Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
371
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Foleo.

chem Ph. Dame: kemsl Ducndraklon, schön INSchwarzkunst geschabt habe.

Foleo, (Joseph). EinBildnißmalervon Genua ,lernte bey Peter Loren; Spoletr, und arbeitete um1720 außer Lands. Xv)v»-«»r X. K. 1*. II. x. 275.

Foler, (Anton). Nach Lanzi II. 143- starber 1616. im 60. Jahre. Dieser Kunstrichter be-merkt über ihn: Er habe in Venedig malen, oder,besser zu sagen, färben gelernt; wie man aus seinemdortigen St. Stephan bey den Augustinern (nochseiner beßten Arbeit) ersehen könne Ais ein Acht-ziger sey er arm gestorben. Ridolfi verwunderesich, und exklamire darüber, hatte aber besser ge-than, mit diesem Beyspiel zu beweisen, daß Ve­ nedig kein Land für schlechte Zeichner sey.

* Foligno , (P. Humilis da), lebte zu An-sauge des XVIII- Jahrhunderts. Lanze 1. 559.nennt ihn einen guten Freskanten.

* Folino. S. Folien.

Folkema, (Jakob). Zeichner und Kupferagek.Das Ecburthsjahr dieses Künstlers setzt Basan(sec..) nach Gewohnheit, ganz irrig, in 1724.Er starb zu Amsterdam . Einiges hat derselbe auchnach seiner eignen Erfindung (doch meistens fürBüchcrvcrzierungen) gearbeitet. Rost VI. 308-9.wo von ihm verschiedene Bildnisse, u. a. angezeigtsind. Eben so in den Katalogen von Minkierund Brandes. Weit mehreres indessen fuhrt einVerzeichniß meines sel. Vaters an; namentlich fürdie Dresdner -Gallerte vier Blätter: Die Martervon St. Peter und Paul nach N. dell' Abbate,einen Christus nach Joh. Bellino, eine Madonnamit HH. nach Titian, und einen Mannskopf, nachda Vinci, welchen Fußlil. 13-19. beschreibt, unddieses Blatt, als mit außerordentlichem Fleiß undGenauigkeit, nach einer Zeichnung von M. Bac-ciarelli ausgeführt, rühmet. Von seinen Arbeitenfür Buchhändler nennt Gandelluu namentlichseine Blätter zu Ruysch anatomischen und chirur-gischen Werken (-Im8telc>ä. 1737. u. s. f.)

Follenrveider, (I. R.). Ein junger Künst-ler von Basel . Derselbe dielt sich um iZc>2 zuMannheim auf. Schon damals sagte die Allg.Aunftz (lll. 198 ) von ihm, daß er Nakurprospektemit der den Schweizern hierinn eigenen Reinlichkeitund Gewandtheit illuminire. Auf der Zürcher-Kunsi-ausstellung von 1805. sah man von ihm eine INFarben laviere gute Ansicht der Stadt Heidelberg.

* Folli, (Sebastian). Derselbe malte mehr inFresko als in Ocl, und seine Ornamente von biszur Täuschung nachgeahmter Architektur, u. d. gl.waren besser als die meist manierirken Figuren; soi> B. in St. Sebastian zu Sicna die Geschichtendieses Heiligen, wo er, als Freskaute, unter seinenMitbürgern nur einem Rulilius Manetti weichendurfte. I. Florina hat nach ihm Perspektive ge-stochen. IHrc.

"Follin oder Folino, (Bartholome). Erarbeitete auch zu Warschau , wo er 1767 das Bild-kuß des Königes Stanislaus Poniatowsky, nachDacciarelli, in Kupfer brachte. Neben dem kenntMan von ihm dasjenige von Ismael Mengö, nachdemselben; einen St. Sebastian nach van Dyck,und einen Philosophen nach Ribera . Bernouilünennt ihn (?) einen bloßen Dilettanten. (HLc.

Fol 0, (Johann). Andre haben (wie wir glau-ben irrig) G Ein junger italienischer Kupfer-stecher, Schüler von Volpato, lebte um 1302. inRom , und lieferte schon damals gute Blätter nachden beßten italienischen Meistern. So ; B. nachGuido den St. Andreas, der zur Richtstätte geführtuurd, nach dem Freskogemälde in der Kapelle die-ses Heiligen, und den berühmten Erzengel Michael in der Gallerie Colonna, zu Rom , welchem letztemKenner sogar vor demjenigen von Frey den Vor-lag geben. Allg. Runstz. III. 163. Seither (1805)wh man von ihm wieder von Pouffins bethlrhe-

Fontaint.

mitischem Kindermorde kjetzt im Besitz von LuzianBonaparte) nach einer Zeichnung von Steffan Tof-fanelli, ein besonders schönes Blatt, in einer äus-serst kraftvollen Manier, worinn er, wie einigebehaupten, Morghen gefährlich nacheifern soll»Jral. Miscell. III. z. 161. und M-c.

* Folrmar, (Christoph). Derselbe lebte noch1760.

* FonbSnne, (Quirin). Ein Verzeichnißmeines sel. Vaters führt von ihm ein Zehnd Blätteran, die von 1721- 34. datirt, und von dem ver-schiedensten Inhalte sind. So ;. B von histori-schen: Die Predigt Et. Johanns nach Albanr,Meleagers Tod nach le Brun, und die Ehebreche-rin nach Poussln; dann Bildnisse; dann das Grab-mal des in 1611. zu Paris verstorbnen schottischenPrinzen, Wilhelm Douglas, nach Chaufourier;dann den Einzug des türkischen Botschafters zuParis 1721; dann Prospekte für die Vsi-sailiesimmc>rtali 866 , endlich gar eine Charte der Ge-gend um Rheims.

^ (Madem.), Quirins Tochter; wo wiedenn Spuren haben, daß Einiges von dem Vor-angezogcnen ihre Arbeit seyn dürfte.

F 0 nd, ( la), auch Lafond der jüngere ge-nannt , ein neuerer französischer Maler, Schülervon Rcgnault. Derselbe" «heißt es bey FiorilloIII. 502z.)verspricht sehr viel. Sein Gemälde,das unter dem Namen I« 8 uppiice äs 8 sxtusNuciniug bekannt ist, und den Manns vorstellt,der diesen Senator vom tarpejischen Felsen herab-stürzen laßt, ist zwar nicht ganz tadelftey, verräthaber einen geistreichen und denkenden Künstler.Eine seiner neuesten Arbeiten war: Der barmher-zige Samariter." An diesem, im Salon vom I.XIII. aufgestellten Gemälde, rühmen die Xouv.äes /grts (IV. 131) die einfachen Stellungen,Köpfe voll Ausdruckes, eine richtige Zeichnung,und überhaupt Kenntniß und glückliche Anwendungguter Grundsätze. Dann führt schon der -Uma-naek äe 8 Kesux-Brts von iZoz. von ihm einenTod der Regulus an.

( la). So heißt auch der erste Künst-ler in der Gobelin - Manufaktur, der z. B. nachMenageot's Meleager , der seiner flehenden FamilieWiderstand leistet, ein Stück ausgearbeitet hatte,welches den Blick Sr. Heiligkeit beym Besuchdieser Manufaktur 1304. vorzüglich auf sich zog.IVouuri/er IV. 122.

* Fondrinier. S. Fourdrinier.

Fondulo, tJohann Paul), ein Maler vonCremona , Schüler von Anton Campi. Derselbegieng nach Sizilien, und blieb in der Lombardieganz unbekannt. Banr-r II. 369.

* Fonsaga oder Fansaga, auch Fon-seca, (Carl), dessen im Lex. unter dem Namenseines folgenden Vaters gedacht wird. Vielleichtirrig heißt es anderwärts, daß der dort angezeigteObelisk nach Carl gestochen sey.

* (Cosmus). Nach einigen von Ber­ gamo gebürtig. Zu Rom war seine einzige Arbeitdie Fa-;ade der Napolitanerkirche vomH. Geist, dieihm aber viel Ehre macht. Alsdann gieng er nachNeapel , wo er für Sculptur und Baukunst so vielAufträge erhielt, daß er dort seinen beständigenWohnsitz aufschlug. Mili^ia II. 199-200 führtdie meisten seiner dasigen äusserst zahlreichen Bau-ten an, und nennt namemiich (einen Brunnen aufdem Castells-Platze, »eben der Fontana Medina,den schönsten zu Neapel ; mit dem Zusätze jedoch:Dieses Werk würde noch weit schöner seyn, wennes einfacher, und weniger bizarr wäre."

* Fontaine, (Ludolph la. Ein Verzeichnißmeines sel. Vaters führt über ein Dutzend Bild-nisse an, welche I. Oaullö (des Wundarztes

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