Z-?6 Flosche.
Flösche, (Daniel), ein vortreflicher nieder-ländischer Miniaturmaler; arbeitete um das Endedes XVI. Jahrhunderts zu Florenz in großherzog -lichen Diensten. 1 ?. II. p. 119.
Flauest, ( X Von einem sogenannten Gat-
tungsmaler dieses Namens sah man auf der Pa riser -Ausstellung des I. XIII. ein Kind, das vonder Amme nach Haus kömmt, und die ersten Lieb-kosungen seiner Mutter nicht annimmt; welchesder großen Wahrheit des Ausdrucks wegen, haupt-sächlich in der Figur des Ammen-Vaters, gerühmtwurde. Vor-r-e//. ckes IV. 14.
Flumer, (G. S. de), ein französischer Kup-ferstecher ; arbeitete um 1760. nach I. Verrietu. a. Mrc.
* Flynrh, (Paul). Die Stiche, welche er
mit dem Punzen verfertigte (Opus Mails!), warendie ersten dieser Art. Heinecke Idee
r-snsrsle 495. behauptet, daß er bisweilen auchbloß Paul von issürnberg genannt werde.
* Fc>, (G R-). Von einem Künstler dieses Na-mens (ob einem andern als dem Formschneiderdes Lex. wissen wir nicht) kennt man eine Geburtder H. Jungfrau nach I. Pipi
F 0 cke, (C.). Von einem Künstler dieses Na-mens sah man auf der Dresdner -Kunstausstellungvon 1805. eine Parthie aus dem Lager bey Dresden ,mit Soldatengruppcn und einem Marketender - Zelte,in Oel, wobei es in MeuselsAü'ch. IV. 1,6-17.heißt: „In diesem Styl zeigt der junge KünstlerTalente eines erfinderischen Geistes, verbunden miteinem angenehmen Vortrage und gefälliger Man-nigfaltigkeit. Noch scheint es ihm blos an einerpikanten Beleuchtung zu mangeln, durch welchecin größrer Effekt in seinen Gruppen bewirkt werdenwürde."
— — ( ) ein älterer Maler dieses Ge-schlechts, von welchem kdorhnagel 7. einePortugiesische Judenschule, mit vielen Figuren undschönen Beywerken anführt.
* — — S- auch Fokee.
Foco, (Paul). So nennt Lanzi II. 2. Z84.einen Piemontesischen Künstler, der nach s. Urtheil inkleinen Landschaften, und andern Kabinetstücken,nach Venetianer Art tokkirt, so daß sie besondersin gewisser Entfernung gute Wirkung thaten, glück-lich und viel gearbeitet haben soll, dem es hingegenin größern Arbeiten, Figuren zumal, nur weniggelungen war.
Foehrmann, (CarlGustav) Königlich Schwe-discher Medailleur, und Professor der Zeichnungzu Stockholm , des nachfolgenden Daniels Sohn.Derselbe studirte zu Rom , und kam um 1780. insein Vaterland zurück, kurz vor- oder nachher alssein Vater verstorben war. Den einen Nachrichtenzufolge, behielt er den Gehalt dieses letzter» bey,und bekam den Auftrag, die Folge der Schwedi schen Könige fortzusetzen. Andre hingegen (wieZZaur) drücken sich hierüber so aus: „Er verfer-tigte schon bey Lebzeiten seines Vorgängers Lsung-berg verschiedene königliche Schaumünzen; diemeisten aber, die nach dessen Tode erschienen, rüh-ren von ihm her." Er selbst starb 24. Dez 1793.in einem Alter von 52. Jahr und 8 Monaten.
* — — (Daniel). Derselbe war ursprüng-lich aus Deutschland gebürtig, kam dann nach Stock holm und arbeitete für die dortige Königliche Münze.Starb 173c». I. Nahn hat nach ihm die Schau-münze von Jac. Termesden, Herrn von Laröbo,gestochen. Laur und älkc.
Foerster ( ) aus Holstein, und Brün-
iern, haben das Schloß Sarskoe-Muiste (nach-rrals Sarskocseloy für die Russische Kaiserin Ka tharina I. gebaut. Mensel Mrscell. XI. 275.Den erstem nahm schon Peter der Große wahrendseines Aufenthaltes zu Hamburg in seine Dienste,
F 0 l d so n.
und brauchte ihn zuerst zum Bau des SeekastellsCronslott vor Cronstadt, dann des Kayserlichen Pa-lastes , und mehrerer andrer ansehnlicher Häuser zuPetersburg . Späterhin diente er eben so unter denRegierungen der Kayserinneu Katharina und Elisa-beth, und starb in sehr hohem Alter 1747. ^c.
F 0 ex, ( ). Von einem Kupferstecher dieses
Namens kennt man, neben Andern- ein BildnißPabst Clemens XI l.
F 0 geIiri 0, (Marcellus). So nennt der ein-zelne Hemecke (Idee ^ener. p. 152.) einen altenitalienischen Kupferstecher, von welchem er abetkeine>Blätter namentlich anzugeben weiß.
Fogginr, (Joh. Baptist). Derselbe wird auchunter die Schüler von Äincenz Dandini gezahlt.Nach ihm gestochen kennt man die Schlacht beyAnghieri, St. Andreas Corsini , der die Messeliest, und die Enthauptung von St. Cresci, letzlrevon A. Lorenzini.
Foin, (Augustin), Kupferstecher, geb. zu Pa,ris 1726. Von ihm kennt man verschiedene Heftevon Zierrathen nach Delalonde u. a. Hienächst von1757—59 verschiedene Plane mehrerer im sieben-jährigen Kriege gelieferten Schlachten bey Hasten-beck, Rosbach , Crevelt , Sanderhausen, Lutem-berg, Bergen und Minden ; das Camp bey Halber stadt , und die Karte von einem Theil des Weser-laufs. Basan lüd. 8so. und älLc.
* Foip , (Ludwig de), der Architekt des Esc«rials. MlliZl'a ikd. tsrr. II. 6 z.) erklärt es fürirrrig, daß solcher von ihm nach den Zeichnungendes Vignola erbauet worden. Sein Kanal beyBayonne datirt sich von 1579. Den Pharus vonCorduan (seine merkwürdigste Arbeit) fing er 1584 m,und vollendete ihn 1610. Derselbe ist gegenwärtig,seitdem er in 1720-27- noch erhöhet, und selbstmaussen mit marmornen Sculpturen (wie z. B. derBüsten von Ludwig XIV . und XV. verziert) wor-den, der prächtigste Leuchtethurm in der Welt; »indieser letztem Rücksicht aber" (sagt Mrlrzia) »stzweckmäßig, als wenn man einen Heuschober mitGemälden von Correggio bekleiden wollte."
* Fokke, (Simon). Basan (sso. b)d.), bcrdoch in seiner ersten Ausgabe (1767.) diesen Kunstler schon kennt, setztseinGeburthsjahrnunmehrin-1770. Derselbe arbeitete beständig und sehr änißgin seiner Geburthssiadt. Besonders beschäftigenihn die Buchhändler häufig, da er in kleinen Bild-nissen und Bücherverzierungen ungemein glücklichwar. Von ihm sind z. B. ein Theil der Portraits
Iiistorchues <Is8 Kammes illustres du Oannemarc>4tc> 1746.; ferner, nach C. Eisen's Zeichnung, dieVignetten und Finalstöcke zu den -Imours Pasto-rales de Oapknis et de LKIae, Paris 17Z7. Danngemeinschaftlich mit R. vinkeles das schöntWerk: ^rrivemeut et segour de T,. > 1 . 88.^st. DlonseiZneur le princs 8tadtkc>uder kereiil-taire des pa^s-6as et de lVladams son stpousaä Amsterdam, le Zc>. IVIai et gours suivans en 1768-(15. Bl.) Hienächst von einzelen Blättern sehr M-schiedenes, theils nach eigener Erfindung, theilsnach andern. So sein eigenes Bildniß, und das-jenige von Rembrandt ; so eine Statue des Prinstnvon Nassau-Weilburg nach P. C. Haag. Von ge-schichtlichem z. B. Jakob, der die Heerden Labanshütet, nach Ribera, aus der Dresdner -Galene,ferner 25 Blätter für einen Donquipotte. Wie-der : la leinte lloksmienns nach I. Buys, und'lss stal§neuse epiees nach C. Troost. Endlich >Utd-rere Landschaften nach Breughel , Vernet, u. s->>Dieser Künstler besaß ein schönes Kabinet von Ge-mälden, Zeichnungen und Kupferstichen, das iMin Druck erschien, und worinn sich eine auslud'liehe Beschreibung seiner eigenen Arbeiten sind»-Rost VI. 419—20. Mrc. und LataloZue du t.kinst de
Foldson, (I). So nennt der GankatMvon Brandes einen englischen Künstler-, nach w