit zu verdanken hat, wird der Leser ohneunser Erinnern bemerken; und, wenn wir nicht im-mer ftliiem Urtheil ausschließend folgten, so ge-schah' ös aus der nämlichen Liebe zur Wahrheitnach unsern Begriffen, welche eben so sichtbarlichauch ihn überall geleitet hat.
Liorillo, (Niklaus,, ein Kupferstecher zuNeapel ; arbeitete um 1760. an den -Inticüüä <ii
kv22ll0io.
* Fi 0 rini, (Ioh. Baptist). Lanzi II. 2. 58.vergleicht seine Gemeinderschaft mit Basar Are-rusi derjenigen des Blinden und Lahmen in derFabel; getrennt nämlich hätten beyde eben nichtGroßes getaugt. Er lebte noch 1588.
Fiquer, ( ). So wird im -llmanaob
ses sseaux-^rts von 1803. ein damals in Paris lebender Baumeister genannt.
* — — S. auch Ficquet.
* Firens, (Cäsar und Peter). Dieselbenwaren Kupferstecher und Kunstverleger. Von demletztem führt ein Verzeichniß meines sel. Vaters andie 40. Blatter, theils Bildnisse, theils Geschichtender zeit an, welche sich meist von den I. röio—zz.datiren. So z. B. Iüvro8 äes promotions ci«8stkevsliers cles Oräros du Kov en rüiy. et Zg.ernte« pur A. IHorü» cie /a Maner-re et
si^urer: par 7 ^. Dann les 8suvaZe8«msne« en k'rancs pyur etre iii8trnit8 clans iaReligion en i6rz. nach I. du Vicrts Erfindung,u- a. von ähnlichem Kaliber. ^§c. Basan («so.Lü.) setzt perers Geburtsjahr, wohl zuvcrläßigunrichtig, in 1601. das Todesjahr in 1690, an.
Firmian , (Carl Graf von). Dieser bekanntewürdige ehemalige Kais. Kön. Minister in derLombardie st 1782.), ein Beförderer jeder SchönenKunst und jeder ächten Wissenschaft, übte in jun-gem Lagen die bildenden Künste selber, malte so-gar die Geschichte im Großen in ächtem italienischemGeschmacke, und versuchte sich eben so mit derNadel und dem Grabstichel. Mit dem sel. JohannWinkelman» stand er in der genauesten Verbin-dung, und seinem thätlichen Beystände hatte diefürtrefliche Angelika Kaufmann ihr erstes äusseresFortkommen in Welschland zu verdanken. Mre.Von dem Kunsikabinette dieses Herrn findet sich eingedruckter Katalog.
— — (Franz Lactantius, Graf von). Nachder Zeichnung eines Herrn dieses Namens, obw>t dem Obigen desselben, ist uns unbekannt, führtnämlich der Gantkatalog von Brandes das mit:Onoll konunr S 8 t, teners unterschriebene, selteneBildniß eines Geistlichen an.
Fischbacher, (Johann Ulrich), geb. 1770-zu Krummenau in Tockenburg, lernte das Flach-walen , setzte sich aber späterhin mit eisernem Fieissevor, ein Kunstmaler zu werden. Was (seit 1792.)wirklich aus ihm geworden sey, blieb uns einswei-len unbekannt.
Fischer. 36z
Fischer, (Emanuel), ein deutscher Bildhauer,arbeitete zwischen den I. 1687. und 9z. unter derLeitung der Gebrüder Strudel an der sogenanntenDreyfaltigkeits - Säule zu Wien , einem Denkmaleder Andacht Kaiser Leopolds. S. auch oben denArt. -Octav. Burnaccini. Füßlis Ann. II. 8.
— — (Georg), ein Maler geistlicher Geschich-ten zu Wien , dessen L. von Winkelmann ge-denkt.
*" (Johann), ein Architektur-und Per-spektivmaler von Neus bey Düsseldorf gebürtig;arbeitete um 1710. in Diensten des Churfürsten vonder Pfalz, und malte neben Anderin die Trümeaupund Decken in den verschiedenen Sälen der be-rühmten Galerie zu Düsseldorf Grau in Grau.Er starb 1726. Die Vorrede der Beschreibunggedachter Galerie, schreibt diesem Künstler die indein Art. Ioh. Bernard Fischer angezeigte histo-rische Architektur zu, und qualificirt ihn als KaiserCarl VI. Hofmaler; was uns denn wenigstensin Ungewißheit laßt, ob dieser Künstler nicbk mitdem bald folgenden WienerschenHofbaumeisterJoh.Bernard Fischer Eine Person sey?
— — — — ein Perspektivmaler zu Berlin um 1775. Man stehet vieles von seiner Arbeitin den Pallasten und Häusern dieser Stadt; soz. B. im Pallaste des Prinzen Heinrich, im Gra-viuSschcn Hause, u. s. f. vornämlich aber in deinfürstl. Dessauischen Lustschlosse Wörlitz, wo er indem großen Saale die vier Jahreszeiten vorstellte,rdlcolal.
» — - — — Ab von Obigen oderein anderer Johann (vielleicht einer der folgenden,Ioh. Emanuel oder Ioh. Friedrich) Fischer essey, nach welchem Leonh. Hcckeuauer fein (H.)eigenes Bildniß gestochen hak, ist uns ünbekannt,
* — — (Johann Berüard) - Baron von Er-lachen. Derselbe war schon Wienerscher Lofbau-mcister unter Leopold I. Bey einem Denkmale -welches dieser zu Ehren des H Josephs gclobte-gab er die Anordnung zu einem hölzernen Modelle,welches einswei'len davon auf dem hohen Marktaufgestellt wurde, und eine Art offenen Tempelsmit sechs Säule» von korinthischer Bauart vor-stellte. Allein erst lange nachher ward unter CarlVI. das jetzige steinerne von einem andern Künstlerund nach einem ganz andern Plane zustandgebracht.Alle seine Arbeiten zeugen von seinem (damals istDeutschland so seltene») edeln und einfachen Ge-schmacke Füßli Annal. II-8—10. Noch be-merkt Ebenderf. (Annal. I. 10.) von Bernard so-wohl , als von feinem Sohn Esajas Emanuel(dessen im Lex. unter des Vaters Namen Erwäh-nung geschieht): «Durch sie und durch DominikMarrinelli ward die ordnungsmäßige Baukunstin Wien allgemeiner gemacht. An den Gebäudendes erstem zumal bewundert man die schönen Ver-hältnisse ünd die edle Simplizität, welche er an diesonderbaren Ideen und überladene Zierathen, diedort sonst an den Bauten beliebt waren, zu setzenwußte." Soweit Füßli. Aber namhaft verschie-den urtheilt über unsern Deutschen der strengeMlli'Zl'a (K 6 . ter?. II. 303 - 13.). So z. B. vondem Pallaste Schönbrunn , den er ausführlich be-schreibt: Die äussere Verzierung desselben sey schlechtgerathen, und eben so übel verstanden die innereEintheilung, welche bey Weitem nicht die Mengeund Bequemlichkeit von Zimmern gewahre, diedas Aeussere darbietet. So von seinem bey Anlaßder Vermählung des K. Joseph in 1699. errich-teten Triumphbogens, den er ein Meisterstück vonBorrommischer Ausschweifung nennt. So von denPallasten des Prinzen Eugens u. Grafen Trauthson.So von der, übrigens, durch ihr schönes griechischesKreuz grandiosen St. Borromaus - Kirche zu Wien .Besser gerathen dann scheinen ihm der KaiserlicheMarstall, der 600 Pferde fasse, der große Hofdesselben für die Carouffcle; und eben so die böh-mische Kanzlei). Seine historische Architektur
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