Florinus.
blatt z» den 1635. gedruckten Soncetdl vav'lävelund eine Allegorie mit dem Wappen desHauses Borghese, letztre beyde wahrscheinlich nachseiner eignen Erfindung. Eandellim.
* Flsrinus oderFlorianus,(Matthäus).Von ihm kennt man einen Plan der Stadt Mantua .Zufolge eines mit iVl. ssloriui Mc. bezeichneten Blat-tes, nach D- Salimbeni (einem uns unbekanntenNamen), St. Hieronymus im Gebete, scheint erauch Kunstverleger gewesen zu seyn. ^c.
* Fkoris, (Franz), der Vater. Bey der Rück-kunft in sein Vaterland erwarb er sich bald einengroßen Ruf, und ein ansehnliches Vermögen, dasaber die Verschwendung seiner Frau durchbrachte.Wohl war es also der Kummer, welcher diesenvon Fürsten und Großen gesuchten Mann zur UnrMäßigkeit im Weine verführte. und in eine Vol-lere«) stürzte, welche ihn auch seinen Freundenunerträglich machte; aber selbst dies niedrige Lasterhielt ihn so wenig von der Kunst ab, daß er jedenTag noch sieben ganze Stunden arbeitete. SeineFettigkeit in der Zeichnung verschaffte ihm bekannt-lich den Namen des Raphaels von Flandern -„Man hatte ihn" (glaubt LDareler) »noch ehermit Michael Angelo vergleichen sollen; denn vonder Grazie u. dem Ausdrucke des erstern war wahr-lich nichts an ihm zu finden. Indessen sagt Fio-mllo (!. 588) wovon den Nachahmern MichaelAngelo's die Rede ist, weit besser: »Nirgends warsein Einfluß so verfehlt und entstellt worden, wiebey den Niederländern und Deutschen . Wer erkenntnicht in den Werken von Franz Floris z. B dieFrüchte von dem übel verdauten Studium jenesVorbildes, und sieht dasselbe in ihnen aller seinerVortreflichkeiten beraubt?" Unser, freylich sonstmehr als in Einer Rücksicht sehr wackere Künstlerhatte bald eine gewisse Trockenheit, bald eine ma-nierirte Rundung, welche dem achten Geschmackeeben nichts minder als angenehm auffiel; seine Farbewar lebhaft, aber in der Carnation nur gar zu helle.Seine Ausführung war fertig und leicht; als erden Auftrag erhielt, für Karls V. Einzug zu Ant-weipen die Triumphbogen »» malen, lieferte ersieben große Figuren in Einem Tag, und nachwertsfür Philipps II. seinen, in eben so kurzer Zeit einganzes Gemälde. Das reichste Verzeichnis dernach ihm gestochenen Blätter findet sich, un-sers Wissens, im LVl'ttklecschen Katalog, wosolche zugleich, so wohl ihrem innern Gehalt alsihrer Seltenheit nach gewürdigt werden, und, nebenandern, Eines erscheint, welches den Sieg, mitSklaven und Trophäen umgeben, vorstellt, sehrm>ön geätzt seyn soll, und mit Lr. ssicrris/cc. IZZ2.liier. Ooek etc. bezeichnet ist; woraus (was bis-her nur Gandellittk bemerkte) erhellet, daß er sichauch in letztgenannter Kunst mäße geübt haben.Eine Fußwaschung, ohne Namen des Stechers,ebenfalls schön geätzt, (vielleich noch ein Paar andre)durften nicht minder feine Arbeit seyn. Etliche,ivle z. B David, der vor dein König Saul spielt(mit soüoc. <ls S)tpriu etc. I 55. bezeichnet) , Sa-lomo's Urtheil, ganz ohne Namen, und ein Abend-mal, mit der Chiffer 6 . -Z I". (was CorneliusAnton oder Antonisze bedeuten soll) sind inSwiiein, rothen und gelbem Helldunkel, und sollenvoii besondrer Seltenheit seyn. Ein Verzeichnismeines sei. Vaters endlich führt, nach jenem oben-trwahnten Triumphbogen, einen Holzschnitt (nichtunwahrscheinlich von letztgenanntem Meisteri an,-sssrii wir sonst nirgends Erwähnung gethan finden.Er. Z),'e haßten Nachrichten von diesem Künstler(bemerkt Heinecke Flachrichren I. 350.) seyen die
Flos.
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bey vermandee, aus welcher alle andern genom-men worden.
* Flos, (Claudius du), Vater, geb. zu Paris 167z. und gest. daselbst 1747. nach Rost, und 1727.(glaublicher) nach Basan. Sein Meister ist un-bekannt; indessen hatte sein Geschmack Aehnlichkeitmit dem von Poilly. Er arbeitete fertig mit demGrabstichel; doch bediente er sich bisweilen auchder Nadel. Einige seiner sehr zahlreichen Blät-tern sind mit außerordentlicher Nettigkeit vollendet.Rost (VIII 26—29 ) führt von ihm an die 40. einVerzeichnis aber meines sel. Vaters an die igoBlätter, beydes (wie wir glauben) von Vater undSohn, doch weit die meisten von dem erstern (undunter jener Gesammtsumme über die Hälfte Bild-nisse» an. Eines dieser letztem (Ludwig X )V.)ist ohne Zweifel unrichtig von > 787 - seine übrigenältesten Blätter von 1697. und dann bis 1721- darirt.Die Meister, nach denen unser altere Duflos gesto-chen hat, waren, von der italienischen Schule:Raphael) Titian , Guido, Dominichino, Albani,P. Veronesc und C. Maratti; von der französischen leBrun, Mignard, leSueur, Beaugin, Colombel,Coypel und Dossier. Für einen sehr kräftigen Stichvon ihm, wobey viel grätzk ist, wird Jesus mitden beyden Emaustschen Jüngern, nach P. Ver-lieft , aus der Galerie Orkans gehalten; ein Blatt,das auch Füßli «III. r<;O.) anführt und beschreibt, sowie (ll. zog.) eine Verkündigung Maria, nach C- Ma-ratli, d>e er sehr mühesam und fleißig gestochen heißt.
Flos, (Claudius August du), geb. 170t. gest.z» Paris i 78 ss Maler und Kupferstecher; alsMaler Schüler von Natoire (Fiorillo III. 27z.), alsKupferstecher von B Picart, bey dem er sich etlicheJahre zu Amsterdam aufhielt. Dieser war es, wel-cher vornehmlich nach neuern Meistern, Bouchcr,dann nach seinem Lehrer Natoire , u. s. f gestochenhat; auch derjenige, von welchem Hernecke I. 209.sagt: Daß sein Herkules und Omphale , nach Luc.Giordauo für die Dresner - Gallerie von dem KönigAugust nicht im Mindesten gebilligt worden, unddaß er, (H.) wenn nur Zeit übrig gewesen, diesesBlatt "hätte ändern lassen. ^«anseo. b)6. und Me.
— — (Peter du), geb. zu Lyon i?5r ebenfallsKupferstecher. Ob, oder in wie ferne derselbe inVerbindung mit einem der obigen stand, ist unsunbekannt. Basan (Lü. sec.) zufolge, hätte der-selbe für die Werke von Dorat Vignetten nach Ma-rillier, und mehrere Blatter für die Lnstume« üsviFulrös gestochen, von welchen er Herausgeberwar. Dieser ist wohl der nämliche, der schon obenunter dem Namen Duflos erscheint. *)
— — (Philotheus, d i Gottlieb), geb. zn
Paris um 1710 Lernte bey einem uns unbekann-ten Künstler, und that sich im Landschaftmalenunter seinen Mitschülern so hervor, daß er in derköniglichen Akademie den ersten Preis erlangte, wor-auf er als königlicher Penstonair gen Romgieng undviele Jahre unter de Troy studirte Derselbe bildeteaus seinen, nach der Natur gezeichneten Landschaf-ten verschiedene Cahiers, aus welchen er nachwertsdie Entwürfe zu seinen Gemälden zog Auf seinerHeimreise hielt er sich zwey Jahre zu Lyon auf, woer im Z7 Jahre seines Alters verstorben war. Vondiesem Todesjahr rührt wahrscheinlich das von Rostirrig angegebene des ältern Claudius her. Ebendieser Philotheus ist es wahrscheinlich, von welchemGandeUinl 8. v. sagt, daß er 29.
Blätter für des Abts venuri Alterthümer von Rom ,und 20. große Alphabets - Buchstaben gestochen habe.
I". !I. V. 2. p. 19- *)
maa- WW uns gerne, daß in dielen Artickek» Duflos sich noch einige Unrichtigkeit vorfinden
bi» „>>. fanden wir solche um etwas besser, als unsre Vorgänger aus einander gesetzt zu haben, und bemerkenii. v),. das Lerik. aus den beyden Claudius nur Einen zu machen scheint. 2.) Daß t-
fg/^ der für Monicart's v>rz-,iii<-s (1720.), »„d gewiß der jüngere, der
bat 2 , He a« Versailles (1752.) und für die Inmbeaux lles ki-lllcrs elf. l!e la ftr. Lrersßne gestochen
."''gewiß hingegen, welcher von ihnen für das Oi>ir>el >Ie OoE gearbeitet hat, da solches ein Paardu» "" »der', Bettern ^od (-72.9.) erschienen war. .§.) Daß es endlich vollends seltsam erscheint, wenn dernos, der sur die I oiucure, lle 1e Lrua er ch'h,u«r. le 8acur (1740,) arbeitete, dort htuilo, i» /-sre heißt,