A^2 Fontaine.
Marcchal), b. Dupuis (Rollins), A. I de Ferthlder Schauspielerin le Couvreur), Schmidt (desGrafen von Caylus) und mehrere andre nach ihmgestochen haben.
Fontaine, (P. P. L-). Von diesem franzö-fischen Baumeister, weicher für einen der erstenneuester Zeit geachtet wird, führt der ^Im. ckesLeuux-Hrts v. iZoz. die Baute desRegierungs-Pal-lastes, nebst der Dekoration und Restauration vonSt. Cloud an. Seither erhielt er den Titel einesKaiserlichen Baumeisters, und lieferte, nebst Isa-bey und percier, dieZeichnungen zu einem Pracht-werke über die Krönung Napoleons l. welches umizo6. erscheinen sollte. Früherhin gab er schon mitpercier und Bernier: les I)6ilics8 mo6erne86s Lonis in ioc>. Kupfertafeln, welche schwarz48 - Fr. ausgemalt 334. Fr. kosteten; und bald her-nach eben so, mit Percier allein: Kecue!l6s6s-corstion8» comprensnt tont ce gui s rapport si'smsublement etc. das aus ?2- Tafeln, in 12-Heften (jedes zu 4. Fr. schwarz, und 30. Fr. aus-gemalt) bestehen sollte. Von dem erstem der ge-nannten Werke sagt Landon (Annal. I. -54 ) daßsolches in Rücksicht auf reine, correkte Zeichnungund sorgfältige Ausarbeitung zum Muster dienenkönne; und eben so (II. 220.) von dem zweyten:Daß es sich durch Reichthum der Erfindung, reinenGeschmack und Fleiß in der Ausführung Vortheil-haft auszeichne.
— — ( ). So wird auch im Almanach
6ss Desux - ^rts von 1803. noch ein andrer inParis lebender Künstler, unter der Rubrik derLandschafts - Marinen- und Architektur-Malergenannt. ^
* — — S. auch Lafontaine.
Fonrallard, ( ) ein, dem gleich vorhin
gedachten Almanach zufolge, um 1303. zu Paris lebender Miniaturmaler.
*Fonrana, (Albert), arbeitete um 1537. undsiarb 1558. „Derselbe" (sagt Lanzi 11 . 264.),, war ein wackrer Freskante» wie man aus seinenArbeiten an und in dem Fleischerhause zu Moden«sehen kann, von welchen Scanelli sagt, daß sieraphaelisch seyen, solche aber aus Irrthum für dasWerk von Niccolo Abbate halt, dem sie auch in derThat gleichen , weil beyde sich vielleicht ihren Stylvon Begarelli oder von der Akademie des Munariangewohnt hakten. Inzwischen war der Unter-schied zwischen ihnen noch bedeutend genug. Denn,wenn Foncana mit Abbate in Absicht auf schöneKöpfe sowohl als im Colorit wetteifern konnte, soblieb er stets hinter ihm in der Zeichnung, diebisweilen sehr roh und schwerfällig war.
* — — (Baptist« oder Joh. Baptist«), geb.zu Verona um 1524. arbeitete einen guten Theilseines Lebens zu Venedig . Späterhin kam er inKaiserliche Dienste, und starb um 1530. Von ihmkennt man eine ziemliche Anzahl, theils mit demGrabstichel, theils mit einer leichten Aetznadel,und endlich auch in Helldunkel gearbeiteter schöngezeichneter Blätter, welche alle sehr gesucht, undin guten Drücken selten sind. Die meisten nachseiner eignen Erfindung, und um 1573. datirt.Gestochen z. B- sehr zart ein todter Christ, und diegroße Schädelstätte mit der Zueignung an die Erz-herzogin Magdalena, Königin von Böhmen . Danngeätzt: Mehrere, die bey Rost III. ,94—95. ver-zeichnet, hauptsächlich aber im Winklerschen Ka-talog genau beschrieben und gewürdigt sind; meistgroße Kompositionen, unter welchen sich eine Pre-digt St. Johanns in der Wüste durch die schöneMannigfaltigkeit der Köpfe auszuzeichnen scheint.Dann nach Litian: Den Triumph der Religion,und die Schlacht bey Cctdora. Seine Schnitte inHelldunkel finden wir nirgends namentlich ange-führt.
* — — (Cäsar). So nennt Gandellmi«inen Künstler, welcher Grabmäler und Leichenbe-
Fontana.
gangnisse geätzt chabe, und doch schwerlich der uil,ten folgende Seb. Jul. Cäsar Fontana, vielleichtaber der Julius des Lexikons ist.
* Fonrana, (Carl). Milizia (L6. terr. U.285— 93 -) giebt ein Verzeichniß seiner zahlreichenArbeiten in Rom , welche er meist von inkorrektem,ausschweifendem, kurz von verdorbenem Geschmackefindet; wie z. B. die Fanden der Kirchen von ErRita und St. Marcello, beyde im Cvrso. DieKapelle Cibo in Madonna del Popolo nennt er einenWald von Säulen; dann aber rühmt er daranden graziösen Altar und die schöne Kupvle. Dieeinzige Fontana von Santa Maria in Lranstever«ist, nach M- Urtheil, von ganz reinem Styl.Ausser Rom sieht man von ihm die Kupole desDohms zu Monte - Fiascone, und die Villa Vis-conti zu Frascati . Nach Fulda sandte er ein Mo-dell für die dortige Kathedralkirche, und nachWien eines für die Kaiser! Remisen und Bestal-lungen. Aus Veranlassung von Fonrana's bekann-ter Beschreibung des Vatikanischen Tempels machtMilizia eine interessante Abschweifung in Betreffder mannigfaltigen Berathschlagungen, welchegegen die Mitte des X VIII. Jahrhunderts über dievermeinte Schadhaftigkeit der Kupole von Et.Peter gepflogen wurden, somit über Besorgnisse,welche Fonrana schon 50- Jahre früher siegreichbestricken hatte. Die 26. Blatter zu seinem im Lex.angezeigten Werke: -^mphitliestrnm Hsvisnum1707. hat D. Franceschini gestochen.
* — — (Dominikus). Derselbe kam in sei-nem 20. Jahr, bereits mit mathematischen Kennt-nissen ausgerüstet, nach Rom , wo sein älterer Bru-der Johann die Architektur studirte, und wiedmetesich alsdann gleicher Kunst Bey Milizia < 11 .80—97.1 findet sich ein ausführlicher Artikel überdiesen merkwürdigen Künstler. Zuerst eine Beschrei-bung seiner bekannten Kapelle del Presepio in St.Maria maggiore, und der Villa Montalto (jetztNegroni), die, wie man weißt, sein Glück mach-ten; mit Würdigung der Schönheiten, aber fastmehr noch der Gebrechen von beyden. Alsdannwird die Geschichte seiner bekannten Transportirungund Aufrichtung der vier Obeliske, hauptsächlichdesjenigen auf dem St. Peters-Platze 1536. sehranziehend und lehrreich erzählt. Sein eigenes imLex. angeführtes Werk führt zum Titel: Hella
trssportssione 6sII' Obelisco Vsticsuo e 6elleI'sbricbs 6i 8. ?. 8iüts V. kstts 6sl Lar.Dom. Do-rtnna etc. I'ol. in Horns iZyo. mtsglisto6s Xst. Lo«r/ärio 6s 8ibenicco. Der Lohn fürdas von unserm Fonrana verrichtete Wunder, wardann freylich auch nicht geringe. Im Augenblicke,da der ungeheure Steinriese auf seinem Fußgestelleruhte, wurden vom Castell St. Angelo die Kano-nen gelöst. Etliche der dabey gebrauchten 8«-freudetrunkenen Arbeiter nahmen den Domenicoauf ihre Schultern, und trugen ihn, unter Trom-melschlag, Trompetenstoß, und dem Gedränge eineszahllosen, Beyfall klatschenden Volkes, das immerwiederholt Fonrana! rief, nach Hause. DerPapstschlug ihm zum Ritter des güldenen Sporrns unddamit zum Römischen Nobile, schenkte ihm 5000.baare Scudi, sicherte ihm und seinen Erben einJahrgeld von 2000. zu, überließ ihm die ganze «ndiesem Werke gebrauchte Maschinerie, welche auf20,000. Scudi geschätzt wurde, ließ zwey Schau-münzen mit seinem Bildnisse schlagen, und befahlihm, auf die Basis des Obeliskes die, in ihrerEinfalt Alles sagende Aufschrift zu setzen: Da«"'nicru Fo»tM«, sx ps^o sFri bjovocomenswtrsnstulit et erexit, was dann der bescheideneKünstler so wenig scheinbar vollführte, daß heutTage, wem solches sonst unbekannt ist, es nichteinmal wahrnimmt. Nach dieser Erzählung fahrtMilizia fort, die wirklichen Bauten unsers Fon-rana zu beschreiben, und seiner gewohnten vortreftliehen, aber scharfen Critik zu unterwerfen. Die-selben waren, wie schon das Lex. bemerkt, für denkurzen Zeitraum der fünfjährigen Regierung SV-tus V. wahrend welcher sie alle vollführt wurden,